Schulbiologisches Zentrum der Stadt Dortmund
Grüne Schule
| Themenübersicht:
1. Von der Aussaat bis zur Ernte 2. Wir entdecken und erleben Pflanzen 3. Verbreitung von Früchten und Samen 4. Obsternte 5. Tropische Nutzpflanzen 6. Die ersten Blumen im Frühjahr 7. Wildkräuter in der Küche 8. A wie Ahorn, B wie Buche, Bäume im Sommer 9. A wie Ahorn, B wie Buche, Bäume im Winter 10. Lebensraum Wald (kann z.Zt. nicht angeboten werden) 11. Obstbäume im Jahresverlauf 12. Anpassung von Pflanzen an extreme Lebensräume 13. Die Wiese 14. Bienen sammeln Vorräte 15. Bestäubung bei Pflanzen: Blütenökologie 16. Spinnen 17. Vögel 18. Leben im Boden 19. Bioindikatoren - Lebewesen messen die Umwelt 20. Brotbacken: Vom Korn zum Brot 21. Boden-Arthropoden 22. Flechten als Luftgüte-Bioindikatoren 23. Neophyten - Neozoen |
||
Nachhaltigkeit
|
||
| THEMA |
Schuljahr |
BESCHREIBUNG |
|
|
1. Von der Aussaat bis zur Ernte |
1.- 4. Schj
April - September Dienstag u. |
Die Schülerinnen und
Schüler säen, pflanzen, pflegen und ernten verschiedene Blumen
und Gemüsepflanzen. Je nach Jahreszeit können z.B. kleine
Töpfe mit Stecklingen zur weiteren Pflege im Klassenraum
mitgenommen werden oder es wird ein kleiner Imbiss bereitet. |
|
|
2. Wir entdecken und erleben Pflanzen |
Dienstag u. |
Je nach Jahreszeit lernen die Schüler einheimische Pflanzen
kennen. Mit möglichst mehreren Sinnen werden Pflanzen
untersucht. Nach Absprache kann damit gebastelt oder ein kleiner
Imbiss bereitet werden. |
|
|
3. Verbreitung von Früchten und Samen |
4.- 6. Schj
August Montag bis Freitag |
Die Schüler sammeln und bestimmen verschiedene Samen und Früchte. Sie lernen ihre Verbreitungsmechanismen als Anpassung an ihren Standort/Lebensraum kennen und begreifen die Notwendigkeit der Samen- und Fruchtverbreitung für die Arterhaltung der Pflanzen. |
|
|
4. Obsternte |
3.- 6. Schj
August Montag bis Freitag |
Die Schüler unterscheiden verschiedene Wildfrüchte sowie Obstsorten nach Aussehen und Geschmack. Sie sammeln Früchte und verarbeiten sie z.B. zu Fruchtsaft und Trockenobst, das den Vergleich mit Importprodukten nicht scheuen muss. |
|
|
5. Tropische Nutzpflanzen |
3.- 6. Schj
November Montag bis Freitag |
Die Schüler lernen einige wirtschaftlich bedeutende Pflanzen des tropischen und subtropischen Klimabereiches kennen. Aus dem "Klima" in den verschiedenen Pflanzenschauhäusern schließen sie auf die Heimat bzw. Kulturansprüche der Pflanzen. Im Unterrichtsraum schlagen die Schüler aus Agavenfasern Seile, aus Kakaobohnen wird Schokolade hergestellt. Bei der Vor- und Nachbereitung dieses Themas hilft Ihnen auch das Informationszentrum Dritte Welt, Münsterstr. 211a, 44145 Dortmund. |
|
| 6.
Die ersten Blumen im Frühjahr |
4.- 6. Schj
März Montag bis Freitag |
Die Schüler suchen eine Anzahl von Frühblühern an natürlichen Standorten auf. Hier erkennen sie die frühe Blüte als notwendige Anpassung an den jeweiligen Standort. Sie untersuchen unterirdische Speicherorgane als Voraussetzung für die frühe Blüte. |
|
| 7.
Wildkräuter in der Küche |
4.-10. Schj
April Montag bis Freitag |
Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden genießbare und giftige Wildkräuter. Sie sammeln verschiedene Pflanzenteile und bereiten daraus eine Mahlzeit. Dabei lernen sie diese Kräuter als schmackhafte und gesunde Bereicherung des Speiseplans schätzen. |
|
| 8.
A wie Ahorn, |
3.- 6. Schj
Mai Montag bis Freitag |
Ein Alphabet der Bäume und Sträucher. Die Schüler lernen die wichtigsten heimischen Laub- und Nadelbäume kennen. Sie erarbeiten Unterscheidungsmerkmale anhand von Blättern, Rinde und Wuchsform der Bäume (Artenkenntnis). Ökologische Aspekte (Standort, tierische Bewohner...) Nutzung des Holzes als nachwachsender Rohstoff (Aspekt der Nachhaltigkeit). |
|
| 9.
A wie Ahorn, |
5.-7. Schj
November Montag und Freitag |
Im Botanischen Garten Rombergpark lernen die Schüler häufig vorkommende Park- und Straßenbäume an Hand von gut unterscheidbaren Knospen, Rinde und Wuchsform zu bestimmen. Untersuchungen einer Blattknospe im Längsschnitt und von Zweigquerschnitten unter der Stereolupe zeigen den Schülern, dass sich blattabwerfende Bäume durch die Knospenbildung im Sommer und das Speichern von Reservestoffen im Holz an den Winter angepasst haben. (vgl. Nr. 8). |
|
| 10.
Lebensraum Wald |
7.- 8. Schj
Mai |
Fortsetzung von "A wie Ahorn, B wie Buche" (Artenkenntnis). Ökologische Aspekte treten in den Vordergrund: Der Lebensraum Wald mit Bäumen, Sträuchern, Krautschicht und tierischen Bewohnern wird untersucht Die Schüler erkennen unterschiedliche Ansprüche von Pflanzen an Boden, Feuchtigkeit und Licht. Eine Verbindung mit Nr. 18 "Leben im Boden" bietet sich an. Artenkenntnis der wichtigsten heimischen Waldbäume erwünscht! Aspekt der Nachhaltigkeit (vgl. Nr.8). |
|
| 11.
Obstbäume im Jahresverlauf |
7.- 9. Schj
ganzjährig Montag und Freitag |
Die Schüler erhalten die Gelegenheit, in einer Obstanlage einige Obstbäume ihrer Wahl eine Vegetationsperiode hindurch zu beobachten und zu pflegen. Hierzu sind vier Vormittage vorgesehen. Im Winter schneiden die Schüler die Bäume, zur Obstblüte und während des Sommers untersuchen sie die Bewohner des "Minibiotops" Obstbaum, im Herbst ernten sie die Früchte ihrer Bäume und verarbeiten sie z.B. zu Fruchtsaft. Jedes Teilthema wird auch einzeln angeboten: 1. Schnitt -
März |
|
| 12.
Anpassung von Pflanzen an extreme Lebensräume |
7.-10. Schj
November Montag bis Freitag |
|
|
| 13.
Die Wiese |
9.-13. Schj
Mai |
Am Beispiel des Ökosystems "Wiese" werden exemplarisch freilandökologische Arbeitsmethoden vorgestellt und praktisch erprobt (pflanzensoziologische Aufnahme, Erfassung der tierischen Bewohner bzw. ihrer Fraßspuren, Messen abiotischer Faktoren). Als spezifische Eigenart der Wiese wird die morphologische und wachstumsdynamische Anpassung der Wiesenpflanzen an den Mahdrhythmus thematisiert (unterirdische Organe, Ausläufer; grundständige Rosetten bzw. Erstellen eines Blühkalenders verbunden mit Längenmessungen). Empfehlung: Nachmittags ist dieses Thema ergiebiger wegen des stärkeren Insektenfluges. |
|
| 14.
Bienen sammeln Vorräte |
4.- 8. Schj
Mai - Juli |
Die Schüler
beobachten die Bienen beim Sammeln an blühenden Pflanzen und beim Eintragen am
Flugloch des Bienenstocks. Das Ergebnis dieser Emsigkeit zeigt sich (zeitweise)
an wohlgefüllten Waben. Nebenbei werden Einblicke in das interessante
Sozialleben dieser "Haustiere" gewonnen. Telefon Herr Gimmler: 0231/2063 540 |
|
| 15.
Bestäubung bei Pflanzen: |
5.- 6. Schj
Mai |
Die Schüler lernen die gegenseitige Anpassung von Blüten und ihrer Bestäuber kennen, z.B. Rhododendron und Hummeln. Je nach Witterung können die Tiere beobachtet und bestimmt werden. Als Vorkenntnis erwünscht: Aufbau einer beliebigen Blüte; männliche und weibliche Blütenorgane. |
|
| 16.
Spinnen |
8.-13. Schj
Mitte Juni |
Die Schüler erkunden das Leben der Spinnen; dabei können bestehende Vorurteile
gegenüber diesen faszinierenden Tieren abgebaut werden. Neben Fragen der
Morphologie und Systematik steht die Beobachtung von Spinnen in ihren
natürlichen Lebensräumen im Vordergrund. Einen Schwerpunkt stellen dabei die
unterschiedlichen Strategien des Nahrungserwerbs der verschiedenen Spinnenarten
dar, die sich unter anderem in unterschiedlichen Netztypen dokumentieren |
|
| 17.
Vögel |
5.-13. Schj
ganzjährig Mittwoch |
Für einen
Unterrichtsbesuch sollten zuvor inhaltliche Themenschwerpunkte,
abhängig von Jahreszeit und Jahrgangsstufe, abgesprochen werden.
Einige Beispiele: Vögel im Park (Artenkenntnis), Vogelstimmen
erkennen und erklären, brutbiologische Fragen, ethologische
Aspekte wie Nahrungserwerb, evolutionsbiologische und
systematische Aspekte (für die Oberstufe, z.B. Zwillingsarten),
Methoden der Bestandserfassung von Brutvögeln (Revierkartierung,
Rasterkartierung, Linientaxierung) und Auswertung unter Aspekten
des Artenschutzes, ökologische Aspekte (für die Oberstufe z.B.
Erarbeitung von Begriffen wie Konkurrenz, inter- und intraspezifische Beziehungen, Ökologie usw. an Beispielen der
Vogelwelt). |
|
| 18.
Leben im Boden |
7.- 9. Schj
ganzjährig Mittwoch und Freitag |
Ein- oder zweitägiger Kurs.
Entnahme und Auswertung von Bodenproben bei eintägiger
Veranstaltung
|
|
| 19.
Bioindikatoren- |
11.-13. Schj
ganzjährig nach Absprache |
Manche Pflanzen und Tiere reagieren sehr empfindlich auf Veränderungen von Umweltfaktoren. Sie sind daher als "Messgeräte" zur Überwachung der Luft-, Wasser- und Bodenqualität einsetzbar, die technischen Messinstrumenten in mancher Hinsicht überlegen sind. In diesem Rahmen wird die klassische Bioindikation der Luftgüte durch baumrindenbesiedelnde Flechten vorgestellt und praktisch durchgeführt. |
|
| 20.
Brotbacken |
3.- 6. Schj
November |
Der Werdegang des Brotes wird verfolgt von der Getreideernte an. Die Schüler erfahren das Dreschen, Fegen und Mahlen des Getreides und lernen alte Verfahren kennen. Aus Vollkornmehl wird einfaches Weizenbrot gebacken, das gemeinsam gegessen wird. |
|
| 21.
Boden-Arthropoden |
7.- 9. Schj
ganzjährig Montag |
Untersuchung von Waldboden und Komposterde, Bestimmung der gefundenen Bodentiere. |
|
|
Schwerpunktvorhaben zum Sek.II-Lehrplan Pro Leitthema sieht der Sek.II-Lehrplan im Fach
Biologie je ein Schwerpunktvorhaben vor, in Leistungskursen sogar zwei. |
|
||
| 22.
Angebot 1: |
Die Stadt Dortmund hat – ähnlich wie viele andere
Städte der Region – Luftgütekarten auf der Grundlage des
Flechtenbewuchses an Baumrinden erstellen lassen. |
|
|
| 23.
Angebot 3: |
Hunderte von Tier- und Pflanzenarten sind in den letzten Jahrzehnten in
Mitteleuropa bewusst oder unbewusst eingeführt worden. Viele von ihnen
wie Nilgans, Kanadagans, Japanische Goldrute oder Drüsiges Springkraut
sind inzwischen fest etabliert. In der Veranstaltung sollen einige dieser Arten bestimmt und im Hinblick auf ihre ökologischen Ansprüche, ihre Einnischung und ihre Auswirkungen auf die heimische Flora und Fauna untersucht werden. |
|
|