Robert-Bosch-Berufskolleg
der Stadt Dortmund
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Seit Beginn des Schuljahres 2002/2003 bietet das Robert-Bosch-Berufskolleg ein Ausbildungsmodell in Kooperation mit der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Dortmund und Lünen an. Dieses stellt die Kombination eines branchenspezifischen Berufsgrundschuljahres mit der Möglichkeit einer direkt anschließenden verkürzten Berufsausbildung dar. Die Wahrnehmung dieser Ausbildungsoption und die erfolgreiche Teilnahme an der Gesellenprüfung sind das erklärte Ziel dieses Modells.
Hier erhalten Sie Informationen über Inhalte, Ablauf, erreichbare Abschlüsse, Betriebspraktikum, Ansprechpartner und das Anmeldeverfahren.
Voraussetzung
Hauptschulabschluss Klasse 10 (sog. "10A")
Die Schüler absolvieren am RBB ein Berufsgrundschuljahr. Der Unterricht erfolgt an drei Tagen theoretisch und an zwei Tagen als Werkstattunterricht. In dieser Zeit werden neben einer erweiterten Allgemeinbildung die Grundkenntnisse und -fertigkeiten der Metallberufe und der Blechbearbeitung vermittelt. Dabei wird von Anfang an auf einen engen Bezug zur Heizungs- und Sanitärbranche geachtet.
Die Schüler lernen beispielsweise:
- wie man Arbeitsabläufe plant und vorbereitet.
- wie man technische Zeichnungen liest, Skizzen und Protokolle anfertigt.
- was beim Prüfen, Messen, Lehren alles beachtet werden muß, z.B. das Winkelmaß oder die Fertigungsgenauigkeit von Werkstücken.
- welche Rohrverbindungstechniken es gibt
- wie Werkstücke maschinell und von Hand bearbeitet werden. z.B. Feilen, Meißeln, Bohren, Biegen und Sägen.
Außerdem schließen die Schüler gleich zu Beginn des Schuljahres einen Praktikantenvertrag direkt mit einem der Partnerbetriebe aus der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Dortmund und Lünen ab (nicht mit der Schule!). In diesem Betrieb absolvieren sie ein insgesamt zwölf Wochen dauerndes Praktikum, in dem sie die berufliche Praxis der Branche kennenlernen (Baustellen, Reparaturen, evtl. Kundendienst). Während des Praktikums erhält der Schüler von seinem Betrieb eine Unterhaltsbeihilfe von 50 Euro pro Woche und wird durch seine Berufsschullehrer weiterhin betreut.
Abschluss nach dem Berufsgrundschuljahr
Bei entsprechenden Leistungen (Notendurchschnitt 3,0 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik) erhält der Schüler die Fachoberschulreife.
Sind die Leistungen zwar nicht insgesamt, aber zumindest im Fach Englisch ausreichend, so kann der Englischunterricht des Berufsgrundschuljahres später angerechnet werden. Damit ist es möglich, die Fachoberschulreife später im Zusammenhang mit einer nachfolgenden Berufsausbildung (s. Ausbildungsoption) zu erwerben. Voraussetzung ist in diesem Fall ein Notenschnitt von 2,5 auf dem entsprechenden Berufsschulzeugnis.
Mit Abschluss des Praktikantenvertrages vereinbaren der Schüler und der Praktikumsbetrieb die Möglichkeit (Option), im Anschluss an das Berufsgrundschuljahr einen Berufsausbildungsvertrag in dem Berufe Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik abzuschließen. In diesem Fall wird das Berufsgrundschuljahr auf die Ausbildungszeit angerechnet, so dass sich insgesamt die übliche 3,5-jährige Ausbildungszeit ergibt.
Am Ende der verkürzten Berufsausbildung steht die Gesellenprüfung.
Mit dem Abschluss des Ausbildungsvertrages werden die Schüler den anderen Auszubildenden ihres Betriebes in punkto Vergütung, Teilnahme an Prüfungen, Berufsschulunterricht usw. gleichgestellt. Für Details, Ausbildungsinhalte, Abschlüsse und Weiterbildungsmöglichkeiten s. Berufsbild Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik.
Ansprechpartner
Die Beratungslehrer an den Hauptschulen bzw. am Robert-Bosch-Berufskolleg Herr Schuth (Kontaktaufnahme über das Schulbüro)