Verantwortung übernehmen für die Gestaltung unserer gemeinsamen Zukunft

1992 verabschiedete die Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (Brasilien) ein Aktionsprogramm für alle 178 beteiligten Länder, durch gemeinsame Anstrengungen ökologische und soziale Grundlagen zu schaffen, die ein gesundes und friedliches Leben für alle Menschen des 21. Jahrhunderts ermöglichen sollen. Die Industrieländer haben dabei akzeptiert, dass sie eine besondere Verantwortung für die Gestaltung der gemeinsamen Zukunft tragen. Sie haben sich insbesondere verpflichtet

  • auf Maßnahmen für eine Verbesserung des Klimaschutzes
  • den Erhalt der tropischen Regenwälder
  • den Transfer umweltschonender Technologien und Verhaltensweisen
  • die Beendigung der uneingeschränkten Ressourcenverschwendung
  • den Abbau des Ungleichgewichtes von Arm und Reich.

Die Agenda 21 soll Leitbild einer nachhaltigen Entwicklung für das 21.Jahrhundert sein!
Für die Umsetzung ihrer Leitlinien ist nicht der Staat allein verantwortlich. Eine große Anzahl von Umweltproblemen hat ihren Ursprung im Verhalten jedes einzelnen von uns. Dort müssen daher auch Lösungen gefunden werden.
Kommunalverwaltungen der Unterzeichnerstaaten sollen einen Diskussions- und Beratungsprozess mit der Bevölkerung vor Ort einleiten, um eine lokale Agenda 21

auszuarbeiten.
In Schulen werden Werte und Normen einer Gesellschaft an die nächsten Generationen weitergegeben. Aufgrund dieser Verantwortung können und sollen Schulen eine Vorbildfunktion und Vorreiterrolle bei der Umsetzung neuer wichtiger Leitideen unserer Zukunft einnehmen.
Die zentralen Fragen für unsere Schule lauten damit:
Welche konkreten Mitgestaltungsmöglichkeiten können an unserer Schule initiiert und durchgeführt werden?
Was können Schüler, Eltern, Lehrer und das Verwaltungspersonal tun, um mit gutem Beispiel voranzugehen, um Lebensqualität auch für die kommenden Jahrzehnte zu sichern?
Die Gründung eines Aktionskreises zur konkreten Realisation einer schulischen Agenda 21 wäre in diesem Zusammenhang wünschenswert.
Interessierte Schüler, Eltern, Lehrer und das Betriebspersonal unserer Schule könnten Vorschläge zur Umsetzung machen und konkrete Aktionen planen und durchführen. Ein regelmäßiger Gedankenaustausch über Ideen, Anregungen und Kritik bezüglich ökologisch relevanter Themen würde mit Sicherheit unser aller ökologisches Bewusstsein schärfen!
Mit Beginn dieses Schuljahres 1998/99 nimmt die MBR mit 16 weiteren Dortmunder Schulen an dem kommunalen Projekt Energieeinsparung in städtischen Gebäuden teil. Das Projekt wurde aufgrund eines Ratsbeschlusses der Stadt Dortmund aus dem Jahr 1997 ins Leben gerufen, Energieeinsparungsmaßnahrnen auf kommunaler Ebene einzuleiten. An dem Projekt sind folgende städtische Ämter sowie Aktionsteams der einzelnen Schulen beteiligt:

 

Hochbauamt
Energiemanagement

Umweltamt
Dortmunder Energie und Wasser (DEW)

Schulverwaltungsamt

 
Zentrale Projektgruppe zur Koordination
Aktionsteams der beteiligten Schulen (Lehrer, Schüler, Hausmeister)

Die Arbeit der zu bildenden Aktionsteams soll umfassen:

  1. eine Bestandsaufnahme des tatsächlichen Strom-, Wasser- und Heizungsenergieverbrauchs an ihren Verbrauchsstellen
  2. die Planung und Durchführung eventueller Einsparungsmaßnahmen durch Änderung des Benutzerverhaltens und möglicher baulicher Veränderungen
  3. eine Erfolgskontrolle
  4. das Bemühen um eine langfristige und wirksame Verhaltensänderung der Nutzer.

Für die in den nächsten Wochen beginnende Bestandsaufnahme unseres Energie- und

Wasserverbrauchs wünschen wir uns eine möglichst intensive Unterstützung aller Beteiligten bei der Klärung folgender Fragen:

  1. Wo in unsere Schule wird Energie verschwendet?
  2. Wo findet ein unnötiger Verbrauch von Wasser statt?
  3. Wie können Klassen Einsparungen bei der Beleuchtung, beim Heizen und Lüften ihrer Räume bewirken?
  4. Wie könnte durch eine kontrollierte Nutzung der in Gebrauch befindlichen Elektrogeräte (Fernseher, Videorecorder, OHP Projektoren, Fotokopierer, PCs, Faxgeräte, Kühlschranke Kaffeemaschinen etc.) Energie eingespart werden?

Die von den einzelnen Schulen erbrachten Einsparungen im Strom, Wasser- und Heizenergieverbrauchs sollen als sog. Guthaben der Schule gutgeschrieben werden. Darüber hinaus sollte an jeder Schule über den Einsatz sog. regenerativer Energien wie Solarthermie oder Photovoltaik nachgedacht werden.

 

"Eine Schule kann durch geändertes Nutzerverhalten von SchülerInnen, LehrerInnen und dem Hausmeister, durch Überwachung von Regelungseinrichtungen sowie durch eine optimierte Raumbelegung bis zu 20% ihres Energieverbrauches einsparen, ohne dass hierzu größere Investitionen erforderlich wären. Mit der Energieeinsparung ist nebenbei eine beachtliche Kostenreduktion verbunden, die der Schule zugute kommen sollte. Wichtiger noch als die eingesparten Kilowattstunden ist die Vorbildfunktion des guten Beispiels..." Zitat entnommen aus: K. Reichert u. D. Seifried, Energiesparen in der Schule, Freiburg 1997

 

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