„Bunte Vielfalt auf Hansa“

eine Ausstellung der GHG in Kooperation mit der
Stiftung Industriedenkmalpflege und
Geschichtskultur

Am Sonntag, dem 14. September 2014 präsentierte die Gustav-Heinemann-Gesamtschule auf der Kokerei Hansa eine Ausstellung von Schülerarbeiten aus dem Kunstunterricht zu dem Thema „Bunte Vielfalt auf Hansa“. Wieder beeindruckten die Werke der Schülerinnen und Schüler im Umfeld der Kompressorenhalle und dem spätsommerlichen Licht.

Urban knitting auf Hansa

Die praktischen Arbeiten der Klasse 6.1 sind aus der Überlegung heraus entstanden, dass die Schülerinnen und Schüler auf ungewöhnliche Weise Farbe in die ehemalige Kokerei bringen wollten. Angelehnt an die Idee des "guerilla knitting" als eine Form der Streetart, sollte unmittelbar Einfluss auf die farbliche Gestaltung der Umgebung genommen werden und sie im ästhetischen Sinne der Schüler in Farbe eintauchen. Dazu wurden vorhandene Gegenstände, Natur und Architektur auf der Kokerei Hansa durch das Häkeln verändert und somit zu einem Teil der Kunst.

Die Klassen 7.1 und 7.6 nahmen nach dem Besuch der Kokerei Hansa die mit Hilfe der Lehrer entstandenen Fotografien als Ausgangspunkt für ihre Arbeiten und setzten durch gezieltes Sticken persönliche Farbakzente ins Bild. Die Schülerinnen und Schüler lenken somit den Blick des Betrachters auf die für sie spannenden Details der Kokerei Hansa.

Die Klasse 8.2 entwickelte mit einem Augenzwinkern einerseits eine Installation zum ehemaligen Salzlager auf Hansa und seiner Verwendung in der Umgebung, die den Weg des Ammoniumchlorids bis zur Pflanze zeigt (Salzstreuer marschieren in die Welt). Andererseits stellten die Schülerinnen und Schüler den Weg der auf der Kokerei anfallenden Teerabfälle zu den ersten chemischen Farben des Regenbogens dar (dreidimensionale Zeichnungen).

„Bunte Vielfalt auf den Tisch“ lautete das Motto der Klasse 8.5. Die von den Schülerinnen und Schülern im Hauswirtschaftsunterricht zubereiteten Speisen spiegeln die Vielfältigkeit der Kulturen im Stadtteil Huckarde wider und repräsentieren die Nationalitäten, die in der Vergangenheit auf Hansa gearbeitet haben. So laden italienische, griechische türkische, polnische und deutsche Gerichte zu einem gemeinsamen Essen und Dialog ein.

Im Kunstunterricht wurde eigens für die Festtafel das zur jeweiligen Nationalität passende Geschirr entworfen. Dabei kam es vor allem darauf an, landestypische Designs zu entwickeln um die Speisen angemessen präsentieren zu können.

Erst auf den zweiten Blick entdeckt der Betrachter, dass es sich bei den gezeigten Tellern, Bechern und Bestecken um Produkte aus Pappe und Kunststoff handelt. Diese Materialien erhalten erst durch die künstlerische Bearbeitung ihre besondere Wertigkeit.

Die großformatigen künstlerischen Arbeiten des 10. Jahrgangs (Frottagen) setzen sich thematisch mit der Wäsche und Pflege der Bergmannskleidung auseinander.

Der Grundkurs 11 Kunst hat sich mit der Architektur der Kokerei Hansa beschäftigt. Es ging dabei vor allem um bauliche Details von Fassade, Maschinen, Rohrleitungen und Fördertürmen, die in farbigen Linolschnitten und auf unterschiedlichen Untergründen umgesetzt wurden.

Die Musikklasse 7.6 spielte unter der Leitung von I. Wandelt

 Linolschnitte des 11. Jahrgangs mit Motiven von der Kokerei

Dr. Marita Pfeiffer von der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur führte durchs Programm

S-W-Fotos mit farbigen Stickereien des 6. Jahrgangs

Laternen, gebastelt von der Klasse 6.3 mit Bildern rund um die Kokerei
Geschirr und Besteck verschiedener Nationalitäten gestaltet von der Klasse 8.5
Besucher in der Kompressorenhalle

Die Musikklasse 8.6 unter Leitung von A. Gehlert

 Gruppenfoto mit einigen beteiligten Teilnehmerinnen und Teilnehmern

Verabschiedung von L. Heckmann (rechts)
Die Klasse 8.5 zeigte eine bunte Tafel mit Lieblingsgerichten
Ausstellungseröffnung in der Kokerei Hansa 2014
zurück zur Seite:

Kunst-Musik-Literatur


 
webdesign: gdt