Kaufleute pflegen, früher wie heute, ihre Geschäfte nur dann offenzulegen, wenn es unbedingt nötig ist. Die meisten der Belege verblieben in den Nachlässen der Familien. So finden sich Dokumente zu den Geschäften der Dortmunder Handelsmänner um Konrad Klepping kaum in den Archiven der Stadt, zumal auch noch während der Auslagerung in der Endphase des Zweiten Weltkrieges Unwiederbringliches verloren ging.

In Dortmund ist fast nichts erhalten: außer diesem
Bericht über die Hanse, der in der Jugendzeit Konrad Kleppings abgefasst wurde. Er
enthält eine Zusammenfassung einer Tagung der Hansekaufleute in Lübeck. Danach waren die
Kollegen aus Dortmund -
(Tremoni) genannt
- beteiligt an Friedensverhandlungen im Baltikum (Riga/Lettland), an Zollverhandlungen
beim norwegischen König und bei der Sicherung der Handelsrechte in Nowgorod, dem
zentralen Kontor für den russischen Markt, und auf dem für Schweden bedeutsamen Gotland.
Bedeutender noch dürfte der Dortmunder Einfluss Mitte des Jahrhunderts gewesen sein. Denn erst damals stieg Dortmund auf der Höhe seiner Macht in der Hanse.