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Brigitte
Cramer
Ein furchtbarer terroristischer Anschlag auf das World Trade Center in
New York und das Pentagon in Washington hat uns alle er- schüttert. Am
Fernseher konnten wir mitver- folgen, wie zunächst ein Turm des World
Trade Centers brannte, dann ein Flugzeug in den zweiten Turm raste und wie
schließlich die riesigen Gebäude brennend in sich zu-
sammenstürzten und dabei Tausende ver- zweifelter Menschen mit in den
Tod rissen. Fast zeitgleich stürzte ein weiteres Flugzug auf das
Verteidigungsministerium in Washington und zerstörte große Teile
des Pentagon. Wie viele Menschen in den Trüm- mern unendlichen Ausmaßes
ihr Leben ver- loren, kann auch heute, am 2. Tag nach der Katastrophe, niemand
sagen. Stumm vor Entsetzen und voller Trauer denken wir an die Opfer und
ihre Angehörigen und bekun- den unsere Solidarität mit dem
amerikani- schen
Volk. Das Ausmaß dessen, was da geschehen ist, können wir noch
nicht einmal ahnen. Wir spüren allenfalls, dass dieser Anschlag eine
Dimension angenommen hat, die sich niemand vorher hat vorstellen kön-
nen.
Unsere Politiker warnen, dass er nicht nur dem amerikanischen Volk gegolten
hat, sondern als Angriff auf die ganze westliche Welt, auf unsere Freiheit
und die demokrati- sche Kultur gesehen werden muss. Dabei können wir es
nicht fassen, wie die Täter, wie Menschen überhaupt, so hassen
können und wohin sie ein blinder Fanatismus geführt hat. Als
Schulgemeinde sind wir voller Trauer und fühlen uns hilflos angesichts
des töd- lichen Hasses. Schon die Bibel berichtet im Alten Testament von
diesem Hass, der Men- schen vernichtet. Dort heißt es, dass Kain seinen
Bruder Abel erschlägt. Als Hasser war er nicht bereit, seinen Bruder
zu akzep- tieren, und wurde so zum Mörder. Auf die Frage Gottes: Wo ist
dein Bruder Abel? antwortet Kain trotzig: Soll ich meines Bru- ders Hüter
sein? Er begriff nicht, dass das gerade die Aufgabe ist, die Gott uns
Men- schen
übertragen hat, nämlich Hüter unse- res Bruders zu sein. Ja,
wir sind verantwort- lich füreinander! Nie dürfen wir aufhören,
den Hass in uns und in der Welt zu bekämpfen. Immer wieder sind wir
aufgerufen Toleranz gegeneinander zu üben und Respekt vor- einander zu
lernen. Das gilt überall, nicht nur in unseren Familien, auch in unserer
Schul- gemeinschaft, in unserer Stadt und in unse- rem Land. Nur so kann ein
erfülltes Leben miteinander gelingen. Hilde Domin schreibt in ihrem
Gedicht "Abel steh auf" von dem tödli- chen Hass von der Angst, aber auch
von der Möglichkeit eines Lebens in gegenseitiger Verantwortung.
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Wolfgang
Kunz
Liebe Schülerinnen und Schüler,
über den Terrorkrieg gegen Amerika sind wir alle im Augenblick tief
erschüttert. Das Ent-- setzen und die tiefe Trauer über diese
Tragö- die sind weltweit sehr groß.
Der 11. September 2001 wird als Schwarzer Tag in die Geschichte eingehen.
Die Bilder aus New York und Washington kann man nicht mehr aus dem
Gedächtnis löschen.
Ich hoffe, dass in den nächsten Tagen, Wo- chen und Monaten nicht Gewalt
und Vergel- tung die Politik bestimmen, sondern die Su- che nach Frieden und
politischen Lösungen.
Dem internationalen Terrorismus muss der Kampf angesagt sein, die Täter
sind einer ge- rechten Strafe zuzuführen.
Als Zeichen der Solidarität mit den amerika- nischen Bürgern und
den Angehörigen der vermutlich tausenden Toten und Opfern des
Terroranschlags
bitte ich um eine Gedenkminute!
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