Unser Haus des Lernens

Unsere Schule soll ein Ort sein, an dem jeder willkommen ist. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Anforderungen, die eine multikulturelle Gesellschaft an Schule stellt, gemeinsam zu erfüllen: Unser Haus des Lernens soll ein Haus des Zusammenlebens sein, eine Schule ohne Rassismus.

Wir dulden keine Ausgrenzung von Minderheiten, weil dadurch "das friedliche und demokratische Miteinander im Alltag"1 ] zerstört wird. Im Gegenteil: Wir wollen ein Haus des Lernens, in dem die, die in ihm leben, von "der Solidarität der Gemeinschaft"2 ] getragen werden. Wir wollen eine antirassistische Schule, die das Selbstwertgefühl jedes einzelnen stärkt, egal welche soziale oder kulturelle Herkunft er hat. Wir wollen Integration statt Ausgrenzung und denken, dass das "Zusammenleben in einer multikulturellen Schule und in einer dauerhaft multikulturellen Gesellschaft eine durchgängig interkulturelle Erziehung in allen Schulstufen und Bildungsgängen" 3erfordert.

Mit unserem Beitrag "Damit kein Gras darüber wächst ..." wollen wir einerseits die Zeit des Nationalsozialismus wachhalten, damit es nicht zu Wiederholungen kommt, andererseits unsere eigene "gebrochene Identität" 4 ] überwinden.


Schule ohne Rassismus - Was ist das ?

Die Idee entstand 1988 in Belgien und gelangte im August 1995 über die Niederlande nach Deutschland. Das Projekt ist eine Jugendinitiative und setzt in der Schule an, da hier viele zum ersten Mal mit Minderheiten in Berührung kommen, und weil hier die Einstellung noch beeinflusst werden kann. Dieses Projekt soll die SchülerInnen von heute auf morgen vorbereiten, damit eine freundlichere Gesellschaft geschaffen wird, die Minderheiten nicht ausgrenzt.

Wie wird man "Schule ohne Rassismus"?

Es gibt zwei Bedingungen. Erstens müssen sich die SchülerInnen mit dem Thema Rassismus in Art von Projekttagen beschäftigen. Danach muss eine Abstimmung an der Schule stattfinden, bei der mindestens 70% aller SchülerInnen, LehrerInnnen und MitarbeiterInnen unterschreiben. Wenn diese Bedingungen erfüllt wurden, kann der Schirmherr/die Schirmherrin, an der Max-Born-Realschule ist es Gabriella Wollenhaupt, das Schild "Schule ohne Rassismus" verleihen. Durch das besondere Engagement der damaligen SV wurde die MBR am 29. Februar 1996 zur "Schule ohne Rassismus".


1) Denkschrift Zukunft der Bildung, XVII

2) Denkschrift Zukunft der Bildung, S. 122

3) Denkschrift Zukunft der Bildung, XVI

4) Ignaz Bubis in: Frankfurter Rundschau, 29.04.1997


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