Schulprogramm 2006

Foto: Panoramafoto unserer Schule von Süden           © Udo R. Pfeifer

Umwelterziehung

 

Die MBR beabsichtigt, bewusstes, zukunftsfähiges Verhalten im Sinne nachhaltiger Entwicklung und Umwelterziehung in ihr Schulprogramm aufzunehmen.
 
Langfristiges Ziel ist die Veränderung der MBR in Richtung ökologischer und gesunder Schule sowie lokaler Agenda-Schule.
 
Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, ökologische Zielsetzungen in konkrete Verhaltensweisen umzusetzen hinsichtlich der Gestaltung ihrer Schule bzw. ihrer eigenen Bedürfnisse und Interessen.
 
Umgestaltungsprozesse werden bewusst als praktische Lernerfahrungen verstanden und sollen im Schulalltag zu konkreten und messbaren Umweltentlastungen führen.
 
Die Schule wird selbst zum Unterrichtsgegenstand. Die Schülerinnen und Schüler spüren gemeinsam mit ihren Lehrer/innen Schwachstellen und Einsparungspotenziale auf, erarbeiten (Umwelt-) Ziele und führen Verbesserungsmaßnahmen durch.
 

Folgende Vereinbarungen werden in das Schulprogramm aufgenommen:

  1. Konsequente Einhaltung der Haus- und Schulordnung
    • Umweltschutz fängt im Kleinen an – mach mit!
    • Umweltfreundliche Schulmaterialien
    • Pausenfrühstück in Mehrwegbehältern
    • Verringerung der Abfallmengen etc.
  2. Verwendung umweltfreundlicher Schulmaterialien
    • Eltern- und Schüler/inneninformation der neuen 5. Klassen vor Aufnahme in der MBR durch Elternbrief
    • Kennenlernnachmittag mit Informationen über umweltfreundliche Schulmaterialien und deren Beschaffung (u.a. in Dritte-Welt/Eine-Welt-Läden einiger Dortmunder Kirchengemeinden)
  3. Einleitung von Maßnahmen zur Energie- und Wassereinsparung
    • „Energiewächter“ in allen Klassen
    • energiebewusstes Verhalten beim Beleuchten, Beheizen und Belüften der Räumlichkeiten
    • Aufspüren von Energieverschwendung und Einleitung von Verbesserungsmaßnahmen

Warum zukünftig Abfalltrennung an der MBR?
 

  1. Durch Trennung des wieder verwertbaren Mülls vom zu entsorgenden Restmüll lassen sich
    erhebliche schulische Unterhaltungskosten sparen.
  2. Wiederverwertung recycelbarer Materialien (z.B. Papier, Kunststoffe, Metall, Verbundstoffe) als aktiver Beitrag zum Schutze unserer Umwelt sollte gerade auch in der Schule vorgelebt werden.

Schüler/innen, Lehrer/innen, Reinigungskräfte, Hausmeister und sonstige Angehörige unseres Schulzentrums werden zukünftig den in der Schule anfallenden Abfall in den Klassen- und Fachräumen vorsortieren. Es werden dazu blaue, gelbe und graue Sammelbehälter für Papier, so genannten „Gelben Müll“ und verbleibenden Restmüll zur Verfügung gestellt.

 
Es ist wichtig, dass alle Beteiligten sich verpflichten, die Mülltrennung auch wirklich ernst zu nehmen!
 
Darüber hinaus sollte jeder helfen, unsere täglichen Abfallmengen durch mögliche Abfallvermeidung zu verringern!
Mehrwegverpackungen, Glasrecycling und umweltfreundliche Schulmaterialien gilt es nachdrücklich zu befürworten und einzufordern!


Evaluation
 
Umwelterziehung in den Jahrgangsstufen 5 und 7 im November 2004
 
Jahrgangsstufe 5
 
Anhand der Auswertung der Untersuchungen ergab sich folgendes Ausgangsergebnis:

  1. Die Untersuchung wurde in den 5. Klassen zu Beginn des Schuljahres 2004/2005 durchgeführt, um eine Ausgangslage in dieser Klassenstufe für eine Erweiterung des Umweltbewusstseins der Schüler/innen dieser Jahrgangsstufe zu ermitteln.
  2. In den vier getesteten Klassen ließ sich hinsichtlich der Mappenführung eine deutliche Tendenz zur Benutzung von Kunststoffmappen beobachten, obwohl auch eine größere Anzahl der Schüler/innen Pappmappen bevorzugten.
  3. Ein ähnliches Bild ergab sich bei der Verwendung von Umweltpapier.
  4. Das Schreibgerät, welches am häufigsten verwendet wird, ist der Füller. Dies wird unseren Ansprüchen gerecht und dürfte bei einer zweiten Überprüfung nicht anders ausfallen.
  5. Vergleichbare Ergebnisse lassen sich bei den Zeichenutensilien feststellen. Dort arbeiten fast alle Schüler/innen mit Bleistift und mit Buntstiften. Hier wird es interessant sein, ob unsere Angaben zu den von uns bevorzugten, umweltfreundlichen Materialien so beibehalten werden.

Schlussbetrachtung
Die Voraussetzungen, die die Fünftklässler in dieser Richtung bereits mitbringen, sind hervorragend. Es bleibt zu überprüfen, ob in der weiterführenden Schule diese Vorgaben trotz größerer Eigenständigkeit der Schüler/innen beibehalten werden können. Eine Steigerung wäre nur im Bereich Mappen und Papier wünschenswert. Geplant ist eine weitere Überprüfung der Angaben im Februar/März des Jahres 2005 sowie eine abschließende Befragung am Ende des Schuljahres 2005.
 
Jahrgangsstufe 7
 
Anhand der Auswertung der Untersuchungen ergab sich folgendes Ergebnis:

  1. Die Untersuchungen wurden zu Beginn (Februar 2004) und zum Ende des Schulhalbjahres (Juli 2004) durchgeführt. Der Zeitrahmen war demnach sehr eng gesteckt und dennoch konnten Unterschiede festgestellt werden. Die Entwicklung tendierte zu einer Änderung des Umweltbewusstseins der Schüler/innen der 7. Klassen in Richtung Umweltmaterialien.
  2. Steigerungen ergaben sich bei den Schreib- und Zeichenutensilien und im besonderen Maße bei der Wahl von Umweltpapier.
  3. Leider wurde die Erwartung, dass die Schüler/innen vermehrt vom Gebrauch von Filzstiften und Kugelschreibern absehen, nicht erfüllt.
  4. Die Wahl des Mappenmaterials (Pappe oder Kunststoff) hatte sich ebenfalls nicht geändert. Dies hängt unseres Erachtens damit zusammen, dass diese durchaus langlebiger sind und ordentlicher erhalten werden können. Die Schüler/innen gehen hier einen einfacheren Weg und sind sicherlich in diesem Alter nicht mehr so leicht zu überzeugen, die Mappenart zu wechseln.
  5. Auch die Benutzung von Finelinern und Filzstiften änderte sich nicht. Dies hängt auch mit den außerschulischen Lebensumständen der Schüler/innen zusammen. Es ist in diesem Alter nicht mehr in Ordnung mit Buntstiften zu zeichnen, denn Farben und Formen lassen sich mit den anderen Stiften besser darstellen.

Schlussbetrachtung
Die Umwelterziehung sollte auf diesem Gebiet schon mit der 5. Klasse beginnen, denn die Vermutung liegt nahe, dass man die Einstellungen der Schüler/innen dann noch wesentlich besser in Richtung Umweltschutz lenken kann. Mit einer weiteren Verbesserung kann durchaus gerechnet werden, wenn diese Befragung im nächsten Schulhalbjahr wiederholt werden würde.
 
Nach den ersten Evaluationen sind weitere Erhebungen zum Thema fächerübergreifend geplant.

 
Foto: Ein interessiertes Gesicht Unsere SchülerInnen gestalten Schule mit!|Postmaster|©2006 Max-Born-Realschule