Schritte in Richtung Agenda-Schule

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Vor rund sieben Jahren, am Pädagogischen Tag im Februar des Jahres 1998, wurde von der damaligen Arbeitsgruppe "Ökologie - Agenda 21 in der Schule" das langfristige Ziel formuliert, die Gustav-Heinemann-Gesamtschule zur Agenda-Schule zu entwickeln.

TOP 5. Es wurde ein offenes Handlungsschema gemäß den Intentionen der Agenda 21 für die GHGE entworfen (Anlage 3). Dieses Schema soll gedruckt und zur nächsten Lehrerkonferenz verteilt bzw. dort kurz vorgestellt werden. Für besonders interessierte Kolleginnen/Kollegen soll auf Nachfrage eine Kopie des mehrseitigen Themenpapiers "Die Agenda 21 - Auf dem Weg zur Agenda-Schule" angefertigt werden. Auf der Lehrerkonferenz soll über einen Agenda-Projekttag abgestimmt werden.

Es wurden zwei Projekttage daraus, ein kontinuierlich arbeitendes Agenda-Team und sogar ein Teil des Schulprogramms. Das Ziel, Agenda-21-Schule zu werden, haben wir am Freitag, dem 22. April 2005, endlich erreicht. Sichtbarer Beweis dafür sind eine große Fahne mit dem Titel "Schule der Zukunft" "Agenda-21-Schule NRW" sowie ein Zertifikat, das den Hinweis trägt: "Ein neues Qualitätssiegel für Schulen in NRW". Wir dürfen zufrieden feststellen, dass unsere Anstrengungen der vergangenen Jahre also nicht umsonst waren.

Nachdem es viele Jahre strittig war, welche Kriterien für eine Agenda-21Schule erfüllt sein müssten, wurde im vergangenen Jahr von einer Jury ein verbindlicher Kriterienkatalog entwickelt, der als Grundlage für die offizielle Verleihung des Titels "Agenda-21 Schule" durch die Landesregierung diente. Wir haben die Kriterien hinreichend erfüllt und das Zertifikat durch die Ministerinnen Ute Schäfer (Schule, Jugend und Kinder) sowie Bärbel Höhn (Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) ausgehändigt bekommen – zusammen mit 12 anderen Schulen der Stadt. Von der Firma Karstadt wurde jeder ausgezeichneten Schule außerdem ein fair gehandelter Fußball gestiftet, der demnächst entweder dem Sortiment im Spieleraum zugefügt oder der Sport-Fachschaft übergeben wird.
Zur Siegerehrung im Dortmunder Rathaus waren auch 13 ausgewählte Energieberaterinnen unserer Schule mitgekommen. Die wissen nun mehr oder weniger darüber Bescheid, warum wir den Titel erhalten haben. Wir finden es sinnvoll, der Schülerschaft insgesamt die Bedeutung dieses Zertifikats zu erläutern, vielleicht innerhalb des GL-Unterrichtes oder einer Arbeitsstunde, wobei 10 Minuten schon ausreichen können, um das Wichtigste rüberzubringen. Als kleine Hilfestellung hier das Wichtigste in Kürze:

· 1992 wurde auf einer Weltkonferenz in Rio de Janeiro die Agenda 21 von über 170 Staaten der Erde unterzeichnet.

· Die Unterzeichner, darunter auch Deutschland, haben sich auf den Schutz und den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und eine nachhaltige Entwicklung verständigt.

· Schulen in Nordrhein-Westfalen, die in den letzten drei Jahren mehrere Projekte im Sinne der Agenda 21 durchgeführt und sie ins Schulprogramm geschrieben haben, erfüllen die Kriterien für den Titel Agenda-21-Schule.

· Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule hat die drei folgenden Projekte kontinuierlich durchgeführt:

das Energiespar-Projekt, ergänzt durch die Solaranlage auf dem Schuldach;
das Recycling-Projekt, ergänzt durch ein geändertes Sortiment am Kiosk;
das UWS-Verkauf-Projekt, ergänzt durch die "Schule für den Urwald".

· Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule darf sich nun offiziell "Agenda-21-Schule" nennen. Der Titel verpflichtet allerdings zur Fortführung der Projekte.

Über die Anerkennung als Agenda-21-Schule hinaus ist uns eine weitere Ehre zuteil geworden. So ist das Projekt "Agenda 21 in der Schule", das vom Schulverwaltungsamt der Stadt Dortmund gefördert wird, auch "Offizielles Projekt der UN-Weltdekade 2005/6 Bildung für nachhaltige Entwicklung". Die Gustav-Heinemann-Gesamtschule ist Teil dieses Projektes und hat somit diese Auszeichnung durch die UNESCO redlich verdient. Dieser Aspekt ist allerdings für Schüler/innen der unteren Jahrgänge nicht ganz so relevant. Wir wären schon sehr zufrieden, wenn die Jahrgänge 5 bis 10 wenigstens erklären könnten, warum die GHGE den Titel "Agenda 21-Schule" tragen darf.

Der letzte Energiespar/Recycling-Wettbewerb hat gezeigt, dass diese beiden Aspekte der Agenda 21 tatsächlich bei vielen Schüler/innen angekommen sind, dass diese Art der schulischen Bildung tatsächlich als nachhaltig bezeichnet werden kann. Die Beteiligung war sehr gut, und selbst noch im achten Jahrgang wurde auf das Recycling geachtet. Wir können verschmerzen, dass dies im neunten Jahrgang nicht so ein beliebtes Thema ist. Jedenfalls möchten wir diesen Agenda-Baustein trotz aller Schwierigkeiten beibehalten. Schule wäre ohne das Recycling ein Stück unglaubwürdiger, wird doch in den Richtlinien und Schulbüchern immer wieder auf diesen Umweltaspekt hingewiesen.

Im Plenum des nächsten Pädagogischen Tages werden wir euch vielleicht mal die Fahne vorschwenken, die unsere Schule für die nachhaltige Bildung im Sinne der Agenda 21 erhalten hat. Sie hängt momentan in einem Fenster des Disco-Raumes.

Zum Schluss bitten wir euch um Ratschläge zur Verbesserung unserer Arbeit. Das kann mündlich geschehen oder per Notizzettel in eines unserer Fächer. Wir sind für jede Anregung und konstruktive Mitarbeit dankbar.

Mai 2005 Agenda 21-Team HAS, SHB, STD, STW und UHD

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