Schere blieb unentdeckt
Max-Born-Realschüler machten Journalisten-Dienstreise zum Flughafen

Foto: Die Schülergruppe vor einem Flugzeug der Air Berlin

Zur Inspektion des Dortmunder Flughafens reisten die Max-Born-Realschüler aus Asseln an. Die Nachwuchsreporter führten Interviews und schrieben komplizierte Zahlen und Fakten auf. Die "Sicherheitstruppe" deckte sogar eine Schwachstelle auf.

 
Auf der Startbahn des Flughafens sind die Schülerinnen und Schüler der 8d der Max-Born-Realschule endlich am Ziel.
Sie recherchieren und bitten Gerhard Neuhaus, Leiter der Technischen Anlagen bei DEW, und Oliver Kurtz aus der Marketing-Abteilung der Flughafen GmbH zum Interview.
 

Perfekte Vorbereitung

 
Eines der schwersten Zeitungsflirt-Themen haben sich die 13- und 14-Jährigen mit ihrer Inspektion des Dortmunder Flughafens ausgesucht. Und perfekt vorbereitet, Reportergruppen gegründet, die über die wirtschaftliche Situation am Flughafen, über Sicherheitsbestimmungen, Tourismus und den Wetterdienst recherchieren wollen.
Das Thema Flughafen war nahe liegend: In die Kinderzimmer vieler Max-Born-Realschüler blinkt der Tower; Flugzeuge sind an der Asselner Schule ständig präsent.
Neugierig muss ein Reporter sein. Deshalb nahmen die Schüler gerne zur Probe auf dem Fahrersitz des Panthers, dem Feuerwehr-Koloss, Platz. Schwachstellen muss ein Journalist aufdecken, deshalb freuten sich die Jungs aus der Sicherheitsgruppe, dass eine Schere im Etui beim Durchleuchten der Tornister unentdeckt blieb.
Schreiben muss er überall können, deshalb führten die Nachwuchs-Reporter auch Interviews auf Gepäckbändern und stehend im Bus, der sie über die Start- und Landebahn fuhr.
 

8000 Kilowatt Strom

 
Und notierten aufmerksam, dass die Beleuchtung der Bahn 8000 Kilowatt Strom am Tag verbraucht - den Jahresbedarf eines Vier-Personen-Haushaltes.
Viele Zahlen und komplizierte Fakten schrieben die jungen Zeitungsflirter bei ihrer „Dienstreise" auf ihren Block: Dass die beiden Niedertemperaturkessel in der Energiezentrale, die DEW im Terminal gebaut hat und betreibt, 2400 kW Leistung bringt und ebenso gut 200 Einfamilienhäuser mit Wärme versorgen könnte. Und dass die zwei Verbrennungsmotoren für 1000 kW Leistung sorgen und auch den Notstrombetrieb des Flughafens sicher stellen. Und, dass die Anlage, die im Keller des Flughafens Wärme, Kälte und Elektroenergie erzeugt, eine der anspruchsvollsten Anlagen ist, die DEW bisher gebaut hat.
Die Hausaufgaben haben den Realschülern an diesem Tag besonders viel Spaß gemacht:
Aus Notizzetteln wie in der Redaktion Zeitungsartikel schreiben, Interviews und Reportagen.
Lesen können sie zwei davon auf dieser Seite.   • JG
 

Foto: Die Schülergruppe im Terminal Foto: Die Schülergruppe vor dem Informationsterminal
 
Zeitungsflirt -
das Beste am guten Morgen
Auftakt für Schulprojekt 2004

Mit einem Flirt fängt der Tag gut an. Entsprechend gute Stimmung herrschte gestern Morgen in der gemeinsamen Aula der Max-Born-Realschule und des Immanuel-Kant-Gymnasiums. Mit einem Frühstück eröffneten dort fünf Klassen den "Zeitungsflirt 2004" mit frischen Brötchen, Saft, Käse, Obst und den Ruhr Nachrichten.
 
So könnte die Schule jeden Tag beginnen, meinten die Schüler zwischen Tee und Nutellabrötchen. Die rund 150 Acht- und Neuntklässler hatten sich eine Stärkung wirklich verdient: Alle Wände der großen Gemeinschaftsaula und die Bühne kleideten sie in einer mehrstündigen Aktion mit Zeitungen aus. So entstand ein riesengroßer Zeitungswürfel als Kulisse für den Flirt-Start. "Wir befinden uns im Zentrum des Geschehens", erklärte Max-Born-Schulleiterin Brigitte Cramer die Idee. Denn was könnte besser das aktuelle Geschehen ausdrücken als die Tageszeitung". Foto: 6 SchülerInnen mit Zeitungen zu einer Mütze geformtMit der Zeitung wissen sie bereits eine Menge anzufangen:
 
(von oben) Sebastian Kocks, Kevin Schulte, Laura Heiliger, Nadine Wollburg, Sandra
Brand und Nadine Rimser.
RN-Foto: Valensieck
 
 
In den nächsten sechs Projektwochen wird die Zeitung weit über tausend Dortmunder Schüler der achten bis zehnten Jahrgangsstufe täglich begleiten, denn die RN liefern jedem eine eigene Ausgabe in die Klasse. 48 Schulen machen diesmal mit beim Zeitungsprojekt von Ruhr Nachrichten und DEW.
 
Die tägliche Zeitungslieferung finden die Flirt-Neulinge im Asselner Schulzentrum schon mal "klasse", ansonsten sind sie gespannt, was auf sie zukommt. "Bestimmt müssen wir die Zeitung analysieren" - diese Befürchtung von Jolanda und Izabella teilt noch so mancher Schüler. All diejenigen, die viel trockene Theorie erwarten, wird der "Flirt" in den nächsten Wochen sicher angenehm überraschen: mit spannenden Themen, Aktionen und Ausflügen. In manchen Klassen gibt es ein wöchentliches Zeitungsfrühstück, bei dem Inhalte, Ressorts und Stilmittel diskutiert werden. Andere basteln Mappen für ein Zeitungsarchiv oder Info-Wände zu bestimmten Themen.Foto: Zeitung lesender Schüler Außerdem lädt Projektpartner DEW die Klassen zu interessanten Exkursionen ein, zum Flughafen beispielsweise, zu einer Stadttour mit dem Entstörungsdienst, zum Schultenhof oder in die DEW-Ausbildungswerkstatt.
  
Anschließend wird es erst richtig spannend, denn dann üben sich die Schüler als Nachwuchsredakteure und verarbeiten ihre Eindrücke in Zeitungsartikeln. Dann können sie beim Frühstück ihre eigenen Artikel im RN-Lokalteil lesen. Und lernen, dass nichts so alt ist wie die Zeitung von gestern. Denn auch die schöne Zeitungskulisse landete nach dem Frühstück bereits im Altpapier
...rie
Donnerstag, 03. Februar 2004
 
"Panther" wird von unten bewässert
Flughafenfeuerwehr rüstet mit einem
dritten Feuerwehrauto nach

Die Dortmunder Flughafenfeuerwehr will nachrüsten, indem sie sich noch ein drittes Feuerwehrauto, namens Panther in Kürze zulegt.
Die Investition wird den Flughafen ca. 900.000 Euro kosten. Aber es lohnt sich, da dieses Fahrzeug in das Feuer hineinfahren kann, weil es Spezialglas und Unterboden-Bewässerung hat.
Trotz der gigantischen Größe und des enormem Gewichts schafft der Panther stolze 160 Km/h. Das ermöglicht ein 1000 PS starker Motor.
Die Pumpanlage, für die Löschdüse, genannt Monitor, wird nochmals extra mit einem zweiten Motor be- trieben. Der ist 360 PS stark.
Neben dem Panther hat die Flughafenfeuerwehr noch zwei Bullis und zwei „normale“ Löschzüge.
Der Terminal wird zudem auch extra von der Feuerwehr aus Neuasseln und anderen umliegenden Vororten überwacht.
Alles Gerät ist ständig sofort einsatzbereit, und die Feuerwehr braucht maximal 3 Minuten an jeden Ort des Flughafens.
Doch zum Glück gab es bisher nur Übungen.
Der Ernstfall ist "Gott-sei-Dank" auch noch nicht eingetreten.
 
Patrick Resch Klasse 8d der Max-Born-Realschule
 
Fotos: Vier Schüler vor dem Feuerwehrfahrzeug des Flughafens
Von links nach rechts stehen hier vor einem
"normalen Löschzug" Sebastian Boryczko,
Florian Vielhauer, Kevin Schulte und
Patrick Resch.
 
Ruhr Nachrichten Dortmund, 08. April 2004
 
UNSERE SICHERHEIT IST IHR JOB

3500 Sprinkleranlagen unter den Decken des  Dortmunder Flughafens. Das ist schon eine ganze Menge, aber es ist nur ein kleiner Teil der Sicherheit im Flughafen.
„Nach den Anschlägen im Ausland sind die Sicherheits-
Vorkehrungen sehr gestiegen“, sagte Gerhard Neuhaus, der für die Technische Leitung verantwortlich ist.
Der Flughafen ist auf alles vorbereitet, wie z.B. bei einem Stromausfall wird der Notstrom über Bleiakkus gestartet. Es ist alles verbessert, da es ja Computer gibt, die fast alles überwachen.
Dies ist ein großer Sicherheitsvorteil. Jedes Jahr wird für den Ernstfall geübt: da wird geprüft, ob z.B. auch die Fahrstühle in die rauchfreien Zonen fahren.
Wenn jemand ein Flugzeug entführen wollte, müsste er erst durch die Sicherheitstore, die Metall und andere Metallgegenstände, wie Scheren usw. aufspüren.
Das Handgepäck und der Tascheninhalt werden mit dem EDAS, das ist das Sicherheitssystem, durchleuchtet. Da kann man sehr genau sehen, was in den Taschen ist.
Viele haben sich sicherlich schon mal gefragt, was mit verdächtigen Personen passiert? Diese werden herausgeführt und dann von Beamten durchsucht.
Leute, die zu uns ins Land wollen, werden am Zoll befragt und müssen ihre Papiere vorzeigen. Wenn jemand versuchen sollte, etwas über die Grenze zu schmuggeln, gibt es am Flughafen von Dortmund Hunde, die z.B. Drogen aufspüren können.
Natürlich darf die Feuerwehr an so einen Ort nicht fehlen. Wir bedanken uns bei Herrn Bernas Alfred für seine Geduld bei der Beantwortung all unserer Fragen!
Kevin Schulte
Max-Born-Realschule, Klasse 8d
 
Krise beim BVB nach Sieg vom 31.3.2004
in Wolfsburg beendet?

Nach dem unentschiedenen Revierderby gegen Schalke 04 dachte jeder, dass es mit dem BVB nun ganz bergab geht.
Von überall kam Druck auf die Mannschaft zu. Das nächste Spiel musste gewonnen werden.
Dann fehlte auch noch Spielmacher Tomas Rosicky.
Gegen Vfl Wolfsburg protestierten die Fans schon durch einen leeren Fanblock in den ersten Minuten. Als dann in der 36. Minute das 1:0 für den Vfl Wolfsburg von Petrov geschossen wurde, dachte jeder, dass das XXL-Plakat "Versager" von den Fans berechtigt war.
Dass die Borussen das Spiel am Ende dann doch noch mit 4:2 gewonnen haben, hätte niemand gedacht.
 
Ruhiger Warmuz
 
Fans spekulieren darauf, dass es der neue Torwart,
Guillaume Warmuz ist, der viel Ruhe ins Spiel bringt,
indem er sehr sicher im Tor ist. Andere denken, dass der Druck von den Fans eine große Rolle spielen könnte.
Matthias Sammer ist der Meinung, dass sie auch mal Risiko eingehen und einfach mal aufs Tor schießen müssen, anstatt nur hin und her zu spielen.
Die BVB-Fans sind sich einig, dass die Dortmunder auch bei Rückstand kämpfen müssen und sich nicht hängen
lassen dürfen.
Am Sonntag gegen 1860 München wird es sich beweisen, ob sich die Situation ab jetzt ändert und es langsam wieder bergauf geht oder der Sieg eine einmalige Sache war.
 
Jennifer Pihl, Klasse 8D, Max-Born Realschule
 
Ruhr Nachrichten Dortmund, 08. April 2004
 
Was macht eigentlich der Tierschutz- Verein
Groß-Dortmund e.V.?

Ein Besuch bei dem Tierschutz Dortmund in der Kleppingstr. 37 sollte uns diese Frage beantworten.
 
Es gibt bekanntlich häufig Probleme zwischen Mensch und Tier. Doch dann stehen Frau Erika Scheffer (1. Vorsitzende) und Frau Karola Gaidies (Sekretärin und Hundeausbilderin) des Tierschutz- Vereins, der eine Gemeinschaft mit dem Natur- und Katzenvereins bildet, zur Verfügung.
Er hat ca. 5-10 Fälle pro Woche, wo sich z.B. Personen über andere Tierhalter beschweren, dass sie die Tiere nicht artgerecht behandeln. Entweder fahren Frau Scheffer und Frau Gaidies persönlich hin oder sie schicken Inspektoren, die den Fall prüfen und sich dann darum kümmern. Im schlimmsten Fall kommen die Tiere ins Tierheim. Wenn Tiere vermisst werden, können die Besitzer eine Anzeige aufgeben, damit Plakate am Schaufenster ausgehangen werden, damit sich Menschen, die die Tiere gesehen haben, melden können. Haben Tiere keinen Besitzer mehr, oder wollen Besitzer ihr Tier nicht mehr haben, können sie über den Tierschutz in liebevolle Hände weitervermittelt werden. Haben die Leute jedoch schon ein Tier und wollen in den Urlaub fahren, können sie sich an den Tierschutz wenden und die Tiere dort artgerecht betreuen lassen.
Bei diesen und anderen Problemen beraten sie Frau Scheffer oder Frau Gaidies.
Bei großem Interesse kann man spenden oder Mitglied im Tierschutz-Verein werden.
 
Jennifer Pihl, Stephanie Voß
 
Max-Born-Realschule Klasse 8d
 
Tierschutz Arche 90

3100 Fälle jedes Jahr.
 
Dies ist eine erschreckende Bilanz, aber der Alltag für die Leute von der Arche 90.
150 Leute arbeiten in ihrer Freizeit für die Arche 90,  davon weit über die Hälfte Frauen. In diesem Bereich sind die Männer nicht so sehr engagiert.
Am 5. Januar 1990 wurde die Arche wegen der Mängel im Tierschutz gegründet, das heißt: Tiere wurden sehr häufig ausgesetzt oder von ihren Besitzern misshandelt. Heute gehört die Arche mit zu den führenden Tierschutzverbänden im Raum NRW.
„Spinnen Alarm!“ so hieß der letzte Einsatz vom Team der Arche, wo ein Mann zwischen vielen Vogelspinnen starb. Aber die Arche schaltet sich nicht nur bei exotischen Tieren, sondern auch bei heimischen Tieren wie Hunden und Katzen ein. Die Arche ist in der Sommer- zeit am häufigsten auf Achse, weil in der Ferienzeit die meisten Tiere ausgesetzt werden. Hier sind Hunde die Hauptbetroffenen, weil sie sehr „unpraktisch“ sind, wenn man in ein Hotel fahren will, in dem keine Hunde erlaubt sind. Diese Tiere werden vom Team der Arche von Autobahnrastplätzen oder Einkaufszentren usw. gerettet und mitgenommen. Die Tiere werden dann in privaten Pflegestellen untergebracht, das heißt z.B. auch bei den Mitarbeitern. Jährlich gibt die Arche mehrere Tausend Euro für die Tiere und die Organisation aus, davon alleine 12000 Euro nur für den Tierarzt. Das gespendete Geld geht alleine in die Pflege und Unterkunft der Tiere ein.
 
Patrick Resch und Kevin Schulte
 
Max-Born-Realschule Klasse 8d

Banner: Ruhr Nachrichten
 
Fußball aufs Glatteis gelegt

Nachrichten aus dem Dortmunder Jugendfußball.
 
Trotz Schnee und Eis, dass Training geht weiter. Im Kreis 11des Dortmunder Jugendfußball wurde in den letzten Wochen viel gerodelt. Anstelle von Training und Spiel, gab es Lauftraining oder gar kein Training. Dies stieß auf geteilte Meinungen, für die Trainer war es eine passende Gelegenheit die Kondition der Mannschaft zu stärken, für die Spieler war es eine nicht so schöne Situation. In der Bezirksliga, Sonderklasse, 1. und 2. Kreisklasse wurde kein Spiel mehr vom 26.02.04 ausgetragen, weil der Platz verschneit und gefroren war. Trotz sichtbarer Wieder-Bespielbarkeit war der Platz noch von unten gefroren und hätte, wenn gespielt worden wäre, zu Schäden des Platzes geführt. Aus diesem Grund wurden die Spiele abgesagt und werden zum Glück nachgeholt. Hoffen wir mal, dass es jetzt nicht wieder schneit.
 
Danny York und Sebastian Bals, 8d Max-Born-Realschule
 
Was macht eigentlich ... ein Bestatter?

Das haben Sie sich bestimmt auch schon mal gefragt!
Als wir zum Bestattungshaus Weber (Do- Brackel) gefahren sind, haben wir uns düstere Räumlichkeiten und einem griesgrämigen Bestatter vorgestellt.
Doch uns überraschte genau das Gegenteil: freundliches Ambiente und der nette Torsten Hölscher.
Er beantwortete uns bereitwillig unsere vorbereiteten Fragen. Er ist durch seine Familie in den Beruf hineingewachsen und liebt seinen Beruf ohne es jemals zu bereuen. Er leitet zusammen mit seinem Geschäftspartner und Freund, Herrn Weber, das Geschäft.
„Das Schönste ist, wenn die Leute rausgehen und ,danke’ sagen.“, so Hölscher. Nebenbei gefällt ihm auch der Umgang mit den (noch lebenden) Menschen. Das ist allerdings schwer zu verstehen, denn er muss Tag und Nacht erreichbar sein, und das 365 Tage im Jahr.
Seinen Tagesablauf hat er uns so beschrieben: „Morgens treffen wir uns im Büro und besprechen, was in der Nacht passiert ist. Danach werden die Leute eingeteilt. Einige fahren in die Krankenhäuser und holen die Verstorbenen ab, andere bereiten die Beerdigungen vor, führen Bestattungsgespräche, haben Termine mit Pastoren usw. oder melden die Verstorbenen ab.“
Dies sind allerdings nicht alle Aufgaben, die zu erledigen sind. „Es ist auch sehr viel Bürokram dabei. Das Bestatten selbst ist nur ein kleiner Teil. Die Organisation ist viel mehr.“, so Hölscher. Am Nachmittag werden die Särge fertiggemacht. Die Bestatter managen die ganze Beerdigung.
„Komisch ist die Arbeit mit den Leichen nicht, nur, wenn ich Nachts alleine auf den Friedhof muss.“, meinte Hölscher. Bei Kindern fällt ihm allerdings seine Arbeit schwerer. Beschwerden gibt es auch nur selten, wenn z.B. die Schleife falsch bedruckt ist o.ä. Wussten Sie eigentlich, dass genau so viele Urnen wie Särge beerdigt werden? Dies hat den Grund, das eine Urnenbestattung um die Hälfte billiger ist (1900€), als eine Sargbestattung (4000€). Uns hat es sehr begeistert, mehr über diesen Beruf zu erfahren, zumal es sonst ein Bereich ist, der Jugendlichen in der Regel fremd ist.
 
Janina Taube, Caroline Wüstefeld
 
 
 
 Foto: Die ehemalige Schulleiterin Brigitte Cramer liest in einer Zeitung
 
Autor: 8d 2004/OZ
Stand 15. Oktober 2006
Rekord beim Zeitungsflirt
47 Schulklassen starten zum Flirt 2004
Banner: Zwei Schüler vor dem Monitor
Alle fünf Tage verdoppeln sich die weltweit verfügbaren Informationen. Aus dieser Informationsflut entsteht leicht eine Wissensdürre, wenn nicht die richtigen Instrumente zur Verfügung stehen. Diese Instrumente zu beherrschen gehört zu den Zielen des "Zeitungsflirts", einem Schülerprojekt der Ruhr Nachrichten in Zusammenarbeit mit der DEW. Im Januar nehmen Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Jahrgangsstufe wieder Kontakt auf mit dem Medium Tageszeitung. Mehr als 55 Schulklassen von Dortmunder Schulen machen mit beim Zeitungsflirt 2005 " ein neuer Rekord.
 
   Foto: Die Lehrer, die am Zeitungsflirt teilnehmen bei der Einweisung in das Projekt

Gestern trafen sich die betreuenden Lehrer im DEW publik Beratungszentrum am Ostwall, um Näheres über das Zeitungsprojekt zu erfahren. Albert Herzmann, Sprecher der DEW-Unternehmenskommunikation, und Dr. Wolfram Kiwit, Chefredakteur der Ruhr Nachrichten, betonten die Wichtigkeit des Projekts.
"Wir möchten, dass Kinder lesen lernen und später eventuell auch Zeitung lesen", so Kiwit. Umgekehrt lernten auch die Zeitungsmacher eine Menge über die Leser von morgen, denn der Umgang mit den Medien ändere sich. Viele praktische Tipps zur Durchführung des Zeitungsflirts, zum Ablauf sowie zu den Zielen und Inhalten brachte Dieter Unger vom Medienpädagogischen Institut PROMEDIA mit:
Lesen wird spannend, wenn es mit einem Zeitungsfrühstück verbunden ist, eine Top-/Flop-Wand entsteht oder eine Weltkarte, auf der die Nachrichten vermerkt werden. Vorfreude auf den "Flirt" weckte auch die Themenliste der DEW, die Schülergruppen zu interessanten Exkursionen einlädt: zu einer Tour mit dem Kabelmesswagen, zur Erkundung des Trinkwassers oder einem Besuch in der DEW- Ausbildungswerkstatt. Diese Ausflüge bieten nicht nur interessante Einblicke in Bereiche, die der Öffentlichkeit normalerweise verschlossen bleiben, sondern auch eine gute Gelegenheit, für eine Zeitungsartikel zu recherchieren. Im Rahmen des Projekts lernen die Schüler nämlich, selbst Artikel zu verfassen. Die Texte erscheinen auf Sonderseiten zum Zeitungsflirt in den Ruhr Nachrichten. - rie
 
Donnerstag, 02. Dezember 2003
 
Impressionen aus der Aula
   Fotos: Impressionen von der Projektarbeit in der Aula
   Fotos: Impressionen von der Projektarbeit in der Aula
   Fotos: Impressionen von der Projektarbeit in der Aula
   Fotos: Impressionen von der Projektarbeit in der Aula
   Fotos: Impressionen von der Projektarbeit in der Aula
   Fotos: Impressionen von der Projektarbeit in der Aula
 
Schule heißt nicht nur lernen
Beispiel: Max-Born-Realschule

Früher war alles anders, Schüler saßen auf Holzbänken und schrieben auf Schiefertafeln, doch mittlerweile machen sie ihre Hausaufgaben am Computer. Heute gibt es viel mehr Möglichkeiten an den Schulen, das Lernen interessanter zu gestalten, genau wie an der Max-Born-Realschule in Dortmund- Asseln.
Den Schülerinnen und Schülern werden z.B. verschiedene Medien angeboten, um damit zu lernen und Spaß dabei zu haben. Es gibt zwei Computerräume, die zur Internetrecherche genutzt werden können, sowie Videorekorder und DVD-Player, um Filme zu bestimmten Themen ansehen zu können.
Früher konnte man von so etwas nur träumen. Während früher überwiegend der Lehrer geredet hat, gibt es heutzutage moderne Unterrichtsmethoden wie z.B. das Klippertmodell, bei dem Schüler Themen selbständig anhand einer Spirale erarbeiten.
In der heutigen Zeit legt man auch Wert auf die richtige Lernatmosphäre, dazu gehört natürlich auch, dass Schüler ihren Klassenraum individuell gestalten dürfen. Für die naturwissenschaftlichen und künstlerischen Fä-cher gibt es eigene Fachräume.
Nach der Schule kann man an vielen AGs teilnehmen wie z.B. der Mädchen-AG für die 7. Klasse. Die Theater-AG ab der Klasse 9, die Schwarzlicht AG und zahlreiche Sport AGs, darunter auch Badminton und Volleyball. Sogar Inline-Skaten lernt man hier. Wichtig ist ebenfalls, dass es eine Hausaufgabenbetreuung an der Max-Born-Realschule gibt, bei der die Schüler betreut werden und die in der Bücherei stattfindet. Worauf alle stolz sind, ist, dass unsere Schule eine Schule ohne Rassismus ist! Gerade hatten wir die Aktion „Türschilder“ für den diesjährigen Antirassismustag (21.03.), bei der jede Klasse ein eigenes Türschild gestaltet hat, auf dem der Satz: „Wir sind gegen Rassismus“ in vielen verschiedenen Sprachen auftaucht.
Natürlich gibt es mal Streitereien, aber dafür gibt es die Streitschlichtung, wo Schüler ihre Probleme diskutieren können und zu einer Einigung kommen sollen.
Schule ist nicht nur Lernen, sondern auch ein Ort, wo man Spaß haben und Freundschaften schließen kann.
 
Katharina Baehr, Yvonne Engelmann, Romina Flöper
aus der Klasse 8E der Max-Born Realschule
 
Ruhr Nachrichten Dortmund, 05. März 2004
 
"Schwanger mit...."
Wenn Kinder Kinder kriegen

Am 13.02.2004 sind wir zu den Städtischen Kliniken Dortmund gefahren, um Herrn Prof. Dr. Thomas Schwenzer, Direktor der Frauenklinik des Klinikums Dortmund, zum Thema „Schwanger mit... wenn Kinder Kinder kriegen, zu befragen.
Herr Prof. Dr. Schwenzer berichtete uns, dass die jüngste schwangere Patientin der Klinik 13 Jahre alt war.
Er wies darauf hin, dass es für die Jugendlichen ganz wichtig sei, dass in der Schwangerschaft weder Alkohol noch Nikotin konsumiert wird. Dies gilt selbstverständlich auch für erwachsene Schwangere. Des Weiteren sollte man Überanstrengung vermeiden.
Nach Herrn Prof. Dr. Schwenzers Aussage werden im Jahr ca. 20 Mädchen unter 16 Jahren schwanger. Diese Zahl steigt aber leider von Jahr zu Jahr.
10 % der jugendlichen Schwangeren geben Ihr Kind nach der Geburt zur Adoption frei, über 50% lassen eine Abtreibung vornehmen und 30 – 35 % entscheiden sich dafür, das Kind zu behalten.
Diese Zahlen beziehen sich auf die Zahlen des Klinikums Dortmund.
Schwangere Jugendliche können in der Frauenklinik, die ein Teil der Städtischen Klinik ist, Hilfe erhalten. Eine Anlaufstelle befindet sich in der ersten Etage.
Weiterhin erfuhren wir, dass es in der Humboldtstrasse eine so genannte Babyklappe gibt. Dort besteht die Möglichkeit, dass eine Mutter ihr Kind anonym abgeben kann.
 
Sabrina Torlop
und Katrin Rademacher, Klasse 8d der MBR.
 
Ruhr Nachrichten Dortmund, 08. April 2004
 
"Mobbing in Schulen"
Jährlich 30 000 Selbstmordfälle in Deutschland
 
Am Ende des letzten Jahres habe ich mich sehr mit dem Thema beschäftigt, da ich ein Referat darüber in der Schule gehalten habe. Jetzt möchte ich eine kurze Zusammenfassung schreiben und den Mobbingopfern einen guten Rat geben. Immer mehr Schüler auf deutschen Schulen werden in der Schule regelmäßig gemobbt.
Die Mitschüler haben kein anderes Zien Schüler psychisch wie auch physisch fertig zu machen.
Dies beginnt harmlos, dann jedoch werden die Angriffe stärker und es beginnen Drohungen, Verleumdungen, Quälereien und sexuelle Belästigung. Die Mobber wollen so ihre Aggressionen auslassen, Annerkennung und Aufmerksamkeit bekommen. Die Opfer wollen sie lächerlich machen, ihre sozialen Beziehungen und das Ansehen in der Schule schwächen. So wird auch nach und nach das Selbstbewusstsein von ihnen schwächer. Die Mädchen benutzen meist die Verbale Form des Mobbings. Dazu gehört u.a lästern und dumme Bemerkungen an der Kopf zu schmeißen. Die Jungs dagegen, setzten auf die körperlich Gewalt.
 
Unbedingt beim Lehrer melden
 
Nach einer Umfrage zu beurteilen, würden die meisten nur drauflos prügeln anstatt einen Lehrer als Hilfe zu holen.
Dies ist aber das Beste was die Gemobbten tun können, auch wenn sie Angst haben, als Petze beschimpft zu werden. Denn die Lehrer sind da die einzigen, die etwas tun können.
Wird der Mobbingprozess nicht gestoppt, können Folgen wie Migräne, Schlafstörungen, Kreislaufprobleme und Schweißausbrüche auftreten. Die Opfer können aber auch so weit gebracht werden, dass sie zu verzweifelt sind und Selbstmord begehen. Und davon gibt es 30 000 in Deutschland, die nur von Mobbing ausgelöst werden.
Hilfen gibt es genug wie zum Beispiel in Kirchengemeinden, Stiftungen und im Internet. Aber manche können nicht mehr geheilt werden.
 
Jennifer Pihl, Klasse 8D Max- Born Realschule
 
Ruhr Nachrichten Dortmund, 22. April 2004
 
Ausflug zu den RN
"Spannende Dinge"

Ein interessanter Ausflug zu der Redaktion der Ruhr Nachrichten: Wissen Sie eigentlich, wie eine Zeitung entsteht?
Auch wir, die Klasse 8A der Max-Born-Realschule, stellten uns diese Frage und machten am 11.03.04 im Rahmen des Zeitungsflirts einen Ausflug in die Redaktion der Ruhr Nachrichten, um mehr über die Entstehung einer Zeitung und die Arbeit der Journalisten zu erfahren.
Auf dem Weg durch die Redaktionen haben wir spannende Dinge herausgefunden, unter anderem auch, dass es vier verschiedene Zeitungen gibt, die im Mantelteil von der Redaktion betreut werden:
Die Ruhr Nachrichten, die Dorstener Zeitung, die Halterner Zeitung und die Münstersche Zeitung. Über den Aufbau der Ruhr Nachrichten wussten wir schon Bescheid, dazu hatten wir bereits in der Schule täglich die Zeitung gelesen und uns informiert.
Eine junge Journalistin führte uns auch zum Fotografen, der einige Schülerinnen und Schüler unserer Gruppe fotografierte und uns anschließend am Computer die Bildbearbeitungen vorführte und an unserem Foto zeigte, wie man z.B. dunkle Bilder nur teilweise aufhellt. Höhepunkt unseres Ausflugs war der Besuch in der Mantelredaktion. Plötzlich gab es eine Meldung der dpa: „Terroranschlag in Madrid". Wir mussten ganz ruhig sein, da die Redakteure mit ihren Kontaktpersonen in Madrid telefonierten, um mehr Informationen zu erhalten. Es herrschte eine angespannte Atmosphäre. Dennoch zeigte uns der Chefredakteur auf dem großen Wand-Bildschirm, wie die Redaktion mit verschiedenen Nachrichten von den Agenturen beliefert wird. Wir erkannten, dass der Beruf "Redakteur" spannend, aber auch belastend ist, weil eine Zeitung häufig unter großem Zeitdruck entsteht.
Wir, die Schülerinnen und Schuler der Klasse 8A, bedanken uns bei den Ruhr Nachrichten für eine interessante Führung.
 
Lena von Lienen, Bianca Ellrichmann, Benjamin Fischer, Kevin Sonnwald.
Klasse 8a, Max-Born-Realschule
 
Ruhr Nachrichten Dortmund, 20. April 2004
 
Walter Liggesmeyer
Ein Künstler öffnet für Jungredakteure sein Atelier

Walter Liggesmeyer ist ein sehr interessanter Künstler.
Unsere Lehrerin, Frau Irme Overlack-Zenzen hat ihn uns vorgestellt und sich gedacht, dass das ein passendes Thema für uns als kunstinteressierte Schülerinnen sei. Dass er sich bei unserem Besuch sehr viel Zeit für uns genommen hat und uns sehr ernst genommen hat, war sehr schön für uns. Hiermit möchten wir uns noch einmal dafür bedanken, dass Herr Walter Liggesmeyer sich bereit erklärt hat, uns die folgenden Informationen für unseren Artikel zu geben.
Walter Liggesmeyer ist 1938 in Paderborn geboren und auf dem Lande aufgewachsen. In der Schule konnte die Kunst ihn noch nicht beeindrucken. Zunächst absolvierte er eine Ausbildung als Bankkaufmann, und danach machte er ein Jurastudium. Nach dem Studium arbeitete er als Anwalt in einer Bank.
Mit dem Malen begann er ca. 1976. Sein Interesse wuchs. Und 1982 machte er dann sein Hobby zum Beruf. Er beschloss, seinen Job als Justiziar in der Bank aufzugeben, um sich ganz der Kunst und Schreiberei zu widmen.
 
Foto: Walter Liggesmeier im Gespräch mit SchülerinnenEine Kunstschule hat er nie besucht. Walter Liggesmeyer gehört zu der Art von Künstlern, die als Autodidakten bezeichnet werden, zu denen auch Van Gogh, Paul Gaugin und Rousseau gehörten. Nebenbei fing er auch an Bücher und Gedichte zu schreiben. Seine Werke bestehen zu 30% aus diesen „mit Worten gemalten Bildern“. So nennt er liebevoll seine Gedichte und Bücher. Seine Bilder sind meist Landschaftsbilder. Jedoch malt er auch Figuratives und große, abstrakte Bilder. Meist malt er aber Landschaftsbilder, da er auf dem Lande aufgewachsen ist. In seinen Bildern sind auch politische Hintergründe zu erkennen. Er bezieht die Politik oft mit ein in seine Bilder, da er sich selbst auch politisch engagiert. Er ist Mitglied im Vorstand und Förderverein der Steinwache. Die Bilder fertigt er am liebsten mit Öl-Farben bzw. mit Öl-Stiften auf Leinwand an. Zur Zeit ist seine Lieblingsfarbe Rot. Aber er verwendet auch Gelb und Grün. Früher malte er lieber mit kühlen Farben, wie Blau und Violett. Seine Farben mischt er nur selten, weil sie sonst „ihre Leuchtkraft verlieren“.
Auf großen Leinwänden malt er besonders gerne, da er dort viel Spielraum hat. Sein größtes Bild, das auf seiner nächsten Ausstellung zu sehen ist, ist 10 mal 2 Meter groß. Dieses besteht jedoch aus 5 Abschnitten, die jeweils 2 mal 2 Meter groß sind. Er gibt seinen Bildern keine Titel, da er erreichen möchte, dass die Betrachter der Bilder selbst lernen, ihre Fantasie spielen zu lassen.
Seine Inspirationen holt er sich bei Spaziergängen und bei alltäglichen Handhabungen. Seine Gedichte handeln von den verschiedensten Dingen. Oft schreibt er über Politisches zu Themen aus dem Nationalsozialismus oder über das, was ihm gerade in den Sinn kommt. Seine Gedichte sind nicht auf eine bestimmte Versform festgelegt sondern sind „frei“ geschrieben aber haben einen „inneren Rhythmus“. Das Verfassen der Gedichte fällt ihm schwerer als das Malen, da er sich dabei nicht auf die emotionale Ebene zurückfallen lassen kann.
Einmal im Jahr fährt er nach Italien in die Toskana, um dort Urlaub zu machen, was im Endeffekt aber nicht gelingt, weil er nach ca. zwei Tagen doch wieder anfängt zu malen. In seinen Bilder spiegelt sich oft das Gegenteil seiner selbst.
„Ich bin sehr skeptisch Menschen gegenüber.“, war einer seiner vielen Aussagen. Was ihm auch an seinem Beruf gefällt, ist die künstlerische Freiheit. Das heißt, dass er selbst bestimmen kann, wann, wo und wie er arbeitet. Doch schafft er es eigentlich immer, mehrere Stunden jeden Tag zu arbeiten.
Walter Liggesmeyer ist ein sehr bemerkenswerter Künstler. Er stellt Emotionen und politische Ereignisse mit Farben und Worten in Bildern dar. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, einen Einblick in die Arbeit dieses vielseitigen, engagierten Künstlers zu bekommen.
Seine nächste Ausstellung findet am 19.03.2004 statt. Er hat uns dazu eingeladen und wir freuen uns schon darauf.
 
Bericht von Laura-Marie Heiliger und Nadine Rimsa
Max-Born-Realschule Klasse 8d
 

Foto: Zeitungsleserin  Unsere SchülerInnen gestalten Schule mit!|Postmaster|©2006 Max-Born-Realschule