Als ich mir am Abend
vor dem Unterricht die Erde aus dem Garten geholt hatte,
wußte ich kaum etwas darüber, was ich am nächsten Tag
damit machen sollte. Klar, es war mir schon bekannt, dass
es Skulpturen werden sollten. Doch wenn man zuvor kaum
mit Erde zu tun hatte und auch vom Modellieren keine
Ahnung hat, ist es schwierig, seine künstlerischen
Gedanken in die Tat umzusetzen. Nach kurzer theoretischer
Anleitung fing ich also an, die Erde anzufeuchten
und begann eine Kugel zuformen. Dies gestaltete sich
anfangs schwierig, da die Erde sehr steinig war und auch
nicht die nötige Geschmeidigkeit aufwies. Doch nach
einigem Hin und Her kriegte ich es hin und aus der Kugel
wurde schließlich mehr und mehr ein Gesicht. Somit bekam
ich endlich einen Einblick ins Modellieren mit Erde und
habe dabei die Erfahrung gemacht, dass man aus Erde ganz
schnell eine Skulptur mit menschlichen Zügen formen
kann, welche eine Menge Spuren aus der grauenvollen
Zeit des Nationalsozialismus aufweist.
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