Antirassismustag 2007

Logo: at MBR

„Diakonie“


Diakonie ist die Hilfsorganisation der evangelischen Kirche. Diakonie ist für alle Menschen da. Sie nimmt sich der Menschen in leiblicher Not, seelischer Bedrängnis und in sozial ungerechten Verhältnissen an und richtet sich an Nahe und Ferne, an Christen und Nichtchristen. Sie bietet außerdem auch besondere Migrationsfachdienste an. Unter dem Leitspruch "Kein Mensch darf verloren gehen" stellte die Hilfsorganisation der evangelischen Kirche ihre Perspektiven, die auch Aussagen zur Migrationspolitik enthalten, zur Bundestagswahl 2005 vor.

Interkulturelle Öffnung

Die Öffnung gesellschaftlicher Einrichtungen und die Qualifizierung ihrer Mitarbeitenden mit dem Ziel, Migrantinnen und Migranten einen gleichwertigen Zugang zu ermöglichen

Ausländer
In Deutschland sich aufhaltende Menschen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.
"Ausländer haben weniger Rechte als "Deutsche" - bei der Ausübung mancher Grundrechte, im Aufenthaltsrecht und im Zusammenleben von Familienangehörigen, beim Zugang zum Arbeitsmarkt und bei der sozialen Sicherung

Parallelgesellschaften
 
Gemeint sind im allgemeinen politischen Sprachgebrauch, sich abschottende ethnische Gruppen, die nur untereinander kommunizieren und sich dem allgemeinen politischen und kulturellen Leben verweigern. Eine solche Abschottung kann auch häufig mit mangelnder Integrationsbereitschaft der Aufnahmegesellschaft zu tun haben

 
R
assismus
 

Rassismus ist ein gesellschaftlicher Prozess, in dem Menschen aufgrund tatsächlicher oder vermeintlicher körperlicher oder kultureller Merkmale negativ bewertet und ausgegrenzt werden. Die Ausgrenzung geschieht durch strukturelle Diskriminierung (zum Beispiel) "Rassengesetze" oder auch rassistischer Gewalt. Rassismus ist die Summe aller Verhaltensweisen, Gesetze, Bestimmungen und Anschauungen, die den Prozess der Hierarchisierung und Ausgrenzung unterstützen und beruht auf ungleichen Machtverhältnissen

Migranten
 

Menschen, die dauerhaft in ein anderes Land ziehen und dort ihre Lebensmitte haben. Man spricht von Zuwanderern, Einwanderern oder Immigranten, bzw. von Auswanderern oder Emigranten. Unter diesen Oberbegriff fallen auch Flüchtlinge und Spätaussiedler

 
Vielfalt

 

Gegenüber dem früher mehr verwendeten Begriff der "multikulturellen Gesellschaft" hat "Vielfalt" den Vorteil, dass neben ethnischer und rassistischer Diskriminierung auch weitere Diskriminierungsmerkmale, wie Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, Geschlecht oder sexuelle Ausrichtung erfasst werden

 
Strukturelle Diskriminierung

 
Um eine mittelbare oder strukturelle Diskriminierung handelt es sich, wenn dem Anschein nach neutrale Vorschriften, Kriterien oder Verfahren bestimmte Personen aufgrund ihrer Rasse oder ethnischen Herkunft, ihrer Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, ihres Alters, des Geschlechts oder ihrer sexuellen Identität in besonderer Weise benachteiligen können

Zuwanderung

Die Anwerbung von damals so genannten "Gastarbeitern" so wie die Aufnahme ihrer nachfolgenden Familienangehörigen und von Flüchtlingen aus aller Welt haben Deutschland zu einem Einwanderungsland gemacht. Darin kommt Deutschlands Stellung in einer vernetzten und globalisierten Welt zum Ausdruck

 
Asyl
 

Der Schutz, den man Flüchtlingen aufgrund internationaler Verpflichtungen gewährt, beispielsweise der Genfer Konvention oder wie in Deutschland dem Artikel 16 des Grundgesetzes

 
I
ntegration
 
Integration ist ein wechselseitiger Prozess zwischen Einwanderern und der Aufnahmegesellschaft. Der deutsche Pass ist im individuellen Integrationsprozess

Menschen mit Migrationshintergrund
 
Zu den Personen mit Migrationshintergrund gehören neben den ausländischen Einwanderern und Flüchtlingen auch die Spätaussiedler und Eingebürgerten sowie jeweils ihre Kinder. Außerdem rechnet das Statistische Bundesamt auch Kinder dazu, bei denen nur ein Elternteil zugewandert oder Ausländer ist. Zusammen sind das in Deutschland 15 Millionen Personen, ein Fünftel der Bevölkerung

Ausländerfeindlichkeit
 

Zur Bezeichnung von Anfeindungen gegenüber Zugewanderten ist der Begriff der Ausländerfeindlichkeit problematisch, weil eine fremde Staatsangehörigkeit nicht das ist, an dem sich die in der Gesellschaft zu beobachtenden negativen Einstellungen und Gewalt festmachen. Ein besser passender Begriff für die gemeinten Anfeindungen ist "Rassismus"

 
Flüchtlinge

 
Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen, weil sie aus politischen, religiösen, sozialen, geschlechtsspezifischen oder ethnischen Gründen verfolgt, inhaftiert, gefoltert  oder misshandelt wurden oder weil in ihrem Heimatland Krieg oder Bürgerkrieg herrscht. Sie suchen in einem anderen Land Schutz vo Verfolgung oder einfach eine Möglichkeit zu überleben. Viele sind als Opfer von Folter und Gewalt traumatisiert. In Deutschland können sie aufgrund der Bestimmungen des Aufenthalts- und des Asylverfahrensgesetzes Aufnahme finden

"Illegale"
 
Kein Mensch ist illegal - daher spricht man besser von "Menschen ohne Aufenthaltspapiere". Es sind Flüchtlinge, die ihre Anerkennung nicht erhalten oder verloren haben und bei der geforderten Ausreise um Leben und Existenz fürchten müssen. Zu den "Papierlosen" gehören auch Arbeitsmigranten, die unter dem Druck extremer Armut in die EU kommen. Diese Personen haben noch weniger Rechte als die übrigen Ausländer. werden sie entdeckt müssen sie mit baldiger Abschiebung rechnen

 
Asylsuchende
 

Menschen, die einen Asylantrag gestellt haben, deren Asylverfahren aber noch nicht abgeschlossen ist.
Sie dürfen ein Jahr nicht arbeiten, müssen in den ihnen zugewiesenen Unterkünften wohnen und erhalten drei Jahre lang abgesenkte Sozialleistungen

Diskriminierung
 

Die Benachteiligung von Menschen aufgrund gruppenspezifischer Merkmale, wie ethnische oder nationale Herkunft, Hautfarbe, Sprache, politische oder  religiöse Überzeugungen, sexuelle Orientierung, Geschlecht, Alter oder Behinderung

Die Klasse 5d hat sich im Politikunterricht zum Antirassismustag mit den vielen Begriffen auseinandergesetzt, die nicht so einfach zu verstehen sind, denen man aber häufig in der Zeitung, in den Nachrichten im Fernsehen und Radio aber auch in Gesprächen begegnet. Sehr hilfreich war da für uns eine kleine Broschüre, die die Diakonie mit dem Verein „Junge Presse Nordrhein-Westfalen e.V“ zum Thema Zuwanderungsgesellschaft herausgegeben hat. In Einzel- oder Partnerarbeit haben die Schüler die Texte übertragen und werden in der nächsten Politikstunde diese dann mit eigenen Worten den Mitschülern erklären.

Heute haben wir in der 2. und 3. Stunde die Blätter zusammengeklebt und an die große Antirassismuswand im Foyer unserer Schule gleich neben die Arbeit der Klasse 6b (Bild unten!)zum Artikel 3 des Grundgesetzes gehängt.
 

In der 2. Pause konnten die Schüler schon mit Freude feststellen, dass ihre Informationen auf großes Interesse stießen.

 Unsere SchülerInnen gestalten Schule mit!|Postmaster|©2007 Max-Born-Realschule