Ein fächerübergreifendes Projekt der Jahrgangsstufe 11
vom 28.-30. Juni 2004


Präsentation der Projektergebnisse

Forum der Gustav-Heinemann-Gesamtschule
Mittwoch, 30. Juni 2004
14.00 Uhr

Programm:

Freiheitslieder

Freiheit - Rebellion gegen gesellschaftliche Konvention

Freiheit = Bewegungsfreiheit?

Freiheit ins Bild gerückt

Am Ende der Freiheit - Zwangsheirat

Grenzenlose Freiheit - Grenzen der Freiheit

Mauern überwinden

In der Zeit vom 28. bis 30 Juni veranstaltete die Gustav-Heinemann-Gesamtschule in der Jahrgangsstufe 11 ein fächerübergreifendes Projekt zum Thema "Freiheit". Nach einigen Vorgesprächen mit interessierten LehrerInnen zu Beginn des 2. Schulhalbjahres ergaben sich insgesamt 8 Projektangebote für die SchülerInnen des Jahrganges, die auf einer Plakatwand im Forum in der Vorwoche vor dem Projekt präsentiert wurden. In diesem Angebot waren die Fächer Deutsch, Philosophie, Geschichte, Kunst, Musik, Sport und Pädagogik, sowie ein Angebot aus dem Bereich der Sozialarbeit vertreten. Jedes Angebot präsentierte die Fragestellung des Projektes unter einer anderen Perspektive:

1.
Freiheit ins Bild gerückt

Der Titel macht es deutlich: Wir werden uns von Seiten der Kunst mit den Vorstellungsinhalten von "Freiheit" und "Unfreiheit" gestalterisch auseinander setzen. Eine s/w-Fotografie von 1962 des genialen Fotografen Henri Cartier-Bresson zum Berliner Mauerbau gibt den Rahmen zur eigenen gestalterischen Interpretation/ Kommentierung dessen, was sich im Spannungsverhältnis zwischen "Freiheit" und "Unfreiheit" bewegt.

2.
Grenzenlose Freiheit - Grenzen der Freiheit

P. Fondas Film "Easy Rider" als Ausgang einer Diskussion über den Versuch einer Umsetzung einer Idee, eines Lebenstraums im Land der unbegrenzten Möglichkeiten
- Suche nach Ursachen für das Scheitern
- Suche nach Grenzen, Begrenzungen individueller
Ausformung, bzw. Lebensform von Freiheit in unserer Gesellschaft
Präsentation: (Vorschlag) Thematisierung eigener Wünsche, Ziele, Träume (oder Frustrationen) in Bezug auf das Thema (oder die Umsetzung von) Freiheit in selbstverfassten Gedichten

3.
Reflexionen zum Begriff der Freiheit

Verarbeitung eigener Gedanken (Brain-storming, Sokratisches Gespräch), Auseinandersetzung mit Songtexten (Ärzte, ADF), mit Bildmaterial (Delacroix, Tony Bevan), einem Filmbeitrag ("Harold und Maude") und einem Textbeitrag (Khalil Gibran) zum Begriff der Freiheit aus persönlicher und gesellschaftlicher Perspektive; verbale und/oder szenische Umsetzung des Erarbeiteten als Abschlussprodukt.

4.
Mauern überwinden!

Was erleben diejenigen, die nach einem Leben hinter Mauern
für sich die Freiheit erobern und erarbeiten müssen?
Wo liegt das Land "Freiheit"?
Wie schmeckt Freiheit?
Was liegt jenseits der Freiheit?

5.
Freiheit = Bewegungsfreiheit?

In dieser Gruppe soll das Thema "Freiheit = Bewegungsfreiheit?" aktiv umgesetzt werden. In den drei Tagen wollen wir eine kleine Tanzgestaltung erarbeiten, die in der Schlussveranstaltung aufgeführt wird. Nach einigen Grundlagen zum Bewegungstheater ist der weitere Verlauf der Arbeit relativ offen und von der Kreativität der Gruppe abhängig. Für dieses Projekt sollten sich daher nur Schülerinnen und Schüler melden, die Lust haben, sich zur Musik zu bewegen, die sich trauen vor und mit anderen, Dinge auszuprobieren und diese zu zeigen. Körperausdruck und Bewegung sind dabei wichtiger als eine perfekte Choreographie. Als Hilfsmittel dienen uns einfache Dinge wie Plastikplanen, Tücher.

6.
Am Ende der Freiheit - Zwangsheirat

Zwangsheirat ist für einige Mädchen und junge Frauen immer noch traurige Realität. Hier in Deutschland oder in den Sommerferien in ihren Herkunftsländern werden sie gegen ihren Willen verheiratet. Viele erzwungene Ehen werden im Alter zwischen 14 und 19 Jahren geschlossen. Zwangsheirat ist keine private oder kulturelle Angelegenheit. Zwangsheirat ist Missbrauch an Frauen und Mädchen! Zwangsheirat ist Menschenrechtsverletzung!

7.
Freiheit und Revolution:

Gibt es kausale Zusammenhänge? Viele Revolutionen verfolgten vor allem ein Ziel: FREIHEIT! In dieser Projektgruppe soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit dieses Ziel verwirklicht werden konnte. In Kleingruppen sollen mehrere Revolutionen (frei wählbar) analysiert und anschließend auf einer großen Plakatwand präsentiert werden. Die leitende Fragestellung ist dabei: Konnte das Ziel "Freiheit' durch Revolutionen verwirklicht werden oder nicht? Wenn ja: unter welchen Bedingungen? Wenn nein: welche Faktoren führten zum Scheitern?.

8.
Freiheitslieder

Unfreie, Unterdrückte, Sklaven, politisch Verfolgte, aber auch die, die sich eine bessere Zukunft wünschten und nach einer besseren Zukunft, einer Idee oder einem Ideal strebten, nutzten in allen Ländern und zu allen Zeiten Musik/ Lieder/ Songs, um diesem Bedürfnis und diesem Wunsch Ausdruck zu verleihen und Trost zu finden. "Freiheit" in der Musik verkörpern zahlreiche Lieder und Songs, von denen wir eine Auswahl singen bzw. spielen und zu denen wir Hintergrundinformationen sammeln wollen. Angestrebt ist dabei ein breites Spektrum: Vom Volkslied (im wahren Sinn des Wortes) über den Spiritual zum Reggae und zum Popsong soll alles vertreten sein. Gespielt und gesungen werden sollen u.a.:
"Get Up, Stand Up"
"Die freie Republik",
"Freedom",
"Freiheit",
"Die Moorsoldaten"..

Die Präsentation der Gruppenergebnisse im Forum der GHGE fand am Mittwoch den 30. Juni um 14.00 Uhr statt. Die Präsentation dauerte eine Stunde. Jede Gruppe stellte zunächst den Ablauf ihrer Arbeit vor und präsentierte dann die jeweiligen Arbeitsergebnisse. Dies waren unter anderem eine Tanzaufführung, Szenisches Spiel, Plakate, Bilder, Videoszenen, Vorträge und eine Powerpoint-Darstellung. Allen Akteure wurde reichlich Beifall geklatscht. Einige Produkte werden auf Plakatwänden noch weiter im Atrium der Oberstufe zu sehen sein.

Informativ:
Projekte
Freiheit

Text:A. Krombach