Endlich ist
das neue Microsoft Windows 2020 auf dem Markt. Nach einer extrem langen
Beta-Phase, um auch wirklich jedem Programmierfehler schon im vorhinein den
Garaus zu machen, konnte man sich nun endlich bei Microsoft, nach langem
Drängen vieler Hardwarehersteller, die sich über die schlechte
Ausnutzung der Peripherien durch die in vielen Computern installierte Windows
2010 SR-2 Software durchringen, den neuesten Windowssprössling auszuliefern.
Es schien so, als wäre dieses ehrgeizige Vorhaben seitens des Monopolisten,
alle möglichen Bugs zu beheben, nun auch endlich gelungen. Man hatte
eben in den 10 Jahren sehr viel Zeit um neue Ideen zu realisieren und eben
die viel beklagten Ausnahmefehler auszumerzen. Hierfür zeichnet Symantec
verantwortlich, die erst kürzlich von Microsoft aufgekauften Hersteller
der legendären Norton-Software. Sie entwickelten eine Routine namens
Auto-Security, die sich nun intelligent bei Problemen einklinkt und
keinen Datenverlust mehr zulässt. Doch das ist nicht die größte
Verbesserung im Vergleich zum Desktop AI, ein intelligentes Programm, das
sich fast von alleine auf den Nutzer zuschneidet, wenn er während der
Installation die wenigen Fragen beantwortet bekommt, die das Programm braucht
um sich individuell auf den User zuzuschneiden. Besonderheit hierbei ist
aber die Sprachsynthese, die den Benutzer immer wieder durch wertvolle Tipps
und Tricks unterstützt. Auch für die Einsteigerfreundlichkeit hat
sich Enormes getan: Die Systemsteuerung kann auf Wunsch komplett entfallen.
Anstelle der vielen Icons erscheint nur noch ein globaler Manager, der den
Laien durch die wunderbare Welt der komplexen Hardware führt und fast
alle Vorgänge alleine bewältigen kann. Hierzu zählen auch
die Hardwarekonflikte, die nun ohne Probleme, geschweige denn durch einen
Systemadministrator wieder gerade gebogen werden müssen. Nichts Besonderes
stellt die nun nicht mehr vorhandene Abwärtskompatibilität zu 16-Bit
Windowsprogrammen dar. Nicht zuletzt war es nicht mehr möglich diese
Funktion aufrecht zu erhalten, weil nun der Taskmanager komplett entfällt
und die Taktgebung individuell für jedes Programm einzeln angewendet
wird. Das ist der einzige Weg nun die neuen Prozessoren von Intel und Co.
komplett anzusprechen, ohne dass viele Ressourcen ungenutzt bleiben. Deswegen
werden nun einige Käufer auch das Fehlen des kompletten DOS beklagen.
Allerdings befindet sich auf den mitgelieferten Datenträgern eine
Emulationssoftware für DOS Programme, die leider nicht mit allen Programmen
verträglich ist, weil es keine Eingabeaufforderung mehr gibt. Außerdem
haftet hier Microsoft nicht für irgendwelche Schäden, weil diese
Software nur ein Abfallprodukt bei der 10jährigen Programmierung war
und ursprünglich für eine direkte Einbindung in Windows gedacht
war. Diese Idee wurde aber durch die oben genannten Gründe schnell
verworfen, hätte sie wohlmöglich noch einige Jahre der Ausreifung
bedurft. Bei der grafischen Oberfläche hat sich nichts weltbewegendes
getan. Immer noch sind 1Mrd. Farben bei Advanced True Color Standard, die
Icone bewegen sich nun, wenn sich der Mauszeiger auf eine dieser
Verknüpfungen bewegt und der Mauszeiger hat eine Prozentanzeige neben
der Sanduhr, die uns sagt, in wie weit der aktuelle Vorgang an dem das
Betriebssystem und der Computer gerade arbeiten, schon abgeschlossen ist.
Auch hat sich nichts an der Uhr geändert, sie zeigt nach wie vor die
aktuelle Zeit und die globale Internetzeit an. In der Zuberhörleiste
haben sich nun die Programme Safe, eine Verschlüsselungssoftware, die
auf PGP basiert, Archiv-Manager, eine Software zum Verwalten von ZIP, ARJ,
LHA, CAB und ZOO, als auch Microsofts Anti-Virus, besser bekannt als Norton
Anti-Virus wird es nun jedem Windows beigelegt, natürlich mit
Internetupdatefunktion und residentem Scanner. Ansonsten werden nun die
Hardware-Modems in Handys besser unterstützt und die UPP (Universal
Peripheral Port), der Nachfolger von USB läuft nun auf Version 3.0,
damit ist nun eine konstante Datenrate von rund 616 GB in der Sekunde unter
allen Umständen gesichert. Um Windows 2020 überhaupt installieren
zu können, wird nun mind. ein Pentium V benötigt. Allerdings ist
dieser nicht empfehlenswert, weil die Bewegung des Mauszeigers zur regelrechten
Diashow ausartet. Deswegen sind ein Pentium der neuen Z-Klasse mit mind.
512 MB RAM, einer ASVGA-Karte (Advanced super video graphics adapter) mit
fähigem Monitor oder einer SLCD (super liquid crystal display) Displaybrille
absolute Pflicht. Nur der von HP entwickelte und seit geraumer Zeit schon
erhältliche 3D-Monitor wird leider immer noch nicht voll unterstützt.
Microsoft hat allerdings schon einen Patch für Anfang März in enger
Zusammenarbeit mit HP angekündigt, da hilft also nur zu hoffen, dass
sich dort wirklich etwas tut, denn die Absatzraten waren nicht so hoch wie
Hewlett Packard erwartet hatte. Am 26. Januar werden auch wir in Deutschland
die Software komplett in Deutsch im Handel beziehen können, wahlweise
auf 2 DVDs mit ausführlichem Online-Handbuch oder auf 3 CDs in der minimalen
Ausstattung ohne Sprachausgabe durch die Windows AI und auch nur als Update.
Microsoft gibt eine UVP von 939 Euro; als Full Retail-Software und 699 Euro;
als Update-Software an. Wir sind schon jetzt gespannt, welche Akzeptanz die
Software durch den günstigen Preis im Hinblick auf die Raubkopiererkrise
der Softwarehersteller in den letzten Jahren erhalten kann. Ein
ausführlicher Test folgt in der nächsten Ausgabe.
© Patrick
Crucq |