Unser Namensgeber

Foto: Panoramafoto unserer Schule von Süden           © Udo R. Pfeifer

Sein Lebenslauf
 

11. 12. 1882

 

In Breslau geboren als Sohn von Professor Gustav Born, Anatom und Embryologe, und seiner Frau Margarete, geborene Kauffmann.

1888 - 1901

 

Volksschule, König-Wilhelm-Gymnasium in Breslau

1901

 

Studienbeginn in Breslau, u.a. Mathematik bei J. Rosanes und F. London.

1902

 

Nach vier Semestern in Heidelberg und Zürich besuchte er die Universität in Göttingen, wo sich sogleich enge Beziehungen zu David Hilbert und Hermann Minkowski ergaben. Die beiden Mathematiker waren seine eigentlichen akademischen Lehrer. Beginn der Freundschaft mit James Franck

1904

 

Breslau - Zürich - Berlin - Göttingen. Privatassistent bei David Hilbert. Vorlesungen bei Hermann Minkowski (spezielle Relativitätstheorie) und Waldemar Voigt (Kristallphysik und Optik). Seminar bei Felix Klein u. Carl Runge über Elastizitätstheorie

1906

 

Doktorprüfung (magna cum laude) bei Hilbert, Runge, Voigt, Schwarzschild. Aufenthalt in Cambridge, Vorlesungen bei J. Larmor u. J. J. Thomson

1908

 

Göttingen - Mitarbeiter bei Minkowski

1909

 

Habilitation über relativistisches Elektron. Erste Begegnung mit Einstein

1912

 

Er begründete zusammen mit Theodore von Karmann die Quantentheorie der spezifischen Wärme. Arbeiten zur Gitterdynamik

1913

 

Heirat mit Hedwig Ehrenberg in Berlin - Grünau. Die Entdeckung der Röntgeninterferenzen lieferte ein nachträgliches Argument für Borns Methode

1914

 

Ruf an die Universität Berlin zur Entlastung von Max Planck im Unterricht. Extraordinarius für theoretische Physik, Kinetische Theorie fester Körper. Eine enge Freundschaft mit seinem Vorbild Albert Einstein begann

Foto:Briefmarke für James Frank und Max Born von 1982

1915

 

Born veröffentlicht das Buch „Dynamik der Kristallgitter"

1918

 

Frankfurt - Max von Laue Professur. Erstes eigenes Institut, zwei Assistenten (u.a. Otto Stern)

1921

 

Angeregt von den Bohr-Festspielen beteiligte er sich auch an der Suche nach einer neuen Atomtheorie

1922

 

Ruf nach Göttingen, gleichzeitig erhält James Franck den Lehrstuhl für Experimentalphysik. Wolfgang Pauli und Werner Heisenberg Assistenten bei Max Born

1924

 

Max Born veröffentlichte eine Arbeit "Zur Quantenmechanik", mit der zum ersten Mal eben der Begriff der "Quantenmechanik (Quantum Mechanics)" für die Zukunft geprägt wurde. Er lud Heisenberg und Pascual Jordan ein, mit denen er dann zusammen an dem neuen Problem arbeitete. So wurden mit Heisenbergs Ideen in dieser Dreiergruppe die Fruchtbarsten Weichen für die Zukunft gestellt. Born's größte Leistung war jedoch die Betrachtungsweise und Definition der Quantenmechanik und welche Bedeutung dabei der Wellencharakter hat. Er nahm an, dass diese eher über die Art der Ausbreitung der Welle, als über die Wellenfunktion definiert wird. Die korrekte Interpretation geht davon aus, dass die Ausbreitung ab einem bestimmten Punkt im Raum proportional zur Wahrscheinlichkeit des Auffindens der kleinsten Teilchens, bezogen auf diesen Raumpunkt steht. Die Ausbreitung ist dann die wahrscheinliche Dichte und der Wellencharakter die wahrscheinliche Amplitude

1925

 

Werner Heisenberg, der damals 24jährige Assistent Borns, formulierte einen Ansatz, an den anknüpfend - in Zusammenarbeit mit Pascual Jordan und Heisenberg - Born die geschlossene Mathematische Theorie der Quantenmechanik entwickeln konnte (Ausdeutung des quantenmechanischen Stoßvorganges). „Heisenbergs Multiplikationsregel ließ mir keine Ruhe, und nach acht Tagen intensiven Denkens und Probierens erinnerte ich mich plötzlich an eine algebraische Theorie, die ich von meinem Lehrer Professor Rosanes in Breslau gelernt hatte. Dieses Resultat bewegte mich etwa wie ein Seefahrer, der nach langer Irrfahrt von Ferne das ersehnte Land sieht. Ich war vom ersten Augenblick an überzeugt, dass wir auf das Richtige gestoßen waren"

1926

 

Born lieferte einen fundamentalen Beitrag zur physikalischen Interpretation dieses Kalküls und damit zum Verständnis der dem menschlichen Denken so eigenartige Schwierigkeiten bereitenden „Logik der Atome"

1933

 

Born wanderte erst nach Cambridge und dann nach Edingburgh aus, wo er nochmals 17 Jahre theoretische Physik lehrte. Die Mitarbeit seiner Schüler Oppenheimer und Teller an der Entwicklung von Massenvernichtungsmitteln verletzte ihn tief

1934 - 1935

 

Arbeit am Cavendish-Laboratorium in Cambridge Vorlesung über nichtlineare Elektrodynamik

   

Während des Winters 1935-1936 war Born sechs Monate  in Bangalore am Indian Institute of Science, und arbeitete dort mit Sir C.V. Raman und dessen Schülern

1936 - 1954

 

Tait-Lehrstuhl (Natural Philosophy) in Edinburgh als Nachfolger von Charles Galton Darwin

1954

 

Er erhielt den Nobelpreis (Physik) "für die fundamentale Forschung zur Quantenmechanik, insbesondere aber die statistisch mathematische Interpretation der Wellencharakteristik."  nobelprize.org  >>>  
 
Im gleichen Jahr Rückkehr nach Deutschland.

1955

 

Initiierung der "Mainauer Kundgebung" (zur Gefahr der Atomwaffen)

05. 01. 1970

 

Er starb in Göttingen und liegt auch dort begraben
 

   

Bei der Gelegenheit:
Olivia Newton-John, die berühmte Schauspielerin und Sängerin wurde am 26. September 1948 in Cambridge in England geboren, lebte dort allerdings nur fünf Jahre, dann zog sie mit ihrer Familie nach Australien. Ihr Vater stammte aus Wales und arbeitete als Deutschlehrer in Cambridge und Melbourne. Ihre deutsche Mutter Irene ist (war) die Tochter von Max Born
 

Grafik Max Born Realschule

Die Gründung unserer Schule wurde im November 1969 auf  Initiative des damaligen Schulleiters der Otto-Hahn-Realschule in Dortmund  beschlossen. Bei der Namensgebung 1970 lag es nahe, ebenfalls einen Physiker - Max Born - auszuwählen, zumal dieser gerade erst gestorben war.

Banner für "Schule ohne Rassismus"

Literatur:

Born, Max:

Ausgewählte Abhandlungen, 2 Bde., Göttingen 1963

Einstein, Albert; Born, Hedwig und Max:

Briefwechsel, München 1969

Born, Hedwig und Max:  

Der Luxus des Gewissens, München 1969

Born, Max:  

Mein Leben, München 1975

 

Untersuchungen über die Stabilität der elastischen Linie
in Ebene und Raum, unter verschiedenen Grenzbedingungen (Dissertation 1906)

 

Dynamik der Kristallgitter (1915)

 

Die Relativitätstheorie Einsteins (1920) , Springer, ISBN 3-540-04540-6, 1984,
Unveränd. Nachdr. d. 5. Aufl. 1969

 

Vorlesungen über Atommechanik (1925)

 

Experiment und Theorie in der Physik

 

Optik: ein Lehrbuch der elektromagnetischen Lichttheorie (1933),
Springer, 1985, 3. Aufl., 2. Nachdr.

mit Emil Wolf

Principles of Optics (1959)

 

Physik im Wandel meiner Zeit,  Braunschweig : Vieweg, 1983,
Unveränd. Nachdr. d. 4., erw. Aufl., 1966 /
mit einl. Bemerkungen von Roman U. Sexl u. Karl von Meyenn

 

Von der Verantwortung des Naturwissenschaftlers

 

Baumeister der Quantenwelt Greenspan, Nancy T.. -
München: Elsevier, Spektrum, Akad. Verl., 2006, 1. Aufl.

Max-Born-Institut

www.mbi-berlin.de
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© by T. C. & S. E. D.
 
Foto: Augenpartie einer Schülerin Unsere SchülerInnen gestalten Schule mit!|Postmaster|©2006 Max-Born-Realschule