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Zeitungsflirt -
das Beste am guten Morgen
Auftakt für Schulprojekt 2004
Mit einem Flirt fängt der Tag gut an. Entsprechend
gute Stimmung herrschte gestern Morgen in der
gemeinsamen Aula der Max-Born-Realschule und des
Immanuel-Kant-Gymnasiums. Mit einem Frühstück eröffneten
dort fünf Klassen den "Zeitungsflirt 2004" mit frischen
Brötchen, Saft, Käse, Obst und den Ruhr Nachrichten.
So könnte die Schule jeden Tag beginnen, meinten die
Schüler zwischen Tee und Nutellabrötchen. Die rund 150
Acht- und Neuntklässler hatten sich eine Stärkung
wirklich verdient: Alle Wände der großen
Gemeinschaftsaula und die Bühne kleideten sie in einer
mehrstündigen Aktion mit Zeitungen aus. So entstand ein
riesengroßer Zeitungswürfel als Kulisse für den
Flirt-Start. "Wir befinden uns im Zentrum des
Geschehens", erklärte Max-Born-Schulleiterin Brigitte
Cramer die Idee. Denn was könnte besser das aktuelle
Geschehen ausdrücken als die Tageszeitung".
 Mit der Zeitung wissen sie bereits
eine Menge anzufangen:
(von oben)
Sebastian Kocks, Kevin Schulte, Laura Heiliger, Nadine Wollburg, Sandra
Brand und
Nadine Rimser.
RN-Foto: Valensieck
In den nächsten sechs Projektwochen wird die Zeitung
weit über tausend Dortmunder
Schüler der achten bis zehnten Jahrgangsstufe
täglich begleiten, denn die RN liefern jedem
eine eigene Ausgabe in die Klasse. 48 Schulen
machen diesmal mit beim Zeitungsprojekt von Ruhr
Nachrichten und DEW.
Die tägliche Zeitungslieferung finden die
Flirt-Neulinge im Asselner Schulzentrum schon
mal "klasse", ansonsten sind sie gespannt, was
auf sie zukommt. "Bestimmt müssen wir die
Zeitung analysieren" - diese Befürchtung von
Jolanda und Izabella teilt noch so mancher Schüler. All diejenigen, die viel trockene
Theorie erwarten, wird der "Flirt" in den nächsten Wochen sicher angenehm
überraschen: mit spannenden Themen, Aktionen und Ausflügen. In manchen Klassen gibt es ein wöchentliches
Zeitungsfrühstück, bei dem Inhalte, Ressorts und
Stilmittel diskutiert werden.
Andere basteln Mappen für
ein Zeitungsarchiv oder Info-Wände zu bestimmten Themen. 
Außerdem lädt Projektpartner DEW die Klassen zu
interessanten Exkursionen ein, zum Flughafen
beispielsweise, zu einer Stadttour mit dem Entstörungsdienst, zum Schultenhof oder in die DEW-Ausbildungswerkstatt.
Anschließend wird es erst richtig spannend, denn dann
üben sich die Schüler als Nachwuchsredakteure und
verarbeiten ihre Eindrücke in Zeitungsartikeln. Dann
können sie beim Frühstück ihre eigenen Artikel im RN-Lokalteil lesen. Und lernen, dass nichts so alt ist
wie die Zeitung von gestern. Denn auch die schöne
Zeitungskulisse landete nach dem Frühstück bereits im
Altpapier
...rie
Donnerstag, 03. Februar 2004
"Panther"
wird von unten bewässert
Flughafenfeuerwehr rüstet mit einem
dritten Feuerwehrauto nach
Die Dortmunder Flughafenfeuerwehr will nachrüsten, indem
sie sich noch ein drittes Feuerwehrauto, namens Panther
in Kürze zulegt.
Die Investition wird den Flughafen ca. 900.000 Euro
kosten. Aber es lohnt sich, da dieses Fahrzeug in das
Feuer hineinfahren kann, weil es Spezialglas und
Unterboden-Bewässerung hat.
Trotz der gigantischen Größe und des enormem Gewichts
schafft der Panther stolze 160 Km/h. Das ermöglicht ein
1000 PS starker Motor.
Die Pumpanlage, für die Löschdüse, genannt Monitor, wird
nochmals extra mit einem zweiten Motor be- trieben. Der
ist 360 PS stark.
Neben dem Panther hat die Flughafenfeuerwehr noch zwei Bullis und zwei „normale“ Löschzüge.
Der Terminal wird zudem auch extra von der Feuerwehr aus
Neuasseln und anderen umliegenden Vororten überwacht.
Alles Gerät ist ständig sofort einsatzbereit, und die
Feuerwehr braucht maximal 3 Minuten an jeden Ort des
Flughafens.
Doch zum Glück gab es bisher nur Übungen.
Der Ernstfall ist "Gott-sei-Dank" auch noch nicht
eingetreten.
Patrick Resch Klasse 8d der Max-Born-Realschule

Von links nach rechts stehen hier vor einem
"normalen Löschzug" Sebastian Boryczko,
Florian Vielhauer, Kevin Schulte und
Patrick Resch.
Ruhr Nachrichten
Dortmund, 08. April 2004
UNSERE SICHERHEIT IST IHR JOB
3500 Sprinkleranlagen unter den Decken des
Dortmunder Flughafens. Das ist schon eine ganze Menge,
aber es ist nur ein kleiner Teil der Sicherheit im
Flughafen.
„Nach den Anschlägen im Ausland sind die Sicherheits-
Vorkehrungen sehr gestiegen“, sagte Gerhard Neuhaus, der
für die Technische Leitung verantwortlich ist.
Der Flughafen ist auf alles vorbereitet, wie z.B. bei
einem Stromausfall wird der Notstrom über Bleiakkus
gestartet. Es ist alles verbessert, da es ja Computer
gibt, die fast alles überwachen.
Dies ist ein großer Sicherheitsvorteil. Jedes Jahr wird
für den Ernstfall geübt: da wird geprüft, ob z.B. auch
die Fahrstühle in die rauchfreien Zonen fahren.
Wenn jemand ein Flugzeug entführen wollte, müsste er
erst durch die Sicherheitstore, die Metall und andere
Metallgegenstände, wie Scheren usw. aufspüren.
Das Handgepäck und der Tascheninhalt werden mit dem
EDAS, das ist das Sicherheitssystem, durchleuchtet. Da
kann man sehr genau sehen, was in den Taschen ist.
Viele haben sich sicherlich schon mal gefragt, was mit
verdächtigen Personen passiert? Diese werden
herausgeführt und dann von Beamten durchsucht.
Leute, die zu uns ins Land wollen, werden am Zoll
befragt und müssen ihre Papiere vorzeigen. Wenn jemand
versuchen sollte, etwas über die Grenze zu schmuggeln,
gibt es am Flughafen von Dortmund Hunde, die z.B.
Drogen aufspüren können.
Natürlich darf die Feuerwehr an so einen Ort nicht
fehlen. Wir bedanken uns bei Herrn Bernas Alfred für
seine Geduld bei der Beantwortung all unserer Fragen!
Kevin Schulte
Max-Born-Realschule, Klasse 8d
Krise beim BVB nach Sieg vom 31.3.2004
in Wolfsburg beendet?
Nach dem unentschiedenen
Revierderby gegen Schalke 04
dachte jeder, dass es mit dem
BVB nun ganz bergab geht.
Von überall kam Druck auf die
Mannschaft zu. Das nächste
Spiel musste gewonnen werden.
Dann fehlte auch noch
Spielmacher Tomas Rosicky.
Gegen Vfl Wolfsburg protestierten die Fans schon durch
einen leeren Fanblock in den
ersten Minuten.
Als dann in der 36. Minute
das 1:0 für den Vfl Wolfsburg
von Petrov geschossen wurde,
dachte jeder, dass das XXL-Plakat "Versager" von den
Fans berechtigt war.
Dass die Borussen das Spiel
am Ende dann doch noch mit
4:2 gewonnen haben, hätte
niemand gedacht.
Fans spekulieren darauf,
dass es der neue Torwart,
Guillaume Warmuz ist, der
viel Ruhe ins Spiel bringt,
indem er sehr sicher im
Tor ist. Andere denken,
dass der Druck von den
Fans eine große Rolle
spielen könnte.
Matthias Sammer ist der
Meinung, dass
sie auch mal Risiko eingehen und einfach mal
aufs Tor schießen müssen,
anstatt nur hin und
her zu spielen.
Die BVB-Fans sind sich
einig, dass die Dortmunder
auch bei Rückstand kämpfen
müssen und sich nicht hängen
lassen dürfen.
Am Sonntag gegen 1860 München wird es sich beweisen,
ob sich die Situation ab jetzt
ändert und es langsam wieder bergauf geht oder der
Sieg eine einmalige Sache
war.
Jennifer Pihl,
Klasse 8D,
Max-Born Realschule
Ruhr Nachrichten
Dortmund, 08. April 2004
Was macht eigentlich der
Tierschutz- Verein
Groß-Dortmund e.V.?
Ein Besuch bei dem Tierschutz Dortmund in der
Kleppingstr. 37 sollte uns diese Frage beantworten.
Es gibt bekanntlich häufig Probleme zwischen Mensch und
Tier. Doch dann stehen Frau Erika Scheffer (1.
Vorsitzende) und Frau Karola Gaidies (Sekretärin und
Hundeausbilderin) des Tierschutz- Vereins, der eine
Gemeinschaft mit dem Natur- und Katzenvereins bildet,
zur Verfügung.
Er hat ca. 5-10 Fälle pro Woche, wo sich z.B. Personen
über andere Tierhalter beschweren, dass sie die Tiere
nicht artgerecht behandeln. Entweder fahren Frau
Scheffer und Frau Gaidies persönlich hin oder sie
schicken Inspektoren, die den Fall prüfen und sich dann
darum kümmern. Im schlimmsten Fall kommen die Tiere ins
Tierheim. Wenn Tiere vermisst werden, können die
Besitzer eine Anzeige aufgeben, damit Plakate am
Schaufenster ausgehangen werden, damit sich Menschen,
die die Tiere gesehen haben, melden können. Haben Tiere
keinen Besitzer mehr, oder wollen Besitzer ihr Tier
nicht mehr haben, können sie über den Tierschutz in
liebevolle Hände weitervermittelt werden. Haben die
Leute jedoch schon ein Tier und wollen in den Urlaub
fahren, können sie sich an den Tierschutz wenden und
die Tiere dort artgerecht betreuen lassen.
Bei diesen und anderen Problemen beraten sie Frau
Scheffer oder Frau Gaidies.
Bei großem Interesse kann man spenden oder Mitglied im
Tierschutz-Verein werden.
Jennifer Pihl, Stephanie Voß
Max-Born-Realschule Klasse 8d
Tierschutz Arche 90
3100 Fälle jedes Jahr.
Dies ist eine erschreckende
Bilanz, aber der Alltag für die Leute von der Arche 90.
150 Leute arbeiten in ihrer Freizeit für die Arche 90,
davon weit über die
Hälfte Frauen. In diesem Bereich sind die Männer nicht
so sehr engagiert.
Am 5. Januar 1990 wurde die Arche wegen
der Mängel im Tierschutz gegründet, das heißt: Tiere wurden
sehr häufig ausgesetzt oder von ihren Besitzern
misshandelt. Heute gehört die Arche mit zu den führenden
Tierschutzverbänden im Raum NRW.
„Spinnen Alarm!“ so
hieß der letzte Einsatz vom Team der Arche, wo ein Mann
zwischen vielen Vogelspinnen starb. Aber die Arche
schaltet sich nicht nur bei exotischen Tieren, sondern
auch bei heimischen Tieren wie Hunden und Katzen ein.
Die Arche ist in der Sommer- zeit am häufigsten auf
Achse, weil in der Ferienzeit die meisten Tiere
ausgesetzt werden. Hier sind Hunde die Hauptbetroffenen,
weil sie sehr „unpraktisch“ sind, wenn man in ein Hotel
fahren will, in dem keine Hunde erlaubt sind. Diese
Tiere werden vom Team der Arche von Autobahnrastplätzen
oder Einkaufszentren usw. gerettet und mitgenommen. Die
Tiere werden dann in privaten Pflegestellen
untergebracht, das heißt z.B. auch bei den Mitarbeitern.
Jährlich gibt die Arche mehrere Tausend Euro für die
Tiere und die Organisation aus, davon alleine 12000 Euro
nur für den Tierarzt. Das gespendete Geld geht alleine
in die Pflege und Unterkunft der Tiere ein.
Patrick Resch und Kevin Schulte
Max-Born-Realschule
Klasse 8d

Fußball aufs Glatteis gelegt
Nachrichten aus dem Dortmunder
Jugendfußball.
Trotz Schnee und Eis, dass Training geht
weiter. Im Kreis 11des Dortmunder Jugendfußball wurde in
den letzten Wochen viel gerodelt. Anstelle von Training
und Spiel, gab es Lauftraining oder gar kein Training.
Dies stieß auf geteilte Meinungen, für die Trainer war
es eine passende Gelegenheit die Kondition der
Mannschaft zu stärken, für die Spieler war es eine nicht
so schöne Situation. In der Bezirksliga, Sonderklasse,
1. und 2. Kreisklasse wurde kein Spiel mehr vom 26.02.04
ausgetragen, weil der Platz verschneit und gefroren war.
Trotz sichtbarer Wieder-Bespielbarkeit war der Platz
noch von unten gefroren und hätte, wenn gespielt worden
wäre, zu Schäden des Platzes geführt. Aus diesem Grund
wurden die Spiele abgesagt und werden zum Glück
nachgeholt. Hoffen wir mal, dass es jetzt nicht wieder
schneit.
Danny York und Sebastian Bals, 8d Max-Born-Realschule
Was macht eigentlich ... ein
Bestatter?
Das haben Sie sich bestimmt
auch schon mal gefragt!
Als wir zum Bestattungshaus
Weber (Do- Brackel) gefahren sind, haben wir uns düstere
Räumlichkeiten und einem griesgrämigen Bestatter
vorgestellt.
Doch uns überraschte genau das Gegenteil: freundliches Ambiente
und der nette Torsten Hölscher.
Er beantwortete uns
bereitwillig unsere vorbereiteten Fragen. Er ist durch seine
Familie in den Beruf hineingewachsen und liebt seinen
Beruf ohne es jemals zu bereuen. Er leitet zusammen mit
seinem Geschäftspartner und
Freund, Herrn Weber, das
Geschäft.
„Das Schönste ist,
wenn die Leute rausgehen
und ,danke’ sagen.“, so Hölscher. Nebenbei gefällt ihm
auch der Umgang mit den
(noch lebenden) Menschen.
Das ist allerdings schwer zu
verstehen, denn er muss Tag
und Nacht erreichbar sein,
und das 365 Tage im Jahr.
Seinen Tagesablauf hat er
uns so beschrieben:
„Morgens treffen wir uns im
Büro und besprechen, was in
der Nacht passiert ist. Danach werden die Leute eingeteilt. Einige fahren in die
Krankenhäuser und holen die
Verstorbenen ab, andere bereiten die Beerdigungen
vor, führen Bestattungsgespräche, haben Termine mit
Pastoren usw. oder melden
die Verstorbenen ab.“
Dies sind allerdings nicht alle Aufgaben, die zu erledigen sind. „Es ist auch sehr
viel Bürokram dabei. Das
Bestatten selbst ist nur ein
kleiner Teil. Die Organisation ist viel mehr.“, so Hölscher. Am Nachmittag werden die Särge fertiggemacht. Die Bestatter
managen die ganze Beerdigung.
„Komisch ist
die Arbeit mit den Leichen
nicht, nur, wenn ich Nachts
alleine auf den Friedhof
muss.“, meinte Hölscher.
Bei Kindern fällt ihm
allerdings seine Arbeit
schwerer. Beschwerden gibt
es auch nur selten, wenn z.B.
die Schleife falsch bedruckt
ist o.ä. Wussten Sie eigentlich, dass genau so viele Urnen
wie Särge beerdigt werden? Dies hat den Grund, das eine
Urnenbestattung um die Hälfte billiger ist (1900€), als eine Sargbestattung (4000€).
Uns hat es sehr begeistert,
mehr über diesen Beruf zu
erfahren, zumal es sonst ein
Bereich ist, der Jugendlichen
in der Regel fremd ist.
Janina Taube, Caroline
Wüstefeld

Autor: 8d 2004/OZ |
Stand 15. Oktober 2006 |
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Rekord beim Zeitungsflirt
47 Schulklassen starten zum Flirt 2004

Alle fünf Tage verdoppeln sich die
weltweit verfügbaren Informationen. Aus dieser
Informationsflut entsteht leicht eine Wissensdürre, wenn
nicht die richtigen Instrumente zur Verfügung stehen.
Diese Instrumente zu beherrschen gehört zu den Zielen
des "Zeitungsflirts", einem Schülerprojekt der Ruhr
Nachrichten in Zusammenarbeit mit der DEW. Im Januar
nehmen Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10.
Jahrgangsstufe wieder Kontakt auf mit dem Medium
Tageszeitung. Mehr als 55 Schulklassen von Dortmunder
Schulen machen mit beim Zeitungsflirt 2005 " ein neuer
Rekord.
Gestern trafen sich die betreuenden Lehrer im DEW publik Beratungszentrum am Ostwall, um Näheres über
das Zeitungsprojekt zu erfahren. Albert Herzmann,
Sprecher der DEW-Unternehmenskommunikation, und Dr.
Wolfram Kiwit, Chefredakteur der Ruhr Nachrichten,
betonten die Wichtigkeit des Projekts. "Wir möchten,
dass Kinder lesen lernen und später eventuell auch
Zeitung lesen", so Kiwit. Umgekehrt lernten auch die
Zeitungsmacher eine Menge über die Leser von morgen,
denn der Umgang mit den Medien ändere sich. Viele
praktische Tipps zur Durchführung des Zeitungsflirts,
zum Ablauf sowie zu den Zielen und Inhalten brachte
Dieter Unger vom Medienpädagogischen Institut PROMEDIA
mit: Lesen wird spannend, wenn es mit einem
Zeitungsfrühstück verbunden ist, eine Top-/Flop-Wand
entsteht oder eine Weltkarte, auf der die Nachrichten
vermerkt werden. Vorfreude auf den "Flirt" weckte auch
die Themenliste der DEW, die Schülergruppen zu
interessanten Exkursionen einlädt: zu einer Tour mit dem
Kabelmesswagen, zur Erkundung des Trinkwassers oder
einem Besuch in der DEW- Ausbildungswerkstatt. Diese
Ausflüge bieten nicht nur interessante Einblicke in
Bereiche, die der Öffentlichkeit normalerweise
verschlossen bleiben, sondern auch eine gute
Gelegenheit, für eine Zeitungsartikel zu recherchieren.
Im Rahmen des Projekts lernen die Schüler nämlich,
selbst Artikel zu verfassen. Die Texte erscheinen auf
Sonderseiten zum Zeitungsflirt in den Ruhr Nachrichten.
- rie Donnerstag, 02. Dezember 2003
Impressionen aus der Aula
Schule
heißt nicht nur lernen
Beispiel: Max-Born-Realschule
Früher war alles anders, Schüler saßen auf Holzbänken
und schrieben auf Schiefertafeln, doch mittlerweile
machen sie ihre Hausaufgaben am Computer. Heute gibt es
viel mehr Möglichkeiten an den Schulen, das Lernen
interessanter zu gestalten, genau wie an der
Max-Born-Realschule in Dortmund- Asseln.
Den Schülerinnen und Schülern werden z.B. verschiedene
Medien angeboten, um damit zu lernen und Spaß dabei zu
haben. Es gibt zwei Computerräume, die zur
Internetrecherche genutzt werden können, sowie
Videorekorder und DVD-Player, um Filme zu bestimmten
Themen ansehen zu können.
Früher konnte man von so etwas nur träumen. Während
früher überwiegend der Lehrer geredet hat, gibt es
heutzutage moderne Unterrichtsmethoden wie z.B. das
Klippertmodell, bei dem Schüler Themen selbständig
anhand einer Spirale erarbeiten.
In der heutigen Zeit legt man auch Wert auf die richtige
Lernatmosphäre, dazu gehört natürlich auch, dass Schüler
ihren Klassenraum individuell gestalten dürfen. Für die
naturwissenschaftlichen und künstlerischen Fä-cher gibt
es eigene Fachräume.
Nach der Schule kann man an vielen AGs teilnehmen wie
z.B. der Mädchen-AG für die 7. Klasse. Die Theater-AG ab
der Klasse 9, die Schwarzlicht AG und zahlreiche Sport
AGs, darunter auch Badminton und Volleyball. Sogar
Inline-Skaten lernt man hier. Wichtig ist ebenfalls,
dass es eine Hausaufgabenbetreuung an der
Max-Born-Realschule gibt, bei der die Schüler betreut
werden und die in der Bücherei stattfindet. Worauf alle
stolz sind, ist, dass unsere Schule eine Schule ohne
Rassismus ist! Gerade hatten wir die Aktion
„Türschilder“ für den diesjährigen Antirassismustag
(21.03.), bei der jede Klasse ein eigenes Türschild
gestaltet hat, auf dem der Satz: „Wir sind gegen
Rassismus“ in vielen verschiedenen Sprachen auftaucht.
Natürlich gibt es mal Streitereien, aber dafür gibt es
die Streitschlichtung, wo Schüler ihre Probleme
diskutieren können und zu einer Einigung kommen sollen.
Schule ist nicht nur Lernen, sondern auch ein Ort, wo
man Spaß haben und Freundschaften schließen kann.
Katharina Baehr, Yvonne Engelmann, Romina
Flöper
aus der Klasse 8E der Max-Born
Realschule
Ruhr Nachrichten Dortmund, 05. März 2004
"Schwanger mit...."
Wenn Kinder Kinder kriegen
Am 13.02.2004 sind wir zu den Städtischen Kliniken
Dortmund gefahren, um Herrn Prof. Dr. Thomas Schwenzer,
Direktor der Frauenklinik des Klinikums Dortmund, zum
Thema „Schwanger mit... wenn Kinder Kinder kriegen, zu
befragen.
Herr Prof. Dr. Schwenzer berichtete uns, dass die
jüngste schwangere Patientin der Klinik 13 Jahre alt
war.
Er wies darauf hin, dass es für die Jugendlichen ganz
wichtig sei, dass in der Schwangerschaft weder Alkohol
noch Nikotin konsumiert wird. Dies gilt
selbstverständlich auch für erwachsene Schwangere. Des
Weiteren sollte man Überanstrengung vermeiden.
Nach Herrn Prof. Dr. Schwenzers Aussage werden im Jahr
ca. 20 Mädchen unter 16 Jahren schwanger. Diese Zahl
steigt aber leider von Jahr zu Jahr.
10 % der jugendlichen Schwangeren geben Ihr Kind nach
der Geburt zur Adoption frei, über 50% lassen eine
Abtreibung vornehmen und 30 – 35 % entscheiden sich
dafür, das Kind zu behalten.
Diese Zahlen beziehen sich auf die Zahlen des Klinikums
Dortmund.
Schwangere Jugendliche können in der Frauenklinik, die
ein Teil der Städtischen Klinik ist, Hilfe erhalten.
Eine Anlaufstelle befindet sich in der ersten Etage.
Weiterhin erfuhren wir, dass es in der Humboldtstrasse
eine so genannte Babyklappe gibt. Dort besteht die
Möglichkeit, dass eine Mutter ihr Kind anonym abgeben
kann.
Sabrina Torlop
und Katrin Rademacher, Klasse 8d der MBR.
Ruhr Nachrichten
Dortmund, 08. April 2004
"Mobbing
in Schulen"
Jährlich 30 000 Selbstmordfälle in
Deutschland
Am Ende des letzten Jahres habe ich mich sehr mit dem
Thema beschäftigt, da ich ein Referat darüber in der
Schule gehalten habe. Jetzt möchte ich eine kurze
Zusammenfassung schreiben und den Mobbingopfern einen
guten Rat geben. Immer mehr Schüler auf deutschen
Schulen werden in der Schule regelmäßig gemobbt.
Die Mitschüler haben kein anderes Zien Schüler
psychisch wie auch physisch fertig zu machen.
Dies beginnt harmlos, dann jedoch werden die Angriffe
stärker und es beginnen Drohungen, Verleumdungen,
Quälereien und sexuelle Belästigung. Die Mobber wollen
so ihre Aggressionen auslassen, Annerkennung und
Aufmerksamkeit bekommen. Die Opfer wollen sie lächerlich
machen, ihre sozialen Beziehungen und das Ansehen in
der Schule schwächen. So wird auch nach und nach das
Selbstbewusstsein von ihnen schwächer. Die Mädchen
benutzen meist die Verbale Form des Mobbings. Dazu
gehört u.a lästern und dumme Bemerkungen an der Kopf zu
schmeißen. Die Jungs dagegen, setzten auf die körperlich
Gewalt.
Unbedingt beim Lehrer melden
Nach einer Umfrage zu beurteilen, würden die meisten
nur drauflos prügeln anstatt einen Lehrer als Hilfe zu
holen.
Dies ist aber das Beste was die Gemobbten tun können,
auch wenn sie Angst haben, als Petze beschimpft zu
werden. Denn die Lehrer sind da die einzigen, die etwas
tun können.
Wird der Mobbingprozess nicht gestoppt, können Folgen
wie Migräne, Schlafstörungen, Kreislaufprobleme und
Schweißausbrüche auftreten. Die Opfer können aber auch
so weit gebracht werden, dass sie zu verzweifelt sind
und Selbstmord begehen. Und davon gibt es 30 000 in
Deutschland, die nur von Mobbing ausgelöst werden.
Hilfen gibt es genug wie zum Beispiel in
Kirchengemeinden, Stiftungen und im Internet. Aber
manche können nicht mehr geheilt werden.
Jennifer Pihl,
Klasse 8D
Max- Born Realschule
Ruhr Nachrichten
Dortmund, 22. April 2004
Ausflug zu den RN
"Spannende Dinge"
Ein interessanter Ausflug zu der
Redaktion der Ruhr Nachrichten: Wissen Sie eigentlich,
wie eine Zeitung entsteht?
Auch wir, die Klasse 8A der Max-Born-Realschule,
stellten uns diese Frage und machten am 11.03.04 im
Rahmen des Zeitungsflirts einen Ausflug in die
Redaktion der Ruhr Nachrichten, um mehr über die
Entstehung einer Zeitung und die Arbeit der Journalisten
zu erfahren.
Auf dem Weg durch die Redaktionen haben wir spannende
Dinge herausgefunden, unter anderem auch, dass es vier
verschiedene Zeitungen gibt, die im Mantelteil von der
Redaktion betreut werden:
Die Ruhr Nachrichten, die Dorstener Zeitung, die
Halterner Zeitung und die Münstersche Zeitung. Über den
Aufbau der Ruhr Nachrichten wussten wir schon Bescheid,
dazu hatten wir bereits in der Schule täglich die
Zeitung gelesen und uns informiert.
Eine junge Journalistin führte uns auch zum Fotografen,
der einige Schülerinnen und Schüler unserer Gruppe
fotografierte und uns anschließend am Computer die
Bildbearbeitungen vorführte und an unserem Foto zeigte,
wie man z.B. dunkle Bilder nur teilweise aufhellt.
Höhepunkt unseres Ausflugs war der Besuch in der
Mantelredaktion. Plötzlich gab es eine Meldung der dpa:
„Terroranschlag in Madrid". Wir mussten ganz ruhig sein,
da die Redakteure mit ihren Kontaktpersonen in Madrid
telefonierten, um mehr Informationen zu erhalten. Es
herrschte eine angespannte Atmosphäre. Dennoch zeigte
uns der Chefredakteur auf dem großen Wand-Bildschirm,
wie die Redaktion mit verschiedenen Nachrichten von den
Agenturen beliefert wird. Wir erkannten, dass der Beruf
"Redakteur" spannend, aber auch belastend ist, weil eine
Zeitung häufig unter großem Zeitdruck entsteht.
Wir, die Schülerinnen und Schuler der Klasse 8A,
bedanken uns bei den Ruhr Nachrichten für eine
interessante Führung.
Lena von Lienen, Bianca Ellrichmann, Benjamin Fischer,
Kevin Sonnwald.
Klasse 8a, Max-Born-Realschule
Ruhr Nachrichten
Dortmund, 20. April 2004
Walter Liggesmeyer
Ein Künstler öffnet für Jungredakteure sein Atelier
Walter Liggesmeyer ist ein sehr interessanter Künstler.
Unsere Lehrerin, Frau Irme Overlack-Zenzen hat ihn uns
vorgestellt und sich gedacht, dass das ein passendes
Thema für uns als kunstinteressierte Schülerinnen sei.
Dass er sich bei unserem Besuch sehr viel Zeit für uns
genommen hat und uns sehr ernst genommen hat, war sehr
schön für uns. Hiermit möchten wir uns noch einmal dafür
bedanken, dass Herr Walter Liggesmeyer sich bereit
erklärt hat, uns die folgenden Informationen für
unseren Artikel zu geben.
Walter Liggesmeyer ist 1938 in Paderborn geboren und auf
dem Lande aufgewachsen. In der Schule konnte die Kunst
ihn noch nicht beeindrucken. Zunächst absolvierte er
eine Ausbildung als Bankkaufmann, und danach machte er
ein Jurastudium. Nach dem Studium arbeitete er als
Anwalt in einer Bank.
Mit dem Malen begann er ca. 1976. Sein Interesse wuchs.
Und 1982 machte er dann sein Hobby zum Beruf. Er
beschloss, seinen Job als Justiziar in der Bank
aufzugeben, um sich ganz der Kunst und Schreiberei zu
widmen.
 Eine
Kunstschule hat er nie besucht. Walter Liggesmeyer
gehört zu der Art von Künstlern, die als Autodidakten
bezeichnet werden, zu denen auch Van Gogh, Paul Gaugin
und Rousseau gehörten. Nebenbei fing er auch an Bücher
und Gedichte zu schreiben. Seine Werke bestehen zu 30%
aus diesen „mit Worten gemalten Bildern“. So nennt er
liebevoll seine Gedichte und Bücher. Seine Bilder sind
meist Landschaftsbilder. Jedoch malt er auch Figuratives
und große, abstrakte Bilder. Meist malt er aber
Landschaftsbilder, da er auf dem Lande aufgewachsen ist.
In seinen Bildern sind auch politische Hintergründe zu
erkennen. Er bezieht die Politik oft mit ein in seine
Bilder, da er sich selbst auch politisch engagiert. Er
ist Mitglied im Vorstand und Förderverein der
Steinwache. Die Bilder fertigt er am liebsten mit
Öl-Farben bzw. mit Öl-Stiften auf Leinwand an. Zur Zeit
ist seine Lieblingsfarbe Rot. Aber er verwendet auch
Gelb und Grün. Früher malte er lieber mit kühlen
Farben, wie Blau und Violett. Seine Farben mischt er nur
selten, weil sie sonst „ihre Leuchtkraft verlieren“.
Auf großen Leinwänden malt er besonders gerne, da er
dort viel Spielraum hat. Sein größtes Bild, das auf
seiner nächsten Ausstellung zu sehen ist, ist 10 mal 2
Meter groß. Dieses besteht jedoch aus 5 Abschnitten, die
jeweils 2 mal 2 Meter groß sind. Er gibt seinen Bildern
keine Titel, da er erreichen möchte, dass die Betrachter
der Bilder selbst lernen, ihre Fantasie spielen zu
lassen.
Seine Inspirationen holt er sich bei Spaziergängen und
bei alltäglichen Handhabungen. Seine Gedichte handeln
von den verschiedensten Dingen. Oft schreibt er über
Politisches zu Themen aus dem Nationalsozialismus oder
über das, was ihm gerade in den Sinn kommt. Seine
Gedichte sind nicht auf eine bestimmte Versform
festgelegt sondern sind „frei“ geschrieben aber haben
einen „inneren Rhythmus“. Das Verfassen der Gedichte
fällt ihm schwerer als das Malen, da er sich dabei nicht
auf die emotionale Ebene zurückfallen lassen kann.
Einmal im Jahr fährt er nach Italien in die Toskana, um
dort Urlaub zu machen, was im Endeffekt aber nicht
gelingt, weil er nach ca. zwei Tagen doch wieder
anfängt zu malen. In seinen Bilder spiegelt sich oft das
Gegenteil seiner selbst.
„Ich bin sehr skeptisch Menschen gegenüber.“, war einer
seiner vielen Aussagen. Was ihm auch an seinem Beruf
gefällt, ist die künstlerische Freiheit. Das heißt, dass
er selbst bestimmen kann, wann, wo und wie er arbeitet.
Doch schafft er es eigentlich immer, mehrere Stunden
jeden Tag zu arbeiten.
Walter Liggesmeyer ist ein sehr bemerkenswerter
Künstler. Er stellt Emotionen und politische Ereignisse
mit Farben und Worten in Bildern dar. Es hat uns sehr
viel Spaß gemacht, einen Einblick in die Arbeit dieses
vielseitigen, engagierten Künstlers zu bekommen.
Seine nächste Ausstellung findet am 19.03.2004 statt. Er
hat uns dazu eingeladen und wir freuen uns schon darauf.
Bericht von Laura-Marie Heiliger und Nadine Rimsa
Max-Born-Realschule Klasse 8d
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