Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule soll in absehbarer Zeit Agenda-Schule werden. Der Titel ist weder gesetzlich geschützt noch quantitativ definiert. Jede Schule entscheidet selbst, ob sie in ihrem Schulprogramm genügend Parameter aufweist, die den Titel rechtfertigen. Die GHG hat bereits das Logo der Umweltschulen in Europa beantragt. Neben dem Bereich der Umwelterziehung sind u. E. genügend weitere Bereiche der Agenda 21 im Schulprogramm vertreten, die eine Übernahme des Titels rechtfertigen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Aktivitäten auf dem heutigen Niveau fortgeführt werden.
Was ist inhaltlich und organisatorisch verwirklicht?
Zum Ende des Kalenderjahres 2000 haben wir in der GHGE die folgenden neun Handlungsfelder der Agenda 21 bereits besetzt (siehe Tabelle in der Anlage): Abfallvermeidung und getrennte Müllerfassung, Alternative Energiegewinnung, Energieeinsparung, Natur- und Landschaftsschutz, Alternativen zum motorisierten Individualverkehr, Konfliktlösungen, Veränderung der Konsumgewohnheiten, Frauenförderung, soziale Gerechtigkeit.
Besonders aktiv waren wir bei der Mülltrennung und der Energieeinsparung. Der Verkauf umweltgerechter Schulmaterialien durch SchülerInnen der Agenda-21-Arbeitsgemeinschaft ist angelaufen. In einigen anderen Handlungsfeldern müsste die Umsetzung der Agenda-Intentionen noch intensiviert werden. Durch die Teilnahme unserer Schule am BLK-Modellprojekt zur Agenda 21 kommen wir in den Genuss der besonderen Unterstützung durch den Regierungspräsidenten. Ein intensiver Austausch mit anderen Schulen des BLK-Projekts ermöglicht einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch und erleichtert so den Fortschritt auf dem Weg zur Agenda-Schule.
Unsere Zielsetzung
Wir möchten alle vorhandenen Ansätze zügig optimieren. Dementsprechend umfangreich ist der Maßnahmenkatalog, der uns den gesteckten Qualitätszielen näherbringen soll. An erster Stelle steht dabei die Mobilisierung der Schülerschaft, die u. E. noch zu wünschen übrig läßt. Dazu können alle beteiligten Gruppen ihren Teil beitragen. Das soziale Lernen soll in die Stundentafel aufgenommen werden (mit Beginn des 5. Schuljahres 2001/2). Als fachliche Grundlage muss den Tutorenteams eine entsprechende Fortbildung ermöglicht werden.
Die Mobilisierung der Schülerschaft setzt voraus, dass der Agenda-Prozess vom Kollegium nicht nur akzeptiert, sondern aktiv getragen wird. Dazu gehört die unterrichtliche Begleitung sämtlicher Agenda-Projekte. Als Beispiel sei hier auf die Möglichkeit hingewiesen, die jeweils aktuellen Säulendiagramme zur Energieeinsparung unserer Schule im Fachunterricht zu behandeln, und zwar nicht nur im Fach Mathematik oder Physik, sondern etwa auch im Fach Deutsch, wie es vereinzelt bereits erfolgreich geschehen ist. Die Implementierung der Agenda-Gedanken in die Fachkonferenzen könnten noch ausgebaut werden, so etwa im Fachbereich WL zum Aspekt der umweltgerechten Bedarfsdeckung bzw. der Veränderung der Konsumgewohnheiten.
Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die sich als Energie- und Umweltberater engagieren, bedürfen der besonderen Unterstützung, Schulung und Förderung. Dazu sollen regelmäßige Versammlungen der Energieberater auch während der Unterrichtszeit stattfinden.
Die Zusammenarbeit mit der SV soll verstärkt werden. Als erste gemeinsam zu lösende Aufgabe stellt sich in Kürze die sinnvolle Verwendung von insgesamt 3346 DM, die uns für die Energieeinsparung im Jahr 1999 von der Stadt Dortmund überwiesen wurden.
17. 12. 00 Agenda-21-Team ALE, HAS, SHB, STD
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