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Berufe in der EDV
Neue Berufe in der EDV und im Multimediabereich
In den neuen Medien haben sich eine Menge von neuen Berufsbildern etabliert, die deutlich einen langfristigen und hohen Zukunftsaspekt haben.
Analyst: Beobachter der
Finanzmärkte auf und in den Online-Diensten. Der Volkswirtschafts- und/oder
Wirtschaftswissenschaftler gibt Tips und Hinweise an seine zahlenden Privat-
und Industriekunden.
Anwendungstrainer:
Büroangestellte werden von ihm/ihr in neue Programme eingeführt.
Ein Informatikstudium kann helfen. Aber es sind auch Autodidakten
gefragt.
Callcenter-Agent: Das ist der
sprachen- und sprechbegabte Vieltelefonierer, der Kunden am Telefon über
bestimmte Dienstleistungen informiert, bei technischen Problemen berät
und Lösungen anbietet, und meist in kurzer Zeit für diese
Tätigkeit ausgebildet wurde. Andererseits ist es, so wie der Hotliner,
ein Fachmann, der in besonders schwierigen Fragen helfen kann.
Chipentwickler: Ein hochspezialisierter Physiker oder
Elektrotechnikingenieur, der möglichst viele Funktionen auf einem Chip
unterzubringen hat.
Datenbankaktualisierer: Er spricht
mehrere Sprachen und füttert die Datenbank mit den Stichwörtern,
die auf seine angelesene und herausgesuchte Fachliteratur hinweisen und
verständlich zusammenfasst.
Computeranimator: Für diesen Beruf ist ein studierter Grafiker
erforderlich, der hohe künstlerische Ambitionen haben muss und der sich mit
allen Grafikprogrammen gut auskennt. Aber wie so oft in dieser Branche ist auch
der Autodidakt gefragt. Dieser Beruf ist sehr wachstumsorientiert, denn in der
DVD-Herstellung geht es hauptsächlich um filmische Situationen, Trailer- und
Zeichentricksequenzen.
Fachinformatiker: Anerkannter Ausbildungsberuf seit 1997. Er/sie hat sich
um die Konzeption und Durchführung von Softwarelösungen bei Kunden, Einrichtung
vernetzter Computersysteme einschließlich Hard und Software.
Film- und Videoeditor: Staatlich anerkannter Ausbildungsberuf seit 1996.
Er/sie hat sich um das Auswerten von Exposés und Drehbüchern, Gestalten von
Tonmontagen und Bildeffekten für Filme, Dokumentationen oder TV-Shows zu
kümmern. Eine künstlerische Ader wäre nicht schlecht.
Hotliner: Viele Firmen in der
EDV-Welt bieten eine Hotline für technische oder softwaremäßige
Probleme ihrer Produkte an. Der Hotliner besitzt eine hohe Fachkompetenz
und muss ein gutes Einfühlungsvermögen gegenüber den Kundenfragen
und -problemen haben. Der Teletutor löst dann die entsprechenden Probleme,
meist direkt per/am Telefon.
Infobroker: Er ist Spezialist für die Suche nach und die Aufbereitung von
Informationen meistens aus dem Internet. Er recherchiert für Firmen und
Medienkonzerne und sollte eine journalistische Ausbildung besitzen, da seine
Texte eine gute sprachliche Qualität besitzen sollten, aber auch ein Informatik-
oder Fachhochschulstudium kann nützlich sein.
Informatik-AssistentInnen: Diese neuen Berufe, beschrieben in den
„Blättern zur Berufskunde“ (Bundesanstalt für Arbeit – 2-1A47) gehören zu den
IT-Kernberufen und haben je nach Schwerpunkt (techn. Informatik – Allg.
Informatik – Wirtschaftsinformatik) unterschiedliche Ausprägungen. Die
wichtigsten Tätigkeiten gliedern sich in die Systemanalyse, Konzeption,
Entwicklung, Änderung und Anpassung von Programmen, Installieren, Konfigurieren
und Pflegen von System- und Anwendungssoftware auf Rechnern und Rechnernetzen,
Operating, Anwenderschulung und –betreuung und letztendlich die regelmäßige
Wartung von Computersystemen.
Informatikkaufmann: Staatlich anerkannter Ausbildungsberuf seit 1997.
Er/sie beschäftigt sich mit dem Prüfen und Umsetzen von Anwendungslösungen auf
der Basis betriebswirtschaftlicher Belange.
IT-Systemelektroniker: Staatlich anerkannter Ausbildungsberuf seit 1997.
Planung, Installation und Pflege von Informations- und Kommunikationssystemen.
Service für Kunden.
IT-Systemkaufmann: Staatlich anerkannter Ausbildungsberuf seit 1997.
Beratung beim Verkauf von Hard- und Software. Konzeption kompletter Lösungen im
Bereich der Informationstechnik.
Java-Programmierer: Um fast jedes
Gebrauchsgerät (Küchenmaschine, Scheckkarte oder
Unterhaltungsgerät) netztauglich zu machen, programmiert man in dieser
einfach strukturierten Sprache. Voraussetzung: Informatiker, Physiker,
Mathematiker.
Key-Account-Manager:
Großkunden werden von ihm beraten, wie sie ihre Kommunikationsnetze
aufzubauen und zu pflegen haben. Diesen Beruf ergreifen kaufmännisch
ausgebildete Techniker, oder umgekehrt.
Korrespondenzservice: Ein mit
guter kaufmännischer Vorbildung und guten Sprachkenntnissen auszustattender
Beruf, der kleinere Unternehmen, auch mehrere zur gleichen Zeit, bei ihren
Sekretariatsanforderungen unterstützt (Bürogemeinschaft).
Mediendesigner: Einerseits erstellt
und kreiert er selbst die Darstellungsformen der Multimediakonzepte, wie
er andererseits Aufgaben an Spezialfirmen vergibt, da er sich das nötige
Equipment zur Gestaltung gar nicht alleine hinstellen könnte. Er ist
eigentlich das Universalgenie in den neuen Berufen.
Multimedia-Didaktiker: Entwickler
und/-oder Gestalter von Lernsoftware, die er mit seinen pädagogischen
Vorkenntnissen, nicht nur inhaltlich, sondern auch methodisch gut aufbereiten
kann. Er verbindet auch technisch die Zutaten wie CD, Video, Audio, Bild
und Text zu einem ausgefeilten Konzept.
Netz-Agent: Der Datenwächter,
Hacker, Antivirenexperte, Cybercashexperte, Wirtschaftsexperte, Sprach- und
Computersprachenkünstler und Entwickler für Sicherheitskonzepte
und -maßnahmen in den Online-Diensten. Dieser Ingenieur, Informatiker,
Jurist und Kaufmann ist wohl kaum in einer Person zu haben.
Netzprojekteur: Der Architekt"
unter den Netzwerkern plant und entwirft Netzwerke nach Kundenwünschen.
Besonders die Telefonnetze (fest und mobil) müssen aufgebaut werden.
Ein Studium der Nachrichten- und/oder Elektrotechnik, der Informatik ist
eine wesentliche Voraussetzung.
Netzwerker: Das ist eher der Techniker,
der vor Ort Schwierigkeiten löst, Kundenwünsche anpasst und
berücksichtigt. Auch er sollte ein Studium der Nachrichten- und/oder
Elektrotechnik vorweisen können.
Online-Berater: Die umfangreiche
Hard- und Software zu jeglicher Form von Telekommunikation setzt auch für
den Privatanwender eine nicht zu unterschätzende Fachkenntnis voraus.
Die Handbücher dazu sind von Insidern für Insider geschrieben.
Dieser Berater steht auch Firmen und Institutionen zur Verfügung. Eine
intensive Hard- und Softwarekenntnis und eine ständige Weiterbildung
sind Grundvoraussetzung für diesen interessanten Beruf.
Online-Händler:
Geschäftsinhaber eines Shops im Internet. Dieser Shop nimmt Bestellungen
aller Art an und kauft erst dann für sein Lager ein und liefert sehr
schnell die Ware aus. Wirtschaftskompetenz, Verhandlungsgeschick und logistische
Kenntnisse sind unbedingte Voraussetzung.
Online-Marktforscher: Der
sozialwissenschaftlich vorgebildete Marketingexperte erstellt Kundenprofile
für werbende Firmen und Institutionen.
Online-Redakteur: Viele Firmen
stellen eigene und umfangreiche Pages in das Internet. Die Betreuung dieser
Seiten und die Hereinnahme der berühmten Links, die auch dem
Unternehmenszweck dienen können, gehört zu diesem journalistischen
Berufsfeld.
Partnervermittler: Die
herkömmliche Partner- und Eheanbahnung benutzt alle medialen
Möglichkeiten, das Aussuchen und Kennenlernen von Partnern zu
erleichtern.
Screendesigner: Gestaltung von
Benutzeroberflächen für Programme und optische Aufbereitung von
allen multimedialen Konzepten. Er sollte Grafikdesigner sein und sehr intensive
Software- und Hardwarekenntnisse haben.
Screenschreiber: Ist für
die sprachliche Ausgestaltung von Internet-Seiten (Homepages),
Multimedia-Projekten (CD-ROM und Videos) und gestaltet Demos und
Präsentationen sprachlich fachgerecht und verständlich. Ein
Germanistikstudium und die Beherrschung mehrerer Fremdsprachen ist von
Vorteil.
Servicetechniker: Der Handwerker
unter den Netzwerktechnikern. Eine abgeschlossene Lehre in Nachrichtentechnik
oder neuer IT-Ausbildung hilft ihm dabei, die Probleme des Kunden zu
lösen.
Systemanalytiker: Er untersucht
die mögliche Verknüpfung zwischen vorhandener Hardware und den
Erfordernissen der anwendenden Firma. Dazu ist ein Informatik-,
Wirtschaftsinformatik- oder Betriebswirtschaftsstudium notwendig.
Systemoperator: Berater, Betreuer
und Koordinator von Online-Diensten, meist in technischen Belangen.
Teletutor: Siehe Hotliner!
Touristikexperte: Ein Reisekaufmann,
der sich aller medialen Konzepte bedient, um seine Reisen an den Kunden zu
bringen.
Tutor: Der Lehrer der Zukunft
leitet die Ausbildung unter Zuhilfenahme aller multimedialer Konzepte und
gibt Hilfestellung bei technischen und softwaremäßigen Problemen.
Er führt die Lernzielkontrolle durch, obwohl auch diese schon integraler
Bestandteil der Lernsequenzen sein sollte. Die PU (Programmierte Unterweisung)
und die PI (Programmierte Instruktion), vorgedacht und eher befürchtet
in den 60er und 70er Jahren, lassen grüßen.
Vertriebsingenieure: Nicht mehr
der reine Verkäufer ist hier gefragt, der kaufmännisch Ausgebildete
braucht zusätzlich ein Technikwissen, um Kundenberatung,
Produkterklärungen und Konfigurationen durchführen zu können.
Das ist kein Mitarbeiter, der gestern noch im Einzelhandel, wenn auch mit
großem Erfolg, Wurst verkauft hat. Der Autor hat schon oft
haarsträubende Verkaufsgespräche besonders im Computerhandel
mitbekommen und der Kunde kauft leider nur über den Preis der Ware.
Webmaster: Technische Konzeption
und Pflege des Informationsangebots von Organisationen und Unternehmen im
Internet. Informatik-, Design- und Wirtschaftskenntnisse sind eine meist
gute Voraussetzung.
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