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Vorwort |
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Die Max-Born-Realschule, benannt nach dem
deutschen Physiker Max Born, wurde 1969 errichtet.
Zur Zeit zählt sie 27 Klassen, d.h. 771
Schülerinnen und Schüler und 41 Lehrerinnen und
Lehrer.
Die Max-Born-Realschule liegt im Osten Dortmunds
und bildet zusammen mit dem Immanuel-Kant-Gymnasium das Schulzentrum Asseln. Das
parkähnliche Schulgelände ist großzügig als Sport und
Spielgelände mit zwei Turnhallen, zwei Sportplätzen
und Rasenspielplätzen ausgestattet. Eine
Streuobstwiese und ein liebevoll gepflegter und
ökologisch interessant gestalteter Schulgarten mit
Teich schließen sich an.
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Vor Jahren erhielt die Max-Born-Realschule durch
das besondere Engagement der Schülervertretung
den Ehrentitel Schule ohne Rassismus. In
vielfältiger Weise waren und sind wir verpflichtet,
das Thema Antirassismus zu behandeln, um der
Herausforderung dieses Titels im Unterricht gerecht
zu werden. Deshalb veranstaltet die SV
jährlich zum Antirassismustag spezielle Projekte
für die gesamte Schülerschaft.
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Als „Schule ohne Rassismus“ sahen wir immer
mehr die Notwendigkeit, auf breiter Ebene auch
gewaltpräventiv zu arbeiten. In Zusammenarbeit
mit außerschulischen Partnern wie etwa der Regionalen
Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern
und Jugendlichen (RAA), der Dortmunder Polizei
oder Zeitzeugen der jüngsten Geschichte entstand
ein Netz von Projekten, in denen Verantwortungsbereitschaft
trainiert und die Schülerinnen und
Schüler zur Zivilcourage ermuntert werden.
Beispielhaft seien an dieser Stelle einige Arbeitsfelder
genannt:
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Die Jugendkontaktbeamtinnen und -beamten
der Dortmunder Polizei
veranstalten in den Klassen Gewaltpräventionsseminare.
-
Schülerinnen und Schüler der 9. und
10. Klasse, die zuvor ein Jahr lang ausgebildet
wurden, engagieren sich auf
freiwilliger Basis, um als Streitschlichter/in
bei Konflikten innerhalb der Schülerschaft
zu helfen.
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Für die Mädchen der 7. Klasse ist eine
Arbeitsgemeinschaft eingerichtet worden,
in der sie ihre mädchenspezifischen Probleme
zur Sprache bringen können und in
ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden.
-
Die Jungen der 6. und 7. Klassen können
an einer so genannte „Jungen-AG“ teilnehmen
und dort partnerschaftliches
Verhalten trainieren und ihre Sozialkompetenz
erweitern.
-
Verhaltensauffällige Schülerinnen und
Schüler nehmen im „Gemeinsamen Unterricht“
an einer sonderpädagogischen
Fördermaßnahme teil.
Während in den ersten Fassungen unseres Schulprogramms
noch viele Einzelaktionen ein
facettenreiches Bild dieses Schullebens widerspiegelten,
haben wir uns in den letzten Jahren auf
sechs Schwerpunkte konzentriert, die das Bild der
Max-Born-Realschule entscheidend prägen und
die jetzt einen festen Platz im Unterrichtsgeschehen
und unserem Schulleben einnehmen:
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Gewaltprävention
-
Umwelterziehung
-
Berufswahlvorbereitung
-
Erprobungsstufe
-
Gesundheitserziehung
-
Nachmittagsbetreuung
Aus der Arbeit an den Themen „Schule ohne
Rassismus“ und „Gewaltprävention“ entwickelte
sich sehr schnell ein weiterer Schwerpunkt, die
Umwelterziehung. Dieser Schwerpunkt ist ebenfalls
von der Schulkonferenz für alle Klassenstufen
inhaltlich mit festen Themen zum Bestandteil des
schulinternen Lehrplans der einzelnen Fächer festgelegt
worden.
Auch hier waren es anfangs einzelne Projekte, die
die Schülerinnen und Schüler zum sorgfältigen
Umgang mit den Ressourcen unserer Umwelt
sensibilisieren sollten:
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Schon seit vielen Jahren arbeiten die
Schülerinnen und Schüler unter umsichtiger
und fachkundlicher Anleitung im
Schulgarten der MBR.
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Die MBR verpflichtet sich als Energiesparschule
alle am Schulleben Beteiligten
gleichermaßen zum sorgfältigen Umgang
mit Strom und Wasser anzuhalten.
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Bei den Netd@ys arbeiteten unsere
Schülerinnen und Schüler ebenfalls zu
den Themen der Agenda 21.
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Ab dem 9.1.2006 wird der entstehende
Abfall nach dem bewährten System der
Dreifachtrennung (Papier/Pappe, Grüner-
Punkt-Müll, Restmüll) sortiert. Die Vorsortierbehälter
in den Farben gelb, blau
und grau stehen für die verschiedenen
Abfallsorten, die sich bei den Müllcontainern,
die auf dem Schulhof aufgestellt
werden, wiederholen.
So wie wir uns der Verpflichtung bewusst sind, unsere
Schülerinnen und Schüler mit den Problemen
unserer Gesellschaft vertraut zu machen und damit
den Gegenwartsbezug herzustellen, sehen wir
auch die über den Unterricht hinausgehende Aufgabe,
sie auf ihr zukünftiges Berufsleben
vorzubereiten. Die Berufswahlvorbereitung gehört
als unverzichtbare Säule zu unserem Schulprogramm.
Schritt für Schritt führen wir die Schülerinnen und
Schüler an die Bedingungen des Arbeitslebens
heran, helfen ihnen die eigenen Stärken und
Schwächen zu erkennen und so die richtigen Entscheidungen
für ein später erfolgreiches und
erfülltes Berufsleben zu fällen. Auch hier binden wir
außerschulische Partner wie das Arbeitsamt oder
das Unternehmen „Power Check“ sowie die unterschiedlichsten
Betriebe im weiteren Umkreis der
Schule in unsere Arbeit mit ein. Momentan bewirbt
sich die Schule um das Qualitätssiegel
Schule>>Beruf, das von der Stiftung Weiterbildung
Kreis Unna und dem Schulverwaltungsamt der
Stadt Dortmund vergeben wird. Gleichzeitig sind
Patenschaften mit verschiedenen Wirtschaftsunternehmen
in Zusammenarbeit mit dem
regionalen Bildungsbüro und der IHK in der Planung.
Die Betreuung unserer Schülerinnen und Schüler
in den Eingangsklassen 5 und 6, also in der Erprobungsstufe,
wird von uns als vierter Schwerpunkt
unserer pädagogischen Arbeit angesehen, in die
alle Fachlehrer/innen, vor allem aber die Klassenlehrer/
innen eingebunden sind.
Um den Übergang der Kinder von der Grundschule
zur weiterführenden Schule, d.h. hier
speziell der Max-Born-Realschule, so optimal wie
möglich zu gestalten und um sie in das Fachlehrer/ innensystem einzuführen, haben wir ein
umfangreiches Programm entwickelt. Dabei ist
eine vorbereitende Fortbildung der zukünftigen
Klassenlehrer/innen nach dem Programm von
„Lions Quest“, das von Prof. Dr. K. Hurrelmann der
Universität Bielefeld begleitet wird, ebenso
vorgesehen wie eine enge Kooperation mit den
abgebenden Grundschulen und eine enge Zusammenarbeit
mit den Eltern und spezielle
Unterstützungsangebote für die Erziehung im
Elternhaus.
Seit dem neuen Schuljahr 2005/2006 läuft an der
Max-Born-Realschule ein spezielles Fitnessprojekt
im Rahmen der Gesundheitsförderung. Neben
dem gesunden Frühstück (begleitet und evaluiert
durch Prof. Dr. G. Eissing von der Universität Dortmund)
und einer Stunde mehr Sport in der
Stundentafel nimmt die Nachmittagsbetreuung, die
für Kinder aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 jeden
Montag bis Donnerstag von 13.30 Uhr bis 17.00
Uhr angeboten wird, einen immer breiteren Raum
ein. Neben der Begleitung der Hausaufgaben und
speziellen Entspannungsübungen lernen die
Kinder nach dem Motto „Wir kochen selbst!“ und
„Was hält uns gesund?“ worauf es bei einer
gesunden Ernährung ankommt und wie sie sich
durch gezielte Übungen in Turnhalle und
Schwimmbad fit halten. Dabei legen wir besonderen
Wert darauf, dass ältere Schülerinnen und
Schüler unserer Schule, die zuvor durch den
Evangelischen Kirchenkreis Dortmund zum
Gruppenleiter / zur Gruppenleiterin ausgebildet
wurden, an der Betreuung der jüngeren Schülerinnen
und Schüler verantwortlich mitarbeiten. In
Zusammenarbeit mit dem Opus-Netzwerk, dem
Kinder- und Jugendförderwerk Asseln, der Maßnahme
13 plus, REWE Ravers Asseln und dem
Förderverein der MBR läuft das Projekt mit einer
Eigenbeteiligung von 10 Euro in der Woche pro
Teilnehmer/in seit August 2005.
Unsere Schule ist auf dem Weg!
Um das Prozesshafte unserer gemeinsamen pädagogischen
Bemühungen zu unterstreichen,
hatten wir schon bei den ersten Fassungen unseres
Schulprogramms bewusst auf eine
gebundene Form verzichtet. Damit war und ist uns
jederzeit die Möglichkeit gegeben, Projekte, die bei
einer Evaluation nicht mehr unseren Vorstellungen
entsprechen, auszusondern und uns dafür auf die
Schwerpunkte Gewaltprävention, Umwelterziehung,
Berufswahlvorbereitung, Erprobungsstufe,
Gesundheitserziehung und Nachmittagsbetreuung
zu konzentrieren. Sie bereichern nicht nur unser
Schulleben, sondern sind Antworten auf die gesellschaftlichen
Herausforderungen unserer Zeit und
sollen - so hoffen wir - unsere Schülerinnen und
Schüler in ihrer Leistungsfähigkeit und in ihrer Sozialkompetenz
stärken.
Dr. Johanna Kahlert
Schulleiterin |
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