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27. 04. 2001
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Merke:
Ein Lächeln und eine offener Blick sind hilfreich, um ein
Vorstellungsgespräch erfolgreich zu überstehen.
Beides spricht für ein sicheres Auftreten und Interesse am
Gesprächspartner. Die Körpersprache entscheidet am meisten über
den Erfolg des Bewerbungsgesprächs mit.
Das Bewerbungsgespräch
Du hast eine Einladung zum Bewerbungsgespräch bekommen. Also war deine
Bewerbung interessant und du hast die erste Tür geöffnet! Dennoch
bleibt das Gespräch der wichtigste Teil. Du musst nachweisen, dass du
den Mund vorher nicht zu voll genommen hast, dass du Kompetenz beweist und
Nachfragen schlüssig erklären kannst. Verschaffe dir dazu alle
wichtigen Informationen über Aktivitäten, Erfolg und die
Unternehmensfilosofie deines zukünftigen Arbeitgebers. Viele Firmen
präsentieren sich bereits im Internet - mit Unternehmensprofilen,
Informationen über Berufschancen und auch Karrierewegen. Auch wenn du
dich nicht um eine Schauspielrolle bewirbst, studiere deine Rolle gründlich
ein. Standardformulierungen bringen dir nichts, die kennt der Personalchef
schon lange, aber übe ruhig einmal Antworten auf kritische Fragen zu
geben. Selbstbewusstsein musst du aber sehr genau dosieren, sonst giltst
du als Querulant und Besserwisser. Entdecke dein eigenes Auftreten vor dem
Spiegel und lasse Familienmitglieder deine Mimik, Gestik oder auch deine
Wirkung auf andere überprüfen. Um deinen Wunschjob zu bekommen,
musst du dich präsentieren. Dazu gehört natürlich eine gute
Vorbereitung auf das Gespräch und die Gesprächspartner. Wichtig
ist auch, wie du äußerlich wirkst. Die Kleiderfrage ist von deinem
Typ abhängig, verkleiden solltest du dich nicht. Die rote Perücke
ist nicht gefragt. Dezent ist besser! Denke daran, du willst den Job haben
und sollst nicht den Personalchef niedermachen. Der Beginn des
Vorstellungsgespräches ist unumstößlich - für dich
jedenfalls. Wer zu spät kommt, hat schon verloren. Zu früh sollte
man aber auch nicht erscheinen.
Endlich ist es soweit:
Du bist im Bewerbungsgespräch. Nach den Höflichkeitsfloskeln am
Anfang ist dein Vortrag zum Thema "Mein Werdegang" fällig. Schwafele
nicht lange herum, damit überzeugst du niemanden. Halte dich allerdings
auch nicht zu sehr zurück, du wirkst sonst kurz angebunden, nüchtern
oder arrogant. Bei Fragen zu deinem Lebenslauf solltest du ehrlich sein:
Die meisten Personalverantwortlichen holen sich Referenzen ein. Die weitere
Unterhaltung bestimmt normalerweise der Personalchef. Er stellt dir häufig
Standardfragen, die sich in jedem guten Anleitungsbuch zum
Vorstellungsgespräch finden. Deine "spontanen" Antworten kannst
du daher von langer Hand planen, aber gewollt witzig darfst du auf keinen
Fall sein. Selbstbewusstes Zuhören ist manchmal auch gefragt. Nur noch
selten wollen Personalchefs wirklich alles wissen und stellen manchmal auch
unerlaubte und unangenehme Fragen. Dann heißt es, zurückhaltend
zu bleiben. Wenn man von dir wissen will, ob du homosexuell oder schwanger
bist, frage nicht, ob das Voraussetzung für den Job ist, aber mache
auch deutlich, dass du ein Recht auf deine Privatsphäre hast. Geht das
Theater weiter, solltest du dir überlegen, ob du dich in Zukunft diesem
Stress aussetzen willst, denn solche Stressinterviews zeugen meist von einer
unangenehmen Unternehmenskultur, und damit wäre dieser Betrieb für
dich falsch. Es dürfen in einem Vorstellungsgespräch nur
arbeitsbezogene Fragen gestellt werden. Bei manchen Themen darfst du
Halbwahrheiten erzählen, bei manchen Fragen musst du offen und ehrlich
sein, ohne vertraulich zu werden. Schwangerschaft und Familienplanung,
gewerkschaftliches Engagement, frühere Krankheiten, Freizeitgestaltung,
private Vermögensverhältnisse, Vorstrafen und allgemeine politische
Meinungen darfst und sollst du je nach Situation beantworten. Aber auch
nur dann, wenn die Antworten konkret für die ausgeschriebene Stelle eine
Rolle spielen. Erkundige dich jedoch nicht als erstes nach dem Urlaubsgeld
oder der Freizeitregelung. Gern gesehen sind Fragen nach der Zukunft des
Unternehmens oder Interesse an Unternehmensstrategien. |
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