11. September 2001

 

13. September 2001
 
Im Schulzentrum in Dortmund Asseln in dem sich das
Immanuel Kant-Gymnasium und die Max-Born-Realschule
befinden, haben wir uns heute in Erinnerung und in aller uns
möglichen Betroffenheit in der Aula versammelt, um an den
11. September 2001 zu denken und eine Schweigeminute
einzulegen.
Wir haben der Schulleiterin der
Max-Born-Realschule Frau Brigitte Cramer
und dem Schulleiter des
Immanuel-Kant-Gymnasiums Herrn Wolfgang Kunz
gerne zugehört und uns ihren Aussagen angeschlossen:


 

Brigitte Cramer
 
Ein furchtbarer terroristischer Anschlag auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington hat uns alle er- schüttert. Am Fernseher konnten wir mitver- folgen, wie zunächst ein Turm des World Trade Centers brannte, dann ein Flugzeug in den zweiten Turm raste und wie schließlich die riesigen Gebäude brennend in sich zu- sammenstürzten und dabei Tausende ver- zweifelter Menschen mit in den Tod rissen. Fast zeitgleich stürzte ein weiteres Flugzug auf das Verteidigungsministerium in Washington und zerstörte große Teile des Pentagon. Wie viele Menschen in den Trüm- mern unendlichen Ausmaßes ihr Leben ver- loren, kann auch heute, am 2. Tag nach der Katastrophe, niemand sagen. Stumm vor Entsetzen und voller Trauer denken wir an die Opfer und ihre Angehörigen und bekun- den unsere Solidarität mit dem amerikani- schen Volk. Das Ausmaß dessen, was da geschehen ist, können wir noch nicht einmal ahnen. Wir spüren allenfalls, dass dieser Anschlag eine Dimension angenommen hat, die sich niemand vorher hat vorstellen kön- nen. Unsere Politiker warnen, dass er nicht nur dem amerikanischen Volk gegolten hat, sondern als Angriff auf die ganze westliche Welt, auf unsere Freiheit und die demokrati- sche Kultur gesehen werden muss. Dabei können wir es nicht fassen, wie die Täter, wie Menschen überhaupt, so hassen können und wohin sie ein blinder Fanatismus geführt hat. Als Schulgemeinde sind wir voller Trauer und fühlen uns hilflos angesichts des töd- lichen Hasses. Schon die Bibel berichtet im Alten Testament von diesem Hass, der Men- schen vernichtet. Dort heißt es, dass Kain seinen Bruder Abel erschlägt. Als Hasser war er nicht bereit, seinen Bruder zu akzep- tieren, und wurde so zum Mörder. Auf die Frage Gottes: Wo ist dein Bruder Abel? antwortet Kain trotzig: Soll ich meines Bru- ders Hüter sein? Er begriff nicht, dass das gerade die Aufgabe ist, die Gott uns Men- schen übertragen hat, nämlich Hüter unse- res Bruders zu sein. Ja, wir sind verantwort- lich füreinander! Nie dürfen wir aufhören, den Hass in uns und in der Welt zu bekämpfen. Immer wieder sind wir aufgerufen Toleranz gegeneinander zu üben und Respekt vor- einander zu lernen. Das gilt überall, nicht nur in unseren Familien, auch in unserer Schul- gemeinschaft, in unserer Stadt und in unse- rem Land. Nur so kann ein erfülltes Leben miteinander gelingen. Hilde Domin schreibt in ihrem Gedicht "Abel steh auf" von dem tödli- chen Hass von der Angst, aber auch von der Möglichkeit eines Lebens in gegenseitiger Verantwortung.

Wolfgang Kunz
 
Liebe Schülerinnen und Schüler,
über den Terrorkrieg gegen Amerika sind wir alle im Augenblick tief erschüttert. Das Ent-- setzen und die tiefe Trauer über diese Tragö- die sind weltweit sehr groß.
 
Der 11. September 2001 wird als Schwarzer Tag in die Geschichte eingehen. Die Bilder aus New York und Washington kann man nicht mehr aus dem Gedächtnis löschen.
 
Ich hoffe, dass in den nächsten Tagen, Wo- chen und Monaten nicht Gewalt und Vergel- tung die Politik bestimmen, sondern die Su- che nach Frieden und politischen Lösungen.
 
Dem internationalen Terrorismus muss der Kampf angesagt sein, die Täter sind einer ge- rechten Strafe zuzuführen.
 
Als Zeichen der Solidarität mit den amerika- nischen Bürgern und den Angehörigen der vermutlich tausenden Toten und Opfern des Terroranschlags
 
 
bitte ich um eine Gedenkminute!

 
Schülerstimmen:
 
kann ich nicht begreifen, was da passiert ist, schockiert, Angst,
erschreckend, erschrocken, Angst vor Weltkrieg, traurig,
mir tun die Menschen leid, nicht aber die Terroristen,
weil sie es selber wollten, betroffen, ich denke an die
Angehörigen, der Schock, die vielen Toten...


Eine sehr schöne Bilder-Geschichte,
die Mut macht,
wir wollen sie nicht übersetzen!
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