Kaufmann/-frau für Bürokommunikation
Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf nach
dem Berufsbildungsgesetz. Die dreijährige Ausbildung erfolgt im Ausbildungsbetrieb und in
der Berufsschule. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung der
Ausbildungsdauer auf zwei, bzw. zweieinhalb Jahre möglich.
Der Kaufmann/Die Kauffrau für Bürokommunikation
(KfB) wird mit kaufmännisch-verwaltenden Funktionen sowie mit Assistenz- und Sekretariatsfunktionen
in Betrieben verschiedener Wirtschaftszweige und Branchen eingesetzt.
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Typische Aufgabengebiete sind die Arbeitsbereiche Bürokommunikation und -koordination, die Textformulierung und Textgestaltung, das bereichsbezogene Peronal- und Rechnungswesen sowie die Sachbearbeitung in den jeweiligen Einsatzbereichen. |
Die Aufgaben sollen selbständig durchgeführt werden.
Der/Die KfB soll daher betriebliche Zusammenhänge erkennen, Arbeitsabläufe überblicken
und die Auswirkungen der Tätigkeiten auf andere Funktionsbereiche beurteilen können.
Für die Wahrnehmung der Aufgaben des/der KfB sind sowohl eine breite kaufmännischen
Fachkompetenz, als auch eine sichere Handhabung moderner Bürokommunikationstechniken und
schreibtechnische Qualifikation erforderlich.
Die Aufgaben erfordern sprachliche Kompetenz und Ausdrucksvermögen,
Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit. Daneben ist das Denken in Zusammenhängen,
Flexibilität, Genauigkeit und Verantwortungsbewußtsein ebenso wichtig, wie
kundenorientiertes Verhalten und die Fähigkeit zur Mitwirkung an einer
wirtschaftlichen, humanen und ökologischenGestaltung der betrieblichen Arbeit.
Dieser Beruf hat gemeinsame Ausbildungsinhalte mit dem Ausbildungsberuf
Bürokaufmann/Bürokauffrau. Die Berufsqualifikation beider Berufe ist gleichwertig und
ermöglicht den Zugang zu verschiedenen kaufmännischen Fortbildunglehrgängen.
Neue Entwicklung
im Bildungsgang Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation
Modellprojekt Zusatzqualifikation
Telekommunikation
Die sich rasch ändernden Gegebenheiten in Bezug auf die Ausweitung des
Dienstleistungsangebotes, neue innovative Produkte für einen expandierenden Markt
(Mobilfunk, Internet), Kundenberatung und zeitgemäße Vertriebsstrukturen müssen
auch durch neue, erweiterte Unterrichtsinhalte in der Berufsausbildung unterstützt
werden.
So strebten große Unternehmen der Telekommunikations-Branche zunächst die Einrichtung
eines neuen Ausbildungsberufes, den des Telekommunikationskaufmanns, an.
Nachdem dies aber nicht realisierbar war, wurde in Kooperation mit dem
Max-Weber-Berufskolleg in Düsseldorf, ein Modellversuch für eine Zusatzqualifikation
Telekommunikation gestartet.
Da auch namhafte Ausbildungsbetriebe des
Konrad-Klepping-Berufskollegs großes Interesse an einer solchen zusätzlichen
Qualifikation äußerten (Deutsche Telekom AG, Mannesmann Mobilfunk GmbH), richteten wir
erstmalig im Schuljahr 1999/2000 eine solche Zusatzausbildung als Modellprojekt ein.
In einem Vereinbarungsprozess zwischen den Ausbildungsbetrieben, der Industrie- und
Handelskammer zu Dormund und dem Konrad-Klepping-Berufskolleg, mussten zunächst die
Rahmenbedingungen für die erweiterten Anforderungen geschaffen werden.
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Hierzu zählen
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die Veränderung der Prüfungsordnung (zusätzliche Prüfung in Fachkenntnissen der
Telekommunikation),
Erarbeitung der Curricula und didaktische Integration der Zusatzqualifikation in
den Fächerkanon des Bildungsganges (kein neues Fach, sondern thematische Erweiterung und
Integration in die vorhandenen Fächer),
Erwerb des IHK-Zertifikates in Englisch (dazu sind mindestens sechs Wochenstunden
Englisch-Unterricht erforderlich),
Anforderungen an die Ausstattung von Fachräumen (hier wurde die Unterstützung der
Ausbildungsbetriebe zugesichert).
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Das Projekt wird zur Zeit in einer Unterstufenklasse mit Blockunterricht erprobt, die ausschließlich für Auszubildende aus der Telekommunikations-Branche gebildet wurde. Die Schüler/innen erhalten durch die Erweiterung der Unterrichtsinhalte insgesamt 36 Wochenstunden Unterricht. Neue curriculare Schwerpunkte sind hier:
| - Grundlagen der
Telekommunikationstechnik, - Recht der Telekommunikation, - Markt und Produktkenntnisse, - kundenorientierte Kommunikation (mündlich/schriftlich), sowie - fachbezogene Englischkenntnisse. |
Der Erwerb von Kenntnissen neuester Informationstechnologie
stellt auch das engagierte Team dieses Bildungsganges vor neue und zusätzliche
Herausforderungen.
Um die ganzheitliche Ausbildung in diesem Projekt zu fördern, wird ein
Arbeitskreis, bestehend aus Lehrer/innen des Berufskollegs und Vertretern der
Ausbildungsbetriebe, gebildet. Aufgabe dieser Gruppe soll die Erarbeitung von Lernaufgaben
bzw. fächerübergreifender Unterrichtsvorhaben sein.
Das Modellprojekt soll einerseits den veränderten Anforderungen auf einem wichtigen
Wachstumsmarkt unserer Wirtschaft gerecht werden, als auch dem Bemühen um eine ständige
qualitative Verbesserung des Bildungsangebotes des Konrad-Klepping-Berufskollegs.