|
|
Achtzehn Jahre sind vergangen - und wir graben immer noch!!!
Wie alles anfing...
|
1988
|
begann die Geschichte des Schulgartens
an der Max-Born-Realschule in Dortmund-Asseln.
Ein Biologie-Schwerpunkt-Kurs legte auf dem nord-westlichen Teil des
Schulgeländes eine Streuobstwiese mit zwanzig Obstbäumen an.
|
1989
|
erhielten die Schüler eine
erste Auszeichnung mit dem "Jugend-Umwelt-Preis" der Stadt Dortmund und zwar
für die Anlage der Obstwiese.
|
1990
|
wurde dann neben der Obstwiese
von einer 7. Klasse die Anlage eines Nutzgartens begonnen. Jedes Jahr kam
durch verschiedene Gruppen etwas dazu: ein Gerätehaus, Terrasse,
Feuerstelle, Kräuterbeete, Zaun, Insektennisthilfen usw.
|
1992
|
wurde wiederum für die Arbeit
und den vorbildlichen Einsatz der Schüler am Schulgarten der
"Jugend-Umwelt-Preis" der Stadt Dortmund an uns vergeben.
|
1994
|
wurde unsere Arbeit auch mit dem
Sonderpreis "WDR-Jugend-Umwelt-Preis
1993" belohnt.
Eine Einladung zu einem Erlebnistag beim WDR nach Köln und ein
Solartaschenradio waren für jeden Schüler eine bleibende Erinnerung
daran.
|
1997
|
baute die Klasse 8d einen neuen
Zaun, pflanzte weitere Bäume und legte einen kleinen Teich an.
Siehe "Projekt
Schulgartenneugestaltung".
|
1998
|
pflanzten die Schüler noch
zwei Hochstammquitten, die uns der "Grüne Kreis" der Stadt Dortmund
gestiftet hat. Wir hoffen auf reiche Ernte für Quittengelee.
|
Unser Schulgarten...
|
|
im Sommer
|
im Herbst
|
ist ca. 3000 qm groß, davon sind
etwa 1000 qm als Nutzgarten und Teichgelände mit einem Zaun abgetrennt.
Die übrigen 2000 qm umfassen eine Streuobstwiese mit Apfel-, Birnen-,
Kirsch-, Zwetschgen- und Quittenbäumen. Am Rand dieser Obstwiese befinden
sich auch noch einige Beerensträucher. In die Wiese haben wir
Hummelnisthilfen eingegraben. In unserem Nutzgarten befinden sich mehrere
Gemüse- und Blumenbeete, eine Kräuterspirale, ein Arzneipflanzenbeet,
ein Gerätehaus, eine überdachte Terrasse mit Sitzgelegenheiten,
eine Feuerstelle, der Teich, Totholzhaufen, eine Trockenmauer und ein
Frühbeet.
R. L., Schüler in der 9b der
MBR
|
im Winter
|
im Frühling
|
Wer arbeitet in unserem
Schulgarten?
In diesem Schuljahr (1997/98)
sind die Klassen 5b, 8a und 9a-d in der Schulgarten-AG vertreten. Sie arbeiten
jedoch nicht alle zusammen, sondern in drei verschiedenen Gruppen. Wir haben
keinen festen Terminplan, wie andere Schulen.
Meistens arbeiten wir am Wochenende, freitags, samstags oder sonntags und
dann zwischen 4-6 Stunden. In den Ferien treffen wir uns auch, vor allem
in den Sommer- und Herbstferien, denn da ist ja die Haupterntezeit. Im Sommer
haben wir auch einen Gießdienst, der auch ernten darf, was reif ist.
Nach getaner Arbeit sitzen wir gerne zusammen an unserer Feuerstelle, essen
Stockbrot, suchen Sternbilder und lassen den Tag im Feuerschein
ausklingen.
M. H., Schüler in der 9a der
MBR
|
Verwertung der Ernte und Finanzierung
unserer Arbeit
Aus der Ernte, die wir, mehr oder weniger,
haben, stellen wir einiges her: z. B. Früchte- und Kräuteressig,
Lavendelsäckchen und Badeöle, Marmeladen und Gelees, Teemischungen
aus getrockneten Kräutern und unsere berühmt-berüchtigte
"Salbei-Salz-Mundspülung". (Siehe "Schulgartenrezeptebuch"!)
Aber wir kochen und essen auch gemeinsam. Die Zutaten der Gerichte stammen
zum größten Teil aus dem Schulgarten, z.B. Porreesuppe,
Kürbispuffer, Holunderküchle usw. Draußen können wir
an einem "Dreibein" über der Feuerstelle kochen oder wir kochen in einem
Raum hinter unserem Biologieraum, den wir uns zu einer kleinen
"Schulgarten-Küche" umgestaltet haben.

Die Preise, die wir 1989 und 1992
erhielten, waren mit jeweils 500 DM dotiert. Davon wurde 1989 ein Aquarium
für den Biologieraum gekauft und bestückt und 1992 das Gerätehaus
mitfinanziert.
|
|
An den Elternsprechtagen verkaufen
wir dann die Sachen, die wir erübrigen können, z.B. Essige und
Marmeladen. Der Erlös dient natürlich der Finanzierung unserer
Schulgartenarbeit, davon können wir Samen, Pflanzen und neue Geräte
kaufen. Manchmal gibt es auch Spenden in Form von Pflanzen, Geräten
oder Zuschüssen aus der "Elternspende" und der
"Asselner
Vereinsgemeinschaft".
K. S.
Schülerin in der 9a der MBR
|
|
Vandalismus...
In unserem Schulgarten haben wir
große Probleme mit Zerstörungen. Neben den vielen kleineren
Beschädigungen, wie z.B. Zertrampeln von Pflanzen, Rausreißen
von Randsteinen, abgerissenes Obst etc., gab es auch größere
Zerstörungen. Im Februar 1992 wurde das Eingangstor aufgebrochen,
Nistkästen von den Bäumen gerissen und eine gerade 14 Tage alte
Pergola umgerissen. Im November 1995 wurde unserer Gerätehaus aufgebrochen.
Manchmal werden ganze Beete zertrampelt.
Diese Zerstörungen sind sicherlich von Kindern und Jugendlichen verursacht,
aber auch einige "nette" Erwachsene bedienen sich an unseren Bäumen,
pflücken unsere Blumen und klauen unsere Zucchinis!!! Ob denen der Kuchen
mit den geklauten Kirschen wirklich schmeckt?
Die bisher errungenen Preise und
Auszeichnungen haben uns Schüler sehr angespornt und manchen Frust durch
Zerstörungen und geplatzte Ernteträume gelindert. Deshalb können
wir sagen:
Trotz allem geben wir nicht
auf und graben und pflanzen weiter ...
|
B. B., Schüler in der 9b der
MBR
|
Der Schulgartenteich, 1997 erbaut,
wurde von Jugendlichen im Januar 2001 zerstört. Abgerissene Zweige,
große Holzblöcke, Schmutz und Steine wurden in den Teich geworfen,
und um den Teich neu zu errichten, fehlt leider das nötige Geld.
Doch wir geben immer noch nicht auf...
|
 |
1998
|
Kleine schöpferische Schulgarten-
Ruhepause.
Der Bestand wurde jedoch weiter gepflegt.
|
1999
|
hatte das Schulzentrum sein
30-jähriges Jubiläum. Es wurden am Tag der "Offenen Tür"
Führungen durch den Schulgarten gemacht und gleichzeitig auch unsere
Produkte verkauft.
|
|
|

|
2000
|
baute die Klasse 7c ein neues
Gerätehaus auf, da das alte zu wenig Platz für die Geräte
bot.
|
|
|

|
2001
|
wurde ein Anlehngewächshaus
von Herrn Stratmann (Fa. Küchen Stratmann, Asseln) gespendet, das im
Frühjahr aufgebaut wird. Am 14.02.2001 haben wir einen Projekttag gehabt.
Wir beschnitten die Bäume und haben versucht, den Schulteich wieder
zu reinigen.
Herr Stratmann aus Asseln spendete uns nochmals etwas. Es war eine alte,
aber noch gut erhaltene Küche, die wir dann aufbauten. Dazu haben uns
die Raumpflegerinnen unserer Schule ihren Sozialraum überlassen, weil
die bisherige Lösung zu klein war. Bevor wir die Schulgartenküche
bekamen, mussten wir nämlich im Hinterzimmer des Biologieraumes unsere
Arbeit verrichten (Marmelade - Gelee - Tee, Essig etc. herstellen).
|
|
|
 
|
2002
|
es grünt so grün!
warten! warten!
bald fertig!
das schmeckt!
wir haben fertig!
Nachdem wir in diesem Schuljahr
wieder viel gegen Vandalismus zu kämpfen hatten,
haben wir uns zum Schuljahresende eine schöne Grillfete gegönnt!
Klasse 8c 2001/02
|
2003
|
Zerstörungen im Schulgarten!!!
Im Schulgarten der zur Zeit von der Klasse 9c geführt wird, sind heftigste Zerstörungen in den letzten Monaten (Halbjahr 2003) vorgefallen.
Am 25. April wurde unser Eingangstor und ein Teil des Holzzaunes im Schulgarten eingetreten.
Darauf folgte am 3. Mai die Zerstörung aller Rhabarberpflanzen durch gewaltsames Platttreten, und außerdem wurde Müll in den Teich geschmissen.
Alle neu gepflanzten Tomatenpflanzen wurden am 16. Mai heraus gerissen. Pflanzen wie Zucchini, Kürbisse etc. , die wir liebevoll im Gewächshaus angezogen hatten wurden aus den Töpfen heraus gerissen.
Zudem folgte am 23. Mai die Zerstörung der Tür von unserem Gerätehaus.
Am 13. Juni geschah das Unfassbare, jemand Anonymes kippte eine Fuhre Schutt und Müll neben den Kirschbäumen in die Obstwiese.
Nur einen Tag später pflückten drei ERWACHSENE unsere Süßkirschen.
Nachdem wir dachten, die Zerstörungen würden nachlassen, trauten wir unseren Augen nicht, als wir die vom Rankgerüst abgerissene Kletterrose auffanden, dieses geschah am 20. Juni. Das Regenwasser, welches wir für die Begießung der Blumen in unserem Schulgarten benutzen, wurde aus den Regentonnen abgelassen.
Das kaum zu glaubende Ereignis geschah am 25. Juni, wieder einmal wurden unsere sämtlichen Tomatenpflanzen herausgerissen. Die restlichen Pflanzen, wie Basilikum, die wir im Gewächshaus hielten, sind aus den Töpfen heraus gerissen worden. Damit war aber nicht genug, wir fanden Müll und Holz in den Regentonnen, und das Wasser wurde wieder abgelassen.
Ein Drittel der Kartoffelpflanzen ist uns gestohlen worden.
Drei Tage später ist uns der Zaun am Teich demoliert worden.
Am 4. Juli pflückten wiederum "nette" Unbekannte unsere Sauerkirschen,
so dass wir keine Sauerkirschmarmelade mehr machen konnten. Freundlicherweise hatten sie uns auch KEINE hingestellt.
UNS REICHT´S!!!
|
2004
|
Nun ist es endlich soweit!

|
Auch der II. Teil des Schulgarten Rezeptebuches ist fertig.
Wie auch der I.
Teil entstand dieses Buch nach 6 Jahren
langer anstrengender Arbeit. Zum
Schluss waren wir nur
noch 5 SchülerInnen (Laura Martel, Katharina Schreck,
Markus Döpking, Martin Wille und Benjamin Iken), die von
Frau Ohnemus,
unserer Schulgartenlehrerin unterstützt
wurden.
Für die Rezepte, sagt Frau Ohnemus, hat sie jahrelang
gesammelt und diese
meist auch selber ausprobiert.
Herr Pfeifer hat uns wieder einmal bei der
Gestaltung
des Rezeptebuches maßgeblich geholfen.
Wir finden, und darauf sind wir stolz, dass diesmal alles
noch viel
professioneller geworden ist, als bei der ersten
Ausgabe des Schulgarten-Rezeptebuches.
|
| |
In den 6 Jahren, in denen wir in der Schulgarten AG waren, haben wir ein
gebrauchtes Gewächshaus geschenkt bekommen, dies blieb nicht sehr lange
heile, wie schon so oft haben irgendwelche unbekannten Personen im
Schulgarten randaliert und vieles zerstört.
Oft kam uns der Gedanke mit der Arbeit aufzuhören, doch er hat sich nie
durchsetzen können, denn sonst wäre dieses Buch nicht entstanden.
Natürlich verkochen wir immer noch Dinge, die wir im Schulgarten ernten.
Manchmal fielen diese Arbeitstage recht lang aus, doch zur Entschädigung
haben wir abends des öfteren am Lagerfeuer gesessen, Geschichten erzählt und
gemeinsam gesungen.
Alles in allem können wir sagen, 6 Jahre Schulgarten AG haben sich gelohnt.
Viel Spaß beim Lesen des Buches und Nachkochen unserer Rezepte!!!
(Im Herbst 2004)

Martin
Laura Markus
Katharina
Benni
Unser Schulgarten hat nun endlich einen hohen Zaun bekommen.
Schön sieht er ja nicht aus, aber vielleicht kann er die Vandalen besser
abhalten.

Schau'n wir mal
|
2006
|
Das war's wohl, der Zaun hat nichts genutzt!

Unser Gerätehaus wurde abgebrannt!
Boden verseucht!
Bäume verbrannt!
Wir haben keine Lust mehr!
|
| |
viele verschiedene SchülerInnen und Renate Ohnemus,
Biologielehrerin an der MBR
|
|
|
...und jetzt graben wir auch nicht mehr!... mehr>>>
|
| |
|
|