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18. 05.
2001 |
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Die
Bewerbung - Tipps und Informationen rund um deine Karriere
1. Die Initiativbewerbung
Ein Geheimtipp!
Du wendest dich direkt an das oder die Unternehmen deiner Wahl und bewirbst
dich, ohne eine offizielle Stellenausschreibung. Der Vorteil ist, dass die
Konkurrenz kleiner und deine Chancen größer sind, einen Job zu
bekommen. Das muss gut vorbereitet sein. Zunächst fragst du dich, welche
Arbeitgeber in Frage kommen könnten. Für eine solche Liste findet
man die Adressen der Firmen in Fachzeitschriften, in Messe- und Kongresskatalogen
oder auch an Universitäten und nicht zuletzt im Internet (Jobbörsen).
Hast du Firmen gefunden, brauchst du nun weitere Informationen: Du solltest
wissen, welche Schwerpunkte die neue Firma hat, wie die Marktposition ist,
wie viele Mitarbeiter dort arbeiten und wie das Unternehmen strukturiert
ist.
Nach dieser Vorarbeit kannst du die Firmen anrufen und heraus
bekommen,
welche Anforderungen an dich als Bewerber gestellt werden. Nur so kann man
in Erfahrung bringen, ob du überhaupt eine Chance hast. Dabei gibt es
ein Problem: Beim Anrufen musst du dich auf Ablehnungen und Vertröstungen
einstellen. Ideale Zeiten zum Anrufen gibt es nicht, aber auf keine Fall
Montags Vormittags und Freitags Nachmittags. Der Anruf kann immer
genau "falsch" oder "richtig" sein. Wenn du dann endlich zum Personalchef
durchgekommen bist, dann musst du mutig sein. Du musst herausfinden, wie
das Anforderungsprofil für einen guten Bewerber aus der Sicht der Firma
ist. Am besten schreibst du dir vorher mehrere Fragen zum Arbeitsplatz, die
kurz und knapp mit "ja" oder "nein" beantwortet werden können, auf.
Meistens ergibt sich dann ein weiteres Gespräch von selbst und du kannst
alles über deine Chancen im Unternehmen herauskriegen. Denke daran,
der Personalchef muss das Gefühl haben, dass er genau dich braucht.
Zuletzt brauchst du noch den endgültigen Ansprechpartner für deine
schriftliche Bewerbung und du solltest nachfragen, welche weiteren Unterlagen
für eine Bewerbung, speziell für jede Firma erforderlich
sind.
2. Die schriftliche Bewerbung
Wer weiß, auf welche Stelle er oder sie sich bewerben will, hat noch
lange keine Arbeitsstelle: Jetzt geht´s erst richtig los. Denn auf gute
Jobs kommen schon mal 10, 20 und mehr Bewerber. Um so wichtiger ist
natürlich die schriftliche Bewerbung als deine Visitenkarte. Sie hilft,
dass du beim ersten Aussieben nicht durchfällst. In das Schreiben
gehört auf jeden Fall eine vernünftige Begründung, warum
ausgerechnet du diese Stelle einnehmen solltest. Ein tabellarischer Lebenslauf
mit einer möglichst präzisen Darstellung des bisherigen Berufslebens,
angefangen von der Schulausbildung über die Lehre, Praktika,
Zusatzqualifikationen, das Studium, Weiterbildungsmaßnahmen und nicht
zuletzt alle letzten Arbeitgeber, die meist aber nicht sofort namentlich
genannt werden müssen! Umschreibungen der bisherigen Firmen machen es
auch für einen Personalchef spannender und erhöhen für dich
seinen Aufmerksamkeitsgrad. Ein Foto, selbstverständlich vom Fotografen,
gehört zu den Bewerbungsunterlagen. Tipp: Ein ansprechender Lebenslauf
ist ein absolutes Muss für jede Bewerbung.
3. Die Empfehlung
Was besseres kann dir natürlich nicht passieren, wenn du von jemandem
empfohlen wirst. Der neue Arbeitgeber geht auf dich zu, hat von deinen Leistungen
und von deiner Qualifikation gehört. Der Personalchef ist davon
überzeugt, dass nur du an deinem neuen Arbeitsplatz die Firma voran
bringen kannst. Du wirst also abgeworben! Hier sind nicht die so genannten
Headhunter gemeint, die ab dem höheren Management aufwärts, die
Personalabteilungen der großen Firmen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern
behilflich sind. Glaube aber nicht, dass du jetzt nur noch gute Karten hast,
dass deine Gehaltsforderungen ins Uferlose gehen können, denn nun musst
du jeden Tag deine Klasse besonders beweisen. Dass diese Empfehlung ein eher
seltener Fall ist, wirst du wohl wissen.
4. M@il - Bewerbung statt Mappe (Quelle: com-online, 6/2001 - Rainer
Heubeck)
Der erste Eindruck zählt - auch bei einer Bewerbung per e-mail. Wer
nicht schon beim ersten Anlauf scheitern will, sollte die wichtigsten Regeln
kennen!
Volltreffer! Endlich spuckt die Online - Stellenbörse den Traumjob aus.
Schnell bewerben, bevor ein(e) anderer(andere) ihn wegschnappt! Die Bewerbungen
zu schreiben kostet viel Geld sowie auch Zeit : Die Lebensläufe und
Zeugnisse kopieren, die Schnellhefter und Umschläge schnell kaufen,
das Foto organisieren, die Briefmarken besorgen und dann geht erst die Post
raus! Die günstigere Alternative ist die Bewerbung per e-mail. Dabei
sind aber auch Spielregeln zu beachten. "Das allerschlimmste ist das
Anhängen von Attachments, die nicht den gängigen Office - Formaten
entsprechen," klagt Hans-Christoph Kürn vom Recruiting Support Center
der Siemens AG. Pro Monat bekommt er 40% der Bewerbungen per e-mail. Der
Personaler erläutert, worauf es bei den e-mail Bewerbungen ankommt:
"Das entscheidende sind ein aussagekräftiges Anschreiben und ein Lebenslauf
sowie gegebenenfalls die letzten Zeugnisse." Der Vorteil der Bewerbungen
per e-mail ist, die Unternehmer müssen die Bewerberdaten nicht mehr
bearbeiten oder erfassen und können schneller und besser vergleichen.
Wer sich aber online gleich bei mehreren Unternehmen bewerben will, kann
seinen Lebenslauf als anonymes Bewerberprofil in einer Jobbörse hinterlegen.
Nachdem der Bewerber seinen Lebenslauf eingegeben hat, wird sein Profil permanent
mit den Offerten verglichen. Die Unternehmen erhalten aber nur die anonymen
Bewerberdaten. Erst dann, wenn der Personalchef per e-mail zum
Vorstellungsgespräch einlädt, entscheidet der Kandidat, ob er seine
Identität preisgeben will, aber wenn sich doch einmal der eigene
Arbeitgeber melden sollte, hat man trotzdem noch die Möglichkeit zum
Rückzug. Europaweit gibt es etwas mehr als 9000 Unternehmen, die
öfters auf die Datenbank des derzeitigen Marktführers Jobline
zurückgreifen.
(Quelle: com-online, 6/2001 - Roland Metzger - Jobpilot AG)
Dos and Donts
(frei übersetzt: Was und wie man es tut und was man lieber nicht
tut, oder besser lässt)
1. Benutzen sie keine dienstliche e-mail-Adresse. Kostenlose gibt es bei
GMX, Hotmail oder Yahoo.
2. Schicken sie sich jedes Mal eine Kopie an eine e-mail-Adresse und legen
Sie diese in einem Ordner ab.
3. Schicken Sie Ihr Anschreiben immer an eine persönliche
e-mail-Adresse.
4. Seien Sie sorgfältig wie bei einer klassischen Bewerbung. Es gelten
die üblichen Höflichkeitsregeln. Formulieren Sie eine präzise
und vollständigen Bewerbung und schicken Sie eine kurzen Lebenslauf
mit.
5. Nennen Sie die Quelle, Titel und gegebenenfalls die Referenznummer der
Stellenanzeige.
6. Vermeiden Sie Umlaute und "ß", da manche Programme diese Zeichen
nicht entschlüsseln können.
7. Verwenden Sie Attachments nur nach Absprache und mit gängigen
Dateiformaten (maximal ein Megabyte).
8. Lesen Sie vor dem Abschicken nochmals eine ausgedruckte Version Ihres
Anschreibens durch.
9. Haken Sie nach einer Woche ohne Reaktion telefonisch oder per e-mail
nach.
10. Bereiten Sie Ihre schriftlichen Unterlagen so vor, dass Sie diese nachreichen
können.
Buchempfehlung: Dr. Roland Metzger, Christopher Funk, Kerstin Post:
Bewerben im Internet
19,90 DM / Falken
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