Dortmund zur Zeit Konrad Kleppings

Zwar wurde der hier gezeigte Stadtplan nach einer Stadtansicht des Dortmunder Bürgers und Humanisten Detmar Mulher aus dem Jahre 1610 rekonstruiert, aber allzuweit entfernt vom Stadtbild des 14. Jahrhunderts dürfte er dennoch nicht sein. Denn damals, zur Zeit Kleppings, hatte Dortmund bereits einen Zustand der Bebauung erreicht, der wegen des folgenden wirtschaftlichen Niedergangs für die Jahrhunderte Bestand hatte. Erst mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wurde die Stadt wesentlich erweitert.

Man erkennt den Wallring um die Innenstadt, die Achse des Westen- und Ostenhellwegs und das Pärchen von Marien- und Reinoldikirche im Zentrum. Für unsere Schule ist anscheinend schon der Platz im Grünen unten rechts freigehalten. Die heutige Weißenburger Str. ist als Feldweg parallel zum Bildrand unten sichtbar,Vorläufer der Geschwister-Scholl-Str. sind in Richtung Reinoldinum und Kukelketor erahnbar.

An der gegenüberliegenden Ecke ist das mutmaßliche Zuhause Konrad Kleppings zu suchen. Südlich der Marienkirche, in der sich heute noch die Grabtafeln der Kleppings befinden, stand jedenfalls im 16. Jahrhundert der sogenannte Kleppingshof (etwa dort, wo heute Möwenpick ist).

 

Der erfolgreiche Handel brachte den Dortmunder Wohlstand und Sicherheit. Die Münzen waren im Lande so bekannt wie das Siegel.

Das im 2. Weltkrieg zerstörte Rathaus war das älteste aus Stein in ganz Deutschland.

Konrad Klepping veranlaßte einen Grafen, den Bürgern freies Geleit zu gewähren. Und in der Zeit des erfolgreichen Handels erfolgte der Ausbau der Stadt zur fast uneinnehmbaren Feste.

Die älteste Stadtansicht in der Propsteikirche verdeutlicht das eindrucksvoll. Rechts ist das Stadtor an der Kuckelke/Fritz-Hensler-Haus. In der Mitte der Dreiklang von Reinoldi-, Marien- und Propsteikirche.Der Maler muß also in etwa dort Position bezogen haben, wo heute unsere Schule steht.

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