Geschichtswerkstatt Dortmund e.V.

Im Jahre 1981, während in Dortmund die Vorbereitungen zur 1100-Jahrfeier liefen, kommen einige Leute auf die Idee, ein Dortmunder Lesebuch über- und für die "kleinen Leute" zu schreiben. Im Grunde genommen war das die Geburtsstunde der Geschichtswerkstatt Dortmund e.V., die heute ihren Laden in Hörde in der Wellighofer Str. 44 hat, während sich das Archiv im Turmalinwerg 10 befindet. Dort haben wir in Dokumenten ganz wichtige Informationen über Konzentrationslager und Judendeportation bekommen. Insgesamt etwa 2500 Juden aus Dortmund sind in den Konzentrationslagern Riga, Zomosc/Lublin, Theresienstadt, Auschwitz, Weißenfels und Kassel-Bettenhausen ermordet worden. Sammelstellen waren damals der Saal des Lokals "Zur Börse"in der Steinstraße 35, die Turnhalle des Sportvereins "Eintracht" am Rheinlanddamm und eine Gastwirtschaft  in Dortmund-Brackel, die von der Gestapo beschlagnahmt wurde. In Viehwagen wurden die Menschen vom Südbahnhof bzw. vom Güterbahnhof in den Tod geschickt.
Im  Laden der Geschichtswerkstatt finden immer wieder Treffen in kleiner Runde zum Thema "Faschismus in Dortmund" statt, zu denen auch Zeitzeugen eingeladen werden. Interessant sind auch die Radtouren durch Dortmund, bei denen historische Orte aus der Zeit des Nationalsozialismus besucht werden.
Zwei Bücher von der Geschichtswerkstatt möchten wir hier besonders erwähnen:

Hans Müller, "Wir haben verziehen aber nicht vergessen..."- Das KZ-Außenlager Buchenwald in Dortmund, Oktober 1994

Geschichtswerkstatt Dortmund (Hrsg.), Wenn ein Haus erzählen könnte - 90 Jahre Haus Wittbräucke, Dortmund 1997

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