© WR: Schmitz

Bodo Landfester von "You-Optik" beobachtet mit Schülern der Max-Born-Realschule Asseln die Venus. (Foto:Schmitz)

Heute haben wir Bodo Landfester bei uns in der Schule gehabt. Er ist Optikermeister u.a. in Dortmund-Wickede und Geschäftsführer der YOU-Optiker Gemeinschaft. Zum anderen ist er erklärter Astronomie-Fan, genau so wie unser Physiklehrer W. Wirth.
Bodo Landfester, er ist übrigens ein ehemaliger Schüler der MBR, brachte insgesamt drei Spiegelteleskope mit.
Zwei dienten der direkten Beobachtung durch unsere Schüler. Das letztere brachte über einen Videoanschluss das Beobachtungsbild auf einen Großbildfernseher.
Im Laufe des gesamten Venustransits hatten alle SchülerInnen und LehrerInnen unserer Schule die Gelegenheit, das erst in 125 Jahren wiederkehrende Ereignis, zumindest für Europa, zu beobachten. Wir danken Herrn Landfester für sein Engagement!


Der Venustransit am 8. Juni 2004
 
Was ist ein Venustransit ?
Von einem Venustransit spricht man, wenn der Planet Venus von der Erde aus gesehen über die Sonnenscheibe wandert (transire [lat.] = vorbeigehen). Dies ist ein astronomisches Ereignis, das sehr selten auftritt. Erst am 8. Dezember 2125 wird man von unseren Gegenden aus tagsüber wieder einen Venustransit verfolgen können, also wesentlich seltener als eine Sonnen- oder Mondfinsternis (alle 18 bzw. 17 Monate).
 
2004 – Das Jahr der Venus !
Der Planet Venus ist vielen Menschen als strahlend heller Abend- und Morgenstern wohl vertraut.
Sofort nach Sonnenuntergang oder bis unmittelbar vor Sonnenaufgang wird sie am hellen
Dämmerungshimmel sichtbar. Wer weiß, wo er nach ihr zu suchen hat, findet sie bei günstigen Witterungsbedingungen auch mit bloßem Auge, auf jeden Fall aber mit einem kleinen Fernglas am Taghimmel. Andererseits werden manche Zeitgenossen vom Anblick des hell leuchtenden Planeten bisweilen so überrascht, dass sie ihn für ein UFO halten.
 
Wie beobachtet man den Transit ?
Weil die Venus während des Transits von der Erde aus einen scheinbaren Durchmesser von
immerhin fast einer Bogenminute aufweist, sollte man sie - normale Sehschärfe vorausgesetzt
- mit einem guten Schutzfilter schon mit bloßem Auge als winzigen Punkt über die vergleichsweise riesige Sonnenscheibe wandern sehen.

  Aber Vorsicht!!!  Nicht ohne Schutzfilter in die Sonne schauen.

Foto: Spezialbrille für die Sonnenbeobachtung

Diese Brille sperrt 99,99 % des Sonnenlichts!


Venustransit 8. Juni 2004 in der MBR

ABLAUF:
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Erster Kontakt
Venus berührt die Sonnenscheibe 7:20 Uhr MESZ
 
Zweiter Kontakt
Venus löst sich vom inneren Sonnenrand 7:40 Uhr MESZ

Dritter Kontakt
Venus berührt inneren Sonnenrand 13:04 Uhr MESZ
 
Vierter Kontakt
Venus löst sich von
der Sonnenscheibe
13:23 Uhr MESZ[1] 

 

M: Mitte - 10:22 Uhr MESZ
 

 

Sonnenfoto mit der Venus davorSonnenfoto mit der Venus davor

© Repro: wwirth   

 
Bei der Beobachtung des Transits kann das Planetenscheibchen mit Sonnenflecken verwechselt werden.
Während Venus aber rasch über die Sonne wandert,
bewegen sich Sonnenflecken nur sehr langsam mit der Sonnenrotation, die immerhin 25 Tage dauert.
Außerdem bestehen Sonnenflecken aus einem dunklen Zentralbereich, der Umbra, und einem helleren Randbereich, der Penumbra, während Venus als dunkles Scheibchen erscheint. Hier sieht man einen Sonnenfleck und die Venus aus einer älteren Aufnahme.

 
Heute ist die Venus von uns 43,2 Millionen km entfernt.
Die Sonne ist etwa 149 Millionen km von der Erde entfernt.
 Grafik: Darstellung der Stellung von Erde, Sonne und Venus


Beobachtungsstation war auf dem Nord-Schulhof

Foto: Bodo Landfester und Wolfgang Wirth leiten das Experiment

Bodo Landfester und Wolfgang Wirth

Foto: Schülerin schaut durch das Okular eines TeleskopsFoto: Teleskop mit Computer und Bildschirmdarstellung Foto: Viele Schülerinnen wollen durch das Teleskop schauenFoto: Schüler schaut durch das Okular eines Teleskops
 
 Autor: Wirth/Landfester   erstellt am 31. Oktober 2006 
 
 
Foto: Hand bedient eine Messgerät  Unsere SchülerInnen gestalten Schule mit!|Postmaster|©2006 Max-Born-Realschule