Mahnmal Bittermark

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In der Karwoche 1997 trafen wir uns mit der Zeitzeugin Lore Junge, die wir bereits vom Seminar in der Wittbräucke kannten, am Mahnmal in der Bittermark. Wir freuten uns sie wiederzusehen. Mit großer Betroffenheit erzählte sie uns von den Erschießungen, die hier und im Rombergpark im März und April 1945 kurz vor Ende des Krieges durchgeführt wurden, um Widerstandskämpfer und ausländische Zwangsarbeiter zum Schweigen zu bringen. An einige Dortmunder Widerstandskämpfer, die vorwiegend Arbeiter in Dortmunder Stahlwerken und Zechen waren, erinnert sich Lore Junge noch heute, denn sie hatte von ihren Eltern von ihnen gehört bzw. hatte sie durch sie kennengelernt. Unter den ausländischen Zwangsarbeitern waren Franzosen, Russen, Belgier, Holländer, Jugoslawen und Polen. Insgesamt sind etwa 300 Menschen hier und im Rombergpark ermordet worden. Das Mahnmal, das 1960 fertiggestellt worden ist, soll die Erinnerung an die Morde wachhalten. Darüberhinaus soll die Hauptfigur den Gedanken an den Widerstandskampf zum Ausdruck bringen. Alljährlich findet hier am Karfreitag eine Gedenkstunde gemeinsam mit Menschen aus den betroffenen Ländern statt.

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