Schulprogramm 2006

Foto: Panoramafoto unserer Schule von Süden           © Udo R. Pfeifer

Vorwort

Foto: Max Born © Max-Born-Institut   

Die Max-Born-Realschule, benannt nach dem deutschen Physiker Max Born, wurde 1969 errichtet. Zur Zeit zählt sie 27 Klassen, d.h. 771 Schülerinnen und Schüler und 41 Lehrerinnen und Lehrer.
Die Max-Born-Realschule liegt im Osten Dortmunds und bildet zusammen mit dem Immanuel-Kant-Gymnasium das Schulzentrum Asseln. Das parkähnliche Schulgelände ist großzügig als Sport und Spielgelände mit zwei Turnhallen, zwei Sportplätzen und Rasenspielplätzen ausgestattet. Eine Streuobstwiese und ein liebevoll gepflegter und ökologisch interessant gestalteter Schulgarten mit Teich schließen sich an.

 

Vor Jahren erhielt die Max-Born-Realschule durch das besondere Engagement der Schülervertretung den Ehrentitel Schule ohne Rassismus. In vielfältiger Weise waren und sind wir verpflichtet, das Thema Antirassismus zu behandeln, um der Herausforderung dieses Titels im Unterricht gerecht zu werden. Deshalb veranstaltet die SV jährlich zum Antirassismustag spezielle Projekte für die gesamte Schülerschaft.

 

Banner: Schule ohne Rassismus

 
Als „Schule ohne Rassismus“ sahen wir immer mehr die Notwendigkeit, auf breiter Ebene auch gewaltpräventiv zu arbeiten. In Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern wie etwa der Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen (RAA), der Dortmunder Polizei oder Zeitzeugen der jüngsten Geschichte entstand ein Netz von Projekten, in denen Verantwortungsbereitschaft trainiert und die Schülerinnen und Schüler zur Zivilcourage ermuntert werden. Beispielhaft seien an dieser Stelle einige Arbeitsfelder genannt:

  • Die Jugendkontaktbeamtinnen und -beamten der Dortmunder Polizei veranstalten in den Klassen Gewaltpräventionsseminare.

  • Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klasse, die zuvor ein Jahr lang ausgebildet wurden, engagieren sich auf freiwilliger Basis, um als Streitschlichter/in bei Konflikten innerhalb der Schülerschaft zu helfen.

  • Für die Mädchen der 7. Klasse ist eine Arbeitsgemeinschaft eingerichtet worden, in der sie ihre mädchenspezifischen Probleme zur Sprache bringen können und in ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden.

  • Die Jungen der 6. und 7. Klassen können an einer so genannte „Jungen-AG“ teilnehmen und dort partnerschaftliches Verhalten trainieren und ihre Sozialkompetenz erweitern.

  • Verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler nehmen im „Gemeinsamen Unterricht“ an einer sonderpädagogischen Fördermaßnahme teil.

Während in den ersten Fassungen unseres Schulprogramms noch viele Einzelaktionen ein facettenreiches Bild dieses Schullebens widerspiegelten, haben wir uns in den letzten Jahren auf sechs Schwerpunkte konzentriert, die das Bild der Max-Born-Realschule entscheidend prägen und die jetzt einen festen Platz im Unterrichtsgeschehen und unserem Schulleben einnehmen:

  • Gewaltprävention

  • Umwelterziehung

  • Berufswahlvorbereitung

  • Erprobungsstufe

  • Gesundheitserziehung

  • Nachmittagsbetreuung

Aus der Arbeit an den Themen „Schule ohne Rassismus“ und „Gewaltprävention“ entwickelte sich sehr schnell ein weiterer Schwerpunkt, die Umwelterziehung. Dieser Schwerpunkt ist ebenfalls von der Schulkonferenz für alle Klassenstufen inhaltlich mit festen Themen zum Bestandteil des schulinternen Lehrplans der einzelnen Fächer festgelegt worden. Auch hier waren es anfangs einzelne Projekte, die die Schülerinnen und Schüler zum sorgfältigen Umgang mit den Ressourcen unserer Umwelt sensibilisieren sollten:

  • Schon seit vielen Jahren arbeiten die Schülerinnen und Schüler unter umsichtiger und fachkundlicher Anleitung im Schulgarten der MBR.

  • Die MBR verpflichtet sich als Energiesparschule alle am Schulleben Beteiligten gleichermaßen zum sorgfältigen Umgang mit Strom und Wasser anzuhalten.

  • Bei den Netd@ys arbeiteten unsere Schülerinnen und Schüler ebenfalls zu den Themen der Agenda 21.

  • Ab dem 9.1.2006 wird der entstehende Abfall nach dem bewährten System der Dreifachtrennung (Papier/Pappe, Grüner- Punkt-Müll, Restmüll) sortiert. Die Vorsortierbehälter in den Farben gelb, blau und grau stehen für die verschiedenen Abfallsorten, die sich bei den Müllcontainern, die auf dem Schulhof aufgestellt werden, wiederholen.

So wie wir uns der Verpflichtung bewusst sind, unsere Schülerinnen und Schüler mit den Problemen unserer Gesellschaft vertraut zu machen und damit den Gegenwartsbezug herzustellen, sehen wir auch die über den Unterricht hinausgehende Aufgabe, sie auf ihr zukünftiges Berufsleben vorzubereiten. Die Berufswahlvorbereitung gehört als unverzichtbare Säule zu unserem Schulprogramm.

Schritt für Schritt führen wir die Schülerinnen und Schüler an die Bedingungen des Arbeitslebens heran, helfen ihnen die eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und so die richtigen Entscheidungen für ein später erfolgreiches und erfülltes Berufsleben zu fällen. Auch hier binden wir außerschulische Partner wie das Arbeitsamt oder das Unternehmen „Power Check“ sowie die unterschiedlichsten Betriebe im weiteren Umkreis der Schule in unsere Arbeit mit ein. Momentan bewirbt sich die Schule um das Qualitätssiegel Schule>>Beruf, das von der Stiftung Weiterbildung Kreis Unna und dem Schulverwaltungsamt der Stadt Dortmund vergeben wird. Gleichzeitig sind Patenschaften mit verschiedenen Wirtschaftsunternehmen in Zusammenarbeit mit dem regionalen Bildungsbüro und der IHK in der Planung.

Die Betreuung unserer Schülerinnen und Schüler in den Eingangsklassen 5 und 6, also in der Erprobungsstufe, wird von uns als vierter Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit angesehen, in die alle Fachlehrer/innen, vor allem aber die Klassenlehrer/ innen eingebunden sind.

Um den Übergang der Kinder von der Grundschule zur weiterführenden Schule, d.h. hier speziell der Max-Born-Realschule, so optimal wie möglich zu gestalten und um sie in das Fachlehrer/ innensystem einzuführen, haben wir ein umfangreiches Programm entwickelt. Dabei ist eine vorbereitende Fortbildung der zukünftigen Klassenlehrer/innen nach dem Programm von „Lions Quest“, das von Prof. Dr. K. Hurrelmann der Universität Bielefeld begleitet wird, ebenso vorgesehen wie eine enge Kooperation mit den abgebenden Grundschulen und eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern und spezielle Unterstützungsangebote für die Erziehung im Elternhaus.

Seit dem neuen Schuljahr 2005/2006 läuft an der Max-Born-Realschule ein spezielles Fitnessprojekt im Rahmen der Gesundheitsförderung. Neben dem gesunden Frühstück (begleitet und evaluiert durch Prof. Dr. G. Eissing von der Universität Dortmund) und einer Stunde mehr Sport in der Stundentafel nimmt die Nachmittagsbetreuung, die für Kinder aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 jeden Montag bis Donnerstag von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr angeboten wird, einen immer breiteren Raum ein. Neben der Begleitung der Hausaufgaben und speziellen Entspannungsübungen lernen die Kinder nach dem Motto „Wir kochen selbst!“ und „Was hält uns gesund?“ worauf es bei einer gesunden Ernährung ankommt und wie sie sich durch gezielte Übungen in Turnhalle und Schwimmbad fit halten. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, dass ältere Schülerinnen und Schüler unserer Schule, die zuvor durch den Evangelischen Kirchenkreis Dortmund zum Gruppenleiter / zur Gruppenleiterin ausgebildet wurden, an der Betreuung der jüngeren Schülerinnen und Schüler verantwortlich mitarbeiten. In Zusammenarbeit mit dem Opus-Netzwerk, dem Kinder- und Jugendförderwerk Asseln, der Maßnahme 13 plus, REWE Ravers Asseln und dem Förderverein der MBR läuft das Projekt mit einer Eigenbeteiligung von 10 Euro in der Woche pro Teilnehmer/in seit August 2005.

Unsere Schule ist auf dem Weg!

Um das Prozesshafte unserer gemeinsamen pädagogischen Bemühungen zu unterstreichen, hatten wir schon bei den ersten Fassungen unseres Schulprogramms bewusst auf eine gebundene Form verzichtet. Damit war und ist uns jederzeit die Möglichkeit gegeben, Projekte, die bei einer Evaluation nicht mehr unseren Vorstellungen entsprechen, auszusondern und uns dafür auf die Schwerpunkte Gewaltprävention, Umwelterziehung, Berufswahlvorbereitung, Erprobungsstufe, Gesundheitserziehung und Nachmittagsbetreuung zu konzentrieren. Sie bereichern nicht nur unser Schulleben, sondern sind Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit und sollen - so hoffen wir - unsere Schülerinnen und Schüler in ihrer Leistungsfähigkeit und in ihrer Sozialkompetenz stärken.


 
Dr. Johanna Kahlert
Schulleiterin

Foto: Schulleiterin Dr. Johanna Kahlert
 
Foto: Ein interessiertes Gesicht Unsere SchülerInnen gestalten Schule mit!|Postmaster|©2006 Max-Born-Realschule