Berufswahlvorbereitung

Foto: Kieselsteine sind wie ein Mosaik zur Berufswahlvorbereitung
 

Unser Schülerbetriebspraktikum steht seit mehr als 20 Jahren unter einem guten Stern!
 

Im Laufe der Zeit haben wir einen großen Kreis an Firmen, Institutionen und Dienstleistungsbetrieben finden können, der uns in schöner Regelmäßigkeit Praktikumsstellen bereitstellt. Pro Jahr brauchen wir etwa 120 solcher Stellen. Der verwaltungstechnische Aufwand ist sehr groß: Schulverwaltung und Schulaufsicht, Gewerbeaufsicht, Dortmunder Stadtwerke, das Gesundheitsamt und die Schule müssen in einem langen Vorlauf alle praktischen, rechtlichen und organisatorischen Aufgaben gelöst haben, ehe unsere Schüler, meist im Januar, ihr dreiwöchiges Praktikum beginnen können.
 
Aufgaben, Ziele und Inhalte des Schülerpraktikums
Zu einer wesentlichen pädagogischen und unterrichtlichen Aufgabe des 9. Schuljahres gehört die Hinführung der Jugendlichen zur Arbeits-, Berufs- und Wirtschaftswelt mit dem Ziel, diesen Bereich der außerschulischen Wirklichkeit den Schülern verständlich, durchschaubar und als menschliches Bewährungsfeld einsichtig zu machen. Eine Methode, dieses Ziel zu erreichen, stellt das Betriebspraktikum dar, das in seinem pädagogischen Wert durch innerschulische Maßnahmen nicht zu ersetzen ist.
 
Dauer des Schülerpraktikums:

  • Das Praktikum wird als geschlossenes, dreiwöchiges Blockpraktikum geplant und durchgeführt.

Ziele des Schülerpraktikums:
Funktion und Ziel des Schülerpraktikums lassen sich nach den Richtlinien des Kultusministers des Landes NRW im einzelnen folgendermaßen beschreiben:
 

Die jungen Menschen sollen

  1. durch die konkrete Begegnung mit der Arbeits- und Wirtschaftswelt und durch elementare Formen des Tätigseins erste Erfahrungen gewinnen,
  2. auf der Grundlage dieser Erfahrungen und den damit zusammenhängenden Beobachtungen und Informationen zu Erkenntnissen und Einsichten gelangen,
  3. dadurch zu einer kritisch-produktiven Auseinandersetzung mit der Arbeits-, Berufs- und Wirtschaftswelt und zu kritisch-realistischem Denken und Urteilen befähigt werden,
  4. die Gelegenheit erhalten, bereits einmal das soziale Beziehungs- und Spannungsfeld der Arbeitswelt zu erleben.


Inhaltliche Bestimmung des Schülerpraktikums:

Von dieser Zielvorstellung her sind auch Durchführung, Gestaltung und Verlauf des Praktikums zu bestimmen.
 
Die Jugendlichen sollen

  1. grundlegende Berufstätigkeiten ausüben und sich in der Ernstsituation am Arbeitsplatz selbst erproben. Sie können mehrfach während der gesamten Tages- Arbeitszeit in berufstypischen Tätigkeiten eingesetzt werden. Die Schutzbestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes sollten sinngemäß angewendet werden.
    Solche Tätigkeiten könnten beispielsweise sein:
    Einfache Arbeitsvollzüge im Produktionsprozess, Tätigkeiten als "HiIfsverkäuferin" in Geschäften, einfache Ablage, Buchungs- oder Kontrollaufgaben in Büros, Funktionen einer "Krankenpflegerinnen- Hilfe" usw.
  2. durch Wechsel der Einsatzweise innerhalb des Betriebes verschiedene Situationen kennen lernen und mit unterschiedlichen Anforderungen konfrontiert werden,
  3. Gelegenheit und Hilfen erhalten, sich anhand bestimmter, vorgegebener Beobachtungsaufgaben durch Information und Beobachtungen zu orientieren. Einsatz, Verwendung und Auswertung der Beobachtungsaufgaben sollen von den Lehrkräften mit den Betrieben abgestimmt werden.
     

Im Hinblick auf eine Systematisierung und Ordnung der Fülle der Erfahrungen, Informationen und Beobachtungen bieten sich diese Hauptaspekte an:
 
der Aspekt der Berufsorientierung
(Berufswahlsituation der Schüler, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten einiger Berufe, Eignung und Neigung für erste berufliche Anforderungen und Selbstbeurteilung, berufliche Mobilität u. a.),
 
der soziale Aspekt
(Verhältnis von Mitarbeitern und Vorgesetzten im Rahmen der Betriebshierarchie, Kooperation für die Erfüllung des Betriebszweckes, unterschiedliche Sichtweisen und Interessen verschiedener Funktionsträger, Mitwirkungs-, und Vertretungsformen, mögliche soziale Auswirkungen der Rationalisierung u. a.),
 
der funktionale bzw. technologisch- ökonomische Aspekt
(organisatorischer Aufbau nach Abteilungen, Funktionsbereichen bzw. Funktionsträgern, Zusammenwirken der einzelnen Betriebsabteilungen, verschiedene Fertigungsstufen und -verfahren, Formen der Kooperation, Möglichkeiten der Rationalisierung u. a.). Die aufgezeigten Aufgaben, Ziele und Inhalte stellen Leitlinien für eine pädagogisch ertragreiche und wünschenswerte Durchführung und Gestaltung des Schülerpraktikums dar. In diesem Sinne sollten sowohl eine einseitige Demonstration der vorbildlichen Seiten des Betriebes als auch nachteilige, möglicherweise schockierende Einflüsse vermieden werden. Nur ein unmittelbares und der Wirklichkeit entsprechendes Erfahren und Erleben des Arbeits- und Betriebsgeschehens durch den Schüler können die rechten Grundlagen für einen erfolgreichen Praktikumsverlauf schaffen.
 

 
Foto: Arbeiter mit Schutzhelm Unsere SchülerInnen gestalten Schule mit!|Postmaster|© Max-Born-Realschule