Infos zum Übergang auf weiterführende Schulen

 
 
Was passiert nach der Grundschule?
Welche Schule ist die richtige für mein Kind?
Muss ich die „neue Schule“ persönlich aufsuchen?
Wann beginnt die Anmeldung?

 
Liebe Eltern!
Mit dieser Seite wollen wir Ihnen helfen, sich besser mit dem Übergangsverfahren zu den weiterführenden Schulen vertraut zu machen.
 
Hier zunächst der Terminplan für das vierte Schuljahr:
 
Im November geht es los!
Die Schulleitung berät im Rahmen einer abendlichen Informationsveranstaltung über das Angebot an weiterführenden Schulen, über deren Bildungsgänge sowie über die Termingestaltung des Übergangsverfahrens. Eine Schrift des „Ministeriums für Schule, Wissenschaft und Forschung“ über die Schulformen in der Sekundarstufe I liegt Ihnen in der Regel als Vorinformation zu diesem Zeitpunkt bereits vor.
 
November/Dezember:
Elternsprechtage
Der in diesem Zeitraum stattfindende Elternsprechtag bietet gleichzeitig die Gelegenheit, in einem Beratungsgespräch die Meinungen der Lehrerin und der Eltern hinsichtlich der weiteren Schullaufbahn des Kindes auszutauschen. Meist wird die Klassenlehrerin zu diesem Zeitpunkt auch schon eine erste Empfehlung aussprechen. Der jeweilige Elternwunsch wird in einem Protokoll festgehalten. Bereits jetzt treffen die Informationsprospekte der einzelnen Schulen ein, die die Eltern genauer informieren. Sie werden nach Eingang sofort an die Eltern weitergereicht. In diesen Schriften wird zumeist auch ein Termin genannt, an dem die Kinder und Eltern die jeweilige Schule besuchen können („Tag der offenen Tür“).
 
Januar:
nochmaliger Elternsprechtag  
In einem zweiten Beratungsgespräch bekommen die Eltern vor der Zeugnisausgabe noch einmal Gelegenheit, sich über den Leistungsstand des Kindes zu informieren, so dass sie nun endgültig eine Entscheidung fällen können.
 
Ende Januar:
Zeugnisse – und jede Menge Papierkram
Gleichzeitig mit der Ausgabe des Halbjahreszeugnisses erhalten die Eltern eine begründete Empfehlung zur Wahl der Schulform in der Sekundarstufe I. Dabei wird alternativ zur Hauptschule, Realschule oder zum Gymnasium stets auch die Gesamtschule genannt. Neben einer Schulform, für die das Kind nach unserer Auffassung geeignet ist, kann eine weitere Schulform genannt werden, für die das Kind mit Einschränkungen geeignet ist. Diese Begründung ist Bestandteil des Zeugnisses. Wollen die Eltern ihr Kind an einer Schule einer Schulform anmelden, für die es nach unserer Empfehlung mit Einschränkung geeignet ist, müssen sie an einem Beratungsgespräch der weiterführenden Schule teilnehmen. Wollen die Eltern ihr Kind an einer Schulform anmelden, für die es nach unserer Empfehlung nicht oder auch nicht mit Einschränkungen geeignet ist, muss das Kind an einem dreitägigen Prognoseunterricht teilnehmen. Erst danach entscheidet das Schulamt, ob das betreffende Kind zum Besuch der Schule der gewählten Schulform zugelassen wird. Zu dem Halbjahreszeugnis mit der Empfehlung für eine Schulform erhalten die Eltern  einen Erläuterungsbrief des Schulverwaltungsamtes, in dem das Anmeldeverfahren in allen Einzelheiten aufgelistet wird. Der ebenfalls zu diesem Zeitpunkt ausgehändigte Anmeldebogen mit den persönlichen Daten des Schülers oder der Schülerin wird von den Eltern zu Hause ausgefüllt und die gewünschte Schule eingetragen.
 
Februar:
Jetzt wird es ernst!
Eltern, die ihr Kind an einer Dortmunder Gesamtschule anmelden wollen, nehmen diese Anmeldung in der ersten Februarwoche persönlich vor. Die Anmeldezeiten werden rechtzeitig bekannt gegeben. Bis etwa Mitte Februar erhalten diese Eltern eine Mitteilung darüber, ob ihr Kind aufgenommen wird. Sollte dies nicht der Fall sein, so kann entweder eine andere Gesamtschule oder eine andere weiterführende Schule gewählt werden. Ebenfalls eine vorgezogene Anmeldung ist am Mallinckrodt-Gymnasium vorzunehmen. Die Anmeldefrist für die weiterführenden Schulen ist genau festgelegt und umfasst die Anmeldung für alle Dortmunder Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien. Hierzu wird das ausgefüllt Anmeldeformular unterschrieben und an die Klassenlehrerin weitergeleitet. Besteht der Wunsch, das Kind an einer weiterführenden Schule im Stadtbezirk Kamen anzumelden, müssen die Eltern vor dem eigentlichen Anmeldungszeitraum selbst Kontakt mit den entsprechenden Schulen aufnehmen.
 
März:
Endspurt!  
Im März erfolgt die Weitergabe dieser Anmeldebögen – zusammen mit dem letzten Zeugnis – an die weiterführenden Schulen. Nun wird dort über eine mögliche Aufnahme entschieden. Sobald diese Entscheidungen getroffen worden sind, werden die Grundschulen – und natürlich auch die Eltern – darüber in Kenntnis gesetzt. Danach kann man sich also über eine Zusage der gewählten Schule freuen (und das ist zumeist der Fall) oder aber – falls die Schule eine Absage erteilen musste – eine Alternative überlegen.
 
Nun nochmals kurz zusammengefasst:
Mitte November: Informationsveranstaltung
Ende November: erstes Beratungsgespräch
Mitte Januar: zweites Beratungsgespräch
Ende Januar: Halbjahreszeugnis mit begründeter Empfehlung
Februar: Anmeldebogen für die weiterführenden Schulen - Gesamtschulen: vorgezogene Anmeldung
März: Weitergabe der Anmeldebögen - Annahmebestätigung durch die weiterführenden Schulen

Weiterführende Schulen der Sekundarstufe I in unserem Einzugsbereich:
1. Hauptschulen
DO-Wickede, Dollersweg 18
Kath. Hauptschule Kurl-Husen, Eichwaldstr. 270
DO-Scharnhorst, Gleiwitzstr. 200
 
2. Realschulen

Max-Born-Realschule, Grüningsweg 42, DO-Asseln
Realschule Scharnhorst, Gleiwitzstr. 200, DO-Scharnhorst
 
3. Gymnasien  
Immanuel-Kant-Gymnasium, Grüningsweg 42-44, DO-Asseln
Stadtgymnasium, Heiliger Weg 25, DO
Mallinckrodt-Gymnasium (kath. Gymnasium), Südrandweg 2-4, DO
 
5. Gesamtschulen  
Geschw.-Scholl-Gesamtschule, Haferfeldstr. 3-5, DO-Brackel
Gesamtschule Scharnhorst, Mackenroth 15, DO-Scharnhorst
Gesamtschule Europa, Am Gottesacker 84, DO-Wambel

Wer hilft Ihnen bei der Beantwortung Ihrer Fragen?
In der häuslichen Situation kennen Sie Ihr Kind am besten. Sie müssen es jedoch intensiv beobachten. Versuchen Sie dabei, objektiv zu sein und besprechen Sie die Stärken, aber auch die Schwächen Ihres Kindes mit Ihrem Partner und/oder Freunden, die Ihr Kind gut kennen. Sie sind also zunächst selbst gefordert, stehen aber sicherlich mit Ihrer Entscheidung nicht alleine da. Die Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule kennen Ihr Kind insbesondere aus Lernsituationen in der Schule. Sie haben Ihr Kind in der Regel über vier Jahre betreut und beobachtet. Sie sind darin geschult „etwas zu beurteilen“. Sie haben die Möglichkeit, Vergleiche mit anderen Kindern anzustellen, die Sie als Eltern nicht haben. Die GrundschullehrerInnen möchten in der Beratung das Beste für Ihr Kind. Das sollten Sie nie vergessen! Jahrelange Erfahrungen und wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Empfehlungen der Grundschullehrerin oder des Grundschullehrers zu mehr als 90 % zutreffen. Im heutigen Schulsystem gibt es keine Sackgassen. Jedes Kind kann auf verschiedenen Wegen – auch zu einem späteren Zeitpunkt noch – jeden Bildungsabschluss erreichen, sofern es dafür geeignet ist und auch den Willen dazu hat. Denken Sie in erster Linie bei der Entscheidung an Ihr Kind! Es ist leichter, eine Leiter hinauf zu steigen als hinab zu steigen. Ihr Ziel sollte es sein, dass Ihr Kind auch in der „neuen“ Schule glücklich, zufrieden und erfolgreich ist. Eine stetige Überforderung aber kann zu einem genauen Gegenteil führen! Die nachfolgenden Fragestellungen können Ihnen bei Ihren Überlegungen sicherlich behilflich sein. Überprüfen Sie anhand des Kataloges doch einmal, inwieweit Sie diese Fragen zustimmend, zweifelnd oder verneinend beantworten müssen und sprechen Sie ggf. mit der Klassenlehrerin Ihres Kindes darüber.
Denken Sie auch daran!:
Eine erfolgreiche Leistung ist nur möglich,
wenn
Leistungsfähigkeit
und
Leistungsbereitschaft
vorhanden sind.

Fragenkatalog als Entscheidungshilfe für den Übergang zu einer weiterführenden Schule
(nach H. Kampschulte)
 
Geistige Fähigkeiten (Intelligenz) und Begabungen
Allgemeine Denkfähigkeiten

  • Kann mein Kind selbstständig denken, sich vom Konkreten lösen, logische Schlüsse vollziehen?
  • Kann mein Kind einfallsreich denken, mit Vorstellungen und Worten kreativ umgehen?
  • Kann mein Kind kritisch denken, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden?
  • Kann sich mein Kind Gelerntes dauerhaft merken, eigene Lösungswege suchen?
  • Verbale Fähigkeiten
  • Wie ist das Sprachverständnis des Kindes, kann es Gesehenes und Erlebtes in Sprache umsetzen?
  • Spricht es flüssig, interessiert es sich für andere Sprachen?
  • Wie genau und wie schnell kann es sprachliche Informationen in Handlungen umsetzen?
  • Wie formuliert es Sätze, wie sind diese Sätze strukturiert (einfacher Satzbau, umfangreiche Satzverbindungen o.ä.)?

Mathematische Fähigkeiten

  • Kann das Kind mathematische Informationen aus entsprechenden Sachverhalten gewinnen und bearbeiten?
  • Kann es aus Einzelaussagen zu einer Regel kommen und diese wiederum sinnvoll anwenden?
  • Kann es räumliche Beziehungen durchschauen und in Zeichnungen ausdrücken?

Begabungen

  • Welchen Begabungsschwerpunkt, welches Begabungsprofil zeigt mein Kind: geistig-abstrakte, sozial-kommunikative, motorisch-praktische, musisch-kreative Begabung?
  • Wie breit ist sein Begabungsspektrum, wie tief und ausgeprägt sind seine Neigungen?
  • Wie zeigten sich seine Stärken und Schwächen in den bisherigen Schulfächern?

Bereitschaft, Interesse und Zutrauen
Körperliche und Psychische Konstitution

  • In welchem Gesundheitszustand, in welchem körperlichen Entwicklungsstand ist das Kind?
  • Wie ist die psychische Belastbarkeit (bei schnell wechselnden Anforderungen und Stress?)
  • Wie steht es um das Selbstvertrauen und die Fähigkeit, Misserfolge zu verkraften?
  • Welchen Bewegungsdrang hat das Kind, kann es längere Zeit ruhig und konzentriert „arbeiten“?

Interesse und Lern- und Leistungsmotivation

  • Geht das Kind selbstständig auf Neues, auf Unbekanntes zu, ist es neugierig, ist es wissbegierig?
  • Geht es mit Erfolgszuversicht an die Aufgaben oder eher skeptisch/ängstlich?
  • Strebt es schulische Ziele aus eigenem Antrieb oder eher nur nach Ermutigung oder Belohnung an?

Arbeitshaltung und Lernumfeld

  • Mit welcher Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt erledigt Ihr Kind gestellte Aufgaben?
  • Arbeitet es dabei meist selbstständig oder häufig mit Unterstützung oder Kontrolle?
  • Wie ist sein Arbeitstempo, kann es sich die Freizeit sinnvoll einteilen?
  • Ist es bereit, in Lerngruppen produktiv mitzuarbeiten?
  • Wie reagiert Ihr Kind auf verschiedene Lehrerpersönlichkeiten, auf die Klassengrößen?
  • Wie stark ist es abhängig von den Erwartungen der Eltern und Freunde?


Zum Abschluss noch einige Hinweise.
Überlegen Sie gründlich, welche Entscheidungen Sie zu Ihrer Wahl veranlasst haben. Sprechen Sie auch mit Ihrem Kind darüber. Es geht schließlich um das Wohl Ihres Kindes.
Entscheidungen, die bedenklich sind, sind u.a.:

  • Wenn Eltern sich gegen den Rat der Grundschullehrer durchsetzen. Häufige Argumentation: „Wir wollen es erst einmal probieren.“
  • Wenn Eltern selbst einen hohen Bildungsabschluss haben und dies auch von ihrem Kind erwarten, obwohl die bisherige Grundschulzeit dies nicht erwarten lässt.
  • Wenn Eltern sich vor der öffentlichen Meinung, dem Vorurteil, der Verwandtschaft fürchten.
  • Wenn Eltern sich der Entscheidungsverantwortung entziehen und diese allein auf das Kind übertragen.
  • Wenn Eltern meinen, Ihrem Kind einen Gefallen tun zu müssen. Die gewählte Schulform der Freundin oder des Freundes ist nicht immer auch die geeignete für Ihr Kind.
  • Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind bei Ihrer Wahl „eine glückliche Hand“ und viel Erfolg!
Das Kollegium der Eichwald-Grundschule
Das Schulsystem - Bildungsgänge
Das Schulwesen in Nordrhein-Westfalen ist nach Schulstufen aufgebaut und in Schulformen gegliedert.
Schulstufen sind die Primarstufe und die Sekundarstufen I und II. Schulformen sind Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien und Gesamtschulen.
In Förderschulen werden Schüler der Art ihrer Behinderung entsprechend unterrichtet. Jede dieser Schulformen stellt unterschiedliche Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Kinder.