Als von Fugger noch keine Rede war ...

Aus dem Leben Konrad Kleppings

"Kaufmanns des Königs"
strich.gif (391 Byte)

Die Kleppings waren ein ursprünglich aus Lübeck stammendes Patriziergeschlecht, das sich Ende des 13. Jahrhunderts in Dortmund ansiedelte. Leider gerieten Geschäftsdokumente, die uns näheren Aufschluß geben könnten, nur selten aus den privaten Familienakten in die städtischen und staatlichen Archive. Sie überstanden die Jahrhunderte besonders in England, wo wegen der kontinuierlichen Entwicklung und der Insellage Kriegseinwirkungen vergleichsweise gering blieben. Was uns überliefert ist:

Bald darauf muß Konrad Klepping verstorben sein, laut einer Quelle vor Oktober 1354, und vermutlich an der Pest, die damals Europa verheerte. Vielfach führte man dies auf Sünden zurück, zu denen auch die gerade von Dortmundern "erfundenen" Kreditgeschäfte gehörten - wer Zinsen nahm, galt als verdammt.

Außerdem schuf die materielle Not Begehrlichkeiten, die mangels starker Zentralgewalt in Deutschland den Handel zum Erliegen brachten. Nachdem 1388 die Truppen des Grafen von Berg vor den Toren Dortmunds gestanden hatten ("Große Fehde"), war erfolgreicher Handel im europäischen Maßstab speziell den Dortmundern kaum noch möglich. Es sollte 500 Jahre dauern bis sie wieder an die wirtschaftlichen Erfolge des Mittelalters anknüpfen konnten.

prev.gif (2686 Byte)