Max-Born-Realschule hilft Arbeitslosen     

  
 

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05. 07. 2001  
   

 

DEMOKRATISCH HANDELN
Ein Förderprogramm für Jugend und Schule

Geschäftsstelle:
Lehrstuhl für Schulpädagogik
und Schulentwicklung
Friedrich-Schiller-Universität
Löbstedter Str. 67
07749 Jena

 
Jena, 3. Juli 2001

FSU Jena. lfE. Gesch.-stelle Demokr. Hand., Löbstedter Str. 67, 07749 Jena
 
Max-Born-Realschule
Herr Udo R. Pfeifer
Grüningsweg 42
44319 Dortmund


  
Sehr geehrter Herr Pfeifer,
 
durch einen Artikel in den Ruhr-Nachrichten vom 15. Mai 2001 sind wir auf das außergewöhnliche Projekt "Schüler helfen Arbeitslosen" aufmerksam geworden, in dessen Rahmen Jugendliche die Rolle von Lehrenden übernehmen. Die Vermittlung von Computerkenntnissen an arbeitslose Erwachsene ist dabei weit mehr als nützliche Wissensvermittlung, sondern beeinflusst zweifellos auch die Persönlichkeitsentwicklung der beteiligten Schülerinnen und Schüler nachhaltig positiv.
 
Da wir uns für Projekte interessieren, die sich mit Schule und Schulleben, aber auch mit Freizeitaktivitäten Jugendlicher beschäftigen, möchten wir Ihnen im Folgenden das Förderprogramm DEMOKRATISCH HANDELN kurz vorstellen. Weitere Informationen finden Sie in den beiliegenden Materialien.
 
Das Förderprogramm DEMOKRATISCH HANDELN ist eine gemeinsame und bürgerschaftliche Initiative der THEODOR-HEUSS-STIFTUNG und der AKADEMIE FÜR BILDUNGSREFORM. Finanzielle Unterstützung erhält es im Wesentlichen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Das Förderprogramm wird am Institut für Erziehungswissenschaften der Friedrich-Schiller-Universität Jena koordiniert.
 
Eine der Grundideen unseres Förderprogramms liegt darin, demokratisches Selbstverständnis und soziales Engagement von Schülerinnen und Schülern aufzusuchen und anzuerkennen. Ziel ist, zur Verbesserung der demokratischen Erziehung und der politischen Bildung in Schule und Jugendarbeit beizutragen. In einer alljährlich stattfindenden Ausschreibung fordern wir daher Schulen aller Schulformen, freie Initiativen, Jugendliche, Schüler, Lehrer und Eltern etc. aus dem gesamten Bundesgebiet dazu auf, ihre Ideen und Projekte vorzustellen. Interessiert sind wir an allen Projekten und Initiativen, die von der Vorstellung einer demokratisch-öffentlichen Kultur der Schule im weitesten Sinne getragen werden. Es geht hierbei also nicht allein um den unmittelbar politischen oder staatsbürgerlichen Bereich, sondern vielmehr um 'Demokratie im Kleinen', um das Sich-Einmischen in aktuelle Themen, um demokratischen Umgang miteinander und um engagiertes Handeln im Schulbereich und darüber hinaus. Das Spektrum ist daher sehr groß; es kann Themen wie Ökologie, Minderheiten, die Erforschung von Geschichte, Gewalt, Beschäftigung mit der Schulverfassung - um nur einige zu nennen - umfassen und kann in verschiedensten Formen, wie z.B. Jugendparlament, Aufführung von Theater- und Kabarettstücken, soziales Engagement im Stadtbezirk bzw. am Ort, Pflege von Schulpartnerschaften etc. praktiziert werden. Gesucht sind immer auch neue Ideen! Der Einsendeschluss der diesjährigen Ausschreibung ist der 30.11.2001. Im Frühsommer kommenden Jahres werden die von einer Jury auszuwählenden Projekte zur LERNSTATT DEMOKRATIE - einer viertägigen Tagung - eingeladen. Gegenseitiges kennen lernen, eine Ausstellung der prämierten Projekte, Erfahrungsaustausch und Begegnungen mit Personen aus Politik und Öffentlichkeit sowie verschiedene kulturelle Angebote werden der Kern der Veranstaltung sein. Darüber hinaus wird es Möglichkeiten geben, in verschiedenen Workshops selbst gemeinsame Formen demokratischen Handelns auszuprobieren, Ideen zu entwickeln und kreativ zu werden. Wenn Sie sich am Förderprogramm beteiligen wollen, bitten wir Sie darum, in einem Projektbericht folgende Punkte zu berücksichtigen:
 
  • Kurzprofil der Schule oder der Initiative
  • Zielsetzung, Entstehung, Verlauf, Ergebnisse des Projektes
  • Art der Beteiligung von Schülern, Lehrern, Jugendlichen
  • pädagogische Absicht
  • Illustrationen wie beispielsweise eine Fotodokumentation, Erlebnisberichte von beteiligten Schülern und Lehrern oder anderes Material

Vielleicht können Sie die Unterlagen auch an andere Schulen und Einrichtungen weitergeben und so dazu beitragen, dass unser Anliegen und unser Angebot weitergetragen werden. Falls Sie weitere Materialien wünschen oder Rückfragen haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Über eine Beteiligung Ihrer Schule an unserer aktuellen Ausschreibung würden wir uns sehr freuen.
 
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Margit Panke