| Asseln. "Rugmark", am Anfang ihrer Projektwoche
war dieses Wort für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d an der Max-
Born-Realschule noch ein Fremdwort. Unter der Anleitung ihrer
Lehrerin Annemarie Velewald lernten die Kinder das Surfen im Internet und wie man
Internetseiten von Organisationen wie Brot für die Welt oder terre des homes aufruft.
"Rugmark", so stellte sich heraus, ist eine indische Organisation, die
Teppichkinder aus ihrer menschenunwürdigen Situation befreit.
"Rugmark" ist ein Zeichen für Teppiche, die nicht von Kindern geknüpft
wurden und durch deren Kauf die Konsumenten hierzulande indirekt die Kinder in Indien und
im Nepal vor Kinderarbeit schützen.
Die Internetseiten über Kinderarbeit haben die Schülerinnen und Schüler intensiv
gelesen und anschließend selbst emails verschickt: z. B. an eine Hauptschule in
Hoyerswerda und nach Indien zur Organisation Rugmark. In diesem Brief heißt es: "Wir
unterstützen die Rugmark-Idee und kämpfen für die Rechte der Kinder."
Nach dem Studium der Internetseiten und dem Verschicken der e-mails besuchten die
Schülerinnen und Schüler das Teppichhaus Karstadt und das Möbelhaus Zurbrüggen, um vor
Ort zu sehen, wie viele Teppiche das Rugmark-Zeichen tragen und um sich mit den
Verkäufern zu unterhalten.
Außerdem haben sie den Weltladen in Asseln besucht und dort erfahren, daß viele
Produkte zu fairen Preisen und unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt werden und
dann in den Weltläden verkauft werden.
Zum Abschluß der Projektwoche haben die Kinder in Kooperation mit der
Evangelischen Kirchengemeinde Asseln über 200 gelbe Stoffahnen von Brot für die Welt mit
Forderungen und Wünschen gegen die Kinderarbeit beschrieben und diese Fahnen in der |
Aktion "Flagge zeigen" aus den Fenstern der Schule
gehängt. In der nächsten Woche erwarten die Kinder Antworte-mails, besonders aus Indien.
Mit einem Trödelmarkt wollen sie auch direkt die Teppichkinderprojekte in Indien
unterstützen. 
Zum Abschluß ihrer Projektwoche gegen Kinderarbeit zeigten
Max-Born-Realschüler Flagge und hängten Transparente und Spruchbänder aus den Fenstern
des Schulgebäudes.
(Foto: Matzanke) |