Unser Schülerbetriebspraktikum
 

An unserer Schule wird in der 9. Klasse ein Schülerbetriebspraktikum durchgeführt. Das Praktikum dauerte in diesem Jahr drei Wochen, vom 17. Januar bis zum 05. Februar 2000. In dieser Zeit wurde man ein bis zweimal vom Betreuungslehrer (meist der/dem KlassenlehrerInnen) besucht.

Das Praktikum soll den Schülern einen Einblick in das Berufsleben geben und ihnen die Berufswahl erleichtern. Im Praktikum merken die Schüler, ob der Beruf ihnen liegt oder ob sie doch besser einen anderen Beruf wählen sollten.

Die Schüler wurden in der Schule alle ausreichend auf das Praktikum im Politik- und Deutschunterricht vorbereitet, dafür wurden die Broschüren "Beruf Aktuell" und die "Mach's Richtig Mappe" vom Arbeitsamt verwendet. Die Lehrer halfen uns den richtigen Beruf zu finden, indem wir Fragebögen mit unseren Interessen ausfüllen sollten. Die Schüler erhielten von der Schule eine Fahrkarte, mit der sie kostenlos zum Betrieb fahren konnten.

Am Ende sollten alle Schüler eine Praktikumsmappe anfertigen, darin mussten drei Berichte enthalten sein, sowie verschiedene Einzelheiten zur Praktikumsstelle.
 

Teilnahme am Schülerbetriebspraktikum:

Am Praktikum haben diesmal insgesamt 125 Schüler teilgenommen.

Sie haben Ihr Schülerbetriebspraktikum in folgenden Berufen gemacht:
 

  •  15 SchülerInnen als ArzthelferInnen

  •  15 SchülerInnen als Kaufleute

  •  12 SchülerInnen in der Verwaltung

  •  11 SchülerInnen als ErzieherInnen

  •  10 SchülerInnen als EDV-TechnikerInnen

  •  09 SchülerInnen als AutomechanikerInnen

  •  09 SchülerInnen im Krankenhaus

  •  09 SchülerInnen im Einzelhandel

  •  08 SchülerInnen als Rechtsanwalt/-anwältin

  •  05 SchülerInnen als Tierarzt/-ärztin

  •  04 SchülerInnen als Bankkaufleute

  •  04 SchülerInnen als TechnikerInnen

  •  03 SchülerInnen als GärtnerInnen

  •  02 SchülerInnen als ElektronikerInnen

  •  01 SchülerInnen als EntsorgerInnen

  •  01 SchülerInnen als Hotelkaufmann/-frau

  •  01 SchülerInnen als ElektroinstallateurInnen

  •  01 SchülerInnen als DruckerInnen

  •  01 SchülerInnen als DrogistInnen

  •  01 SchülerInnen in der Apotheke

  •  01 SchülerInnen im Resebüro

  •  01 SchülerInnen als SchauspielerInnen

  •  01 SchülerInnen als PferdewirtInnen

Die Schwerpunkte in diesem Jahrgang lagen im kaufmännischen und sozialen Bereich, nicht im handwerklichem Bereich. Außerdem wurden viele Berufe mit Zukunftsperspektive gewählt, da die Arbeitslosenquote immer höher wird und auch immer mehr Arbeitsplätze von Computern und Maschinen übernommen werden.
 

Meinungen zum Praktikum:
 

Die meisten Schüler fanden, dass das Praktikum besser als Schule war, einige Andere meinten das Praktikum sei langweilig, da sie wenig selber machen durften, da der Betrieb keine Aufgaben für sie hatte oder der Beruf nicht abwechslungsreich war. Viele mussten sechs bis sieben Stunden arbeiten, andere acht Stunden.  Nach dem Praktikum waren sich einige Schüler sicher, dass dieser Beruf genau "der Richtige" für sie ist, andere waren sich sicher, dass dieser Beruf nicht zu Ihnen passt, da sie andere Vorstellungen von diesem Beruf hatten. Sie musste sich neu mit der Berufswahl beschäftigen.

Sandra M. und Sandra H.


 

Ein zweiter Bericht:

Resümee des Betriebspraktikums
aus der Sicht eines Schülers der Max-Born-Realschule, Dortmund

 
Ich war ich in einem großen Ingenieurbüro in Dortmund als Schülerpraktikant in der PR-Abteilung (Öffentlichkeitsarbeit/Werbung).
Ich hätte nicht gedacht, dass ich in nur 3 Wochen soviel lernen kann! Es kam nicht einmal Langeweile auf, meine Aufgaben waren zu 95% immer interessant. Es ist aber auch klar, dass man nicht nur Sachen machen kann, die einem gefallen.
Sicher gab es auch Momente, in denen ich gedacht habe, dass es total öde sei, aber das waren höchstens mal 5 Minuten, denn da musste ich Akten einsortieren oder Prospekte zählen, was ja auch unbedingt mal notwendig ist.
Die restliche Zeit war vollgespickt mit Super-Aufgaben, die in einer Werbeabteilung anfallen, um die sich bestimmt andere reißen würden. Wie z. B. einen Artikel über eine Tombola zu schreiben, die nur einmal im Jahr stattfindet und auch nur unter denen, die einen Verbesserungsvorschlag eingereicht haben, wie die Firma Geld bzw. Zeit sparen kann. Oder Fotos einsortieren von allen Projekten auf der Welt, an denen das Unternehmen beteiligt ist oder war. Oder neue Mitarbeiter in der "Betriebszeitung" vorstellen.
Meine Erwartungen an das Praktikum wurden auf jeden Fall übertroffen! Ich weiß nun, wie es ist, wenn ich die Schule verlasse und den, hoffentlich für mich richtigen, Beruf erlerne. Dieses Praktikum hat mir ein sehr realistisches und zugleich positives Bild von der Berufswelt gegeben und mir ein wenig die Angst vor meinem späteren Berufsweg genommen. Denn ich muss echt sagen, dass ich ein wenig Panik vor dem Tag habe, wenn ich die Schule verlasse und einen Beruf ergreife, den ich mein ganzes Leben lang ausüben soll.
Ich bin jetzt um einige Erfahrungen reicher und habe viel gelernt. Sogar an einem PowerPoint-Kurs durfte ich teilnehmen, der normalerweise richtig viel Geld kostet. Ich denke, soviel Glück hat nicht jeder, dass er einen so guten und interessanten Praktikumsplatz hatte wie ich, denn das war schon ein echter Treffer!

Dominik

 

Mein Arbeitsplatz
 

 

Während der Powerpointschulung
 


Besuch meines Lehrers
 


Mitschreiben bei der Verlosung
 


Die glücklichen Gewinner der Tombola


Resümee eines Schülerbetriebspraktikums
aus der Sicht eines Großunternehmens in Dortmund
 

Lange schon vor dem Beginn eines Schülerpraktikums bereite ich die Zeit gedanklich vor. Ein PC-Anschluss mit E-Mail- und Intranet-Zugang wurde beantragt, damit alle Tätigkeiten realistisch ablaufen. Eigentlich ist es nicht ohne Aufwand, einen Schülerpraktikanten oder eine Praktikantin in so einem großen Unternehmen einzusetzen. Die investierte Zeit darf man (ich habe bis zu 3 Praktikanten pro Jahr und einen Auszubildenden) eigentlich nicht in Summe rechnen. Es ist nämlich ein ständiges "Geben und Nehmen".
Die Aufgaben in dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Werbung (PR) sind sehr vielfältig und interessant, wie Messevorbereitungen, Erstellen von Broschüren, Anzeigen, Kalendern, Weihnachtskarten, Mitarbeiterzeitungen, Vorbereiten von Veranstaltungen, Anzeigenwerbung, etc. - überwiegend gemäß vorgegebenem Corporate Design. Dabei entsteht oftmals ein großer Termindruck. So können hier verschiedene Situationen entstehen, die unterschiedliche Anforderungen voraussetzen. Man muss ganz gezielt die jungen Leute nach ihren Fähigkeiten so einsetzen, dass sie auch verantwortungsbewusst und selbständig wie in einer Ernstsituation eine Aufgabe übernehmen können.
Danach ist dann bestimmt immer noch Zeit, auch mal mit anzupacken, damit nicht so viel Arbeit liegen bleibt, wie es der Praktikant treffend geschildert hat. Denn es sind nicht nur immer die schönen und interessanten Tätigkeiten, die man sich später als Arbeitnehmer aussuchen kann. Bei einer noch so kreativen Beschäftigung lässt sich eintönige Verwaltungsarbeit nicht vermeiden.
Man sollte auch das Berufsleben nicht ganz so rosig demonstrieren, sondern den realistischen Arbeitsalltag mit all seinen positiven und negativen Seiten.
Auch der Umgang mit Mitarbeitern und Vorgesetzten sollte in dieser Zeit nicht anders sein, als sonst.
 
Bei dem Schülerpraktikanten der Max-Born-Realschule war es sehr positiv, dass die Praktikumszeit 3 Wochen dauert, statt nur 2 wie bei den Gymnasiasten. So kann man umfassend das Arbeitsleben demonstrieren und auch viele Tätigkeiten komplett abschließen und somit auch die Endergebnisse präsentieren.
Von Vorteil waren vor allen Dingen seine PC-Kenntnisse, die eigentlich nur noch erweitert wurden. So hat ihm auch ganz besonders der PowerPoint-Kurs noch zusätzlich gefallen. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass ihm die ungewohnt lange Arbeitszeit nicht schwergefallen ist.
Konzentriert und gewissenhaft erfüllte er alle die ihm übertragenen Aufgaben jederzeit zu unserer vollen Zufriedenheit, was auch in dem Praktikumsnachweis (Zeugnis) zu lesen ist.
Anhand seines ausführlichen Betriebspraktikumsberichtes, den er seinem Lehrer aushändigt (das vorgeschriebene Berichtsheft ist für ein Großunternehmen ungeeignet), kann man nachlesen, was er schwerpunktmäßig bearbeitet hat und wie seine jeweilige Sichtweise dazu ist. Einige Arbeitstage und Aufgaben hat er sogar ausführlich beschrieben.
Alles in allem ist das Weitergeben von Informationen von erfahrenen Mitarbeitern an die jungen Menschen bestimmt von großem Vorteil. Diese praktischen Hilfen dienen auch zur Erleichterung der Berufsorientierung. Und welches Unternehmen möchte nicht Mitarbeiter einstellen, die für ihr Leben die richtige Berufswahl getroffen haben und damit besonders zufrieden und motiviert sind.
 
Denn nur motivierte Mitarbeiter sind gute Mitarbeiter!

A. B.
 

Anmerkung des webmasters:
Angestellte schreiben
blau und Chefs schreiben grün!

 

 
Foto: Arbeiter mit Schutzhelm Unsere SchülerInnen gestalten Schule mit!|Postmaster|© Max-Born-Realschule