Schulbiologisches Zentrum der Stadt Dortmund                                                                 15.02.2005

Zooschule

Themenübersicht:
1. Zoorundgänge Erlebnisraum Zoo
2. Sehen lernen im Zoo
3. Tierkinder im Zoo
4. Säugetiere im Zoo
5. Haustiere
6. Groß- und Kleinkatzen
7. Vögel
8. Afrika-Weg
9. Südamerika-Weg, Amazonashaus
10. Bedrohte Tierarten
11. Ersatzlebensraum Zoo
12. Beobachtungsübungen an Tieren: Fortbewegung
13. Beobachtungsübungen an Tieren: zum Verhalten, zur Morphologie und Evolution spez. Tiergruppen
14. Beobachtungsübungen: Forschungsorientiertes Arbeiten im Zoo
15. Sonderthemen
16. Ethologie im Zoo (vier- bis sechsstündiges Praktikum)

THEMA

Schuljahr
ZEIT

BESCHREIBUNG

1.

Zoorundgänge
Erlebnisraum Zoo

1.-4. Schj

ganzjährig
 

Zootiere sehen, hören, riechen und fühlen
a.  Erster Zoogang (Schj. 1 und 2): Richtiges Verhalten beim Zoobesuch, Kennenlernen ausgewählter Tierarten.
b.  Einführung zum sinnvollen Verhalten (Schj. 3 und 4).
Dieses Thema kann selbständig unterrichtet werden. Voraussetzung ist die Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung
2.

Sehen lernen
im Zoo

3.- 4. Schj

ganzjährig
 

Voraussetzungen zur Beobachtungsschulung werden geschaffen;
Methoden werden aufgezeigt, wie beobachtet werden kann/soll (Übungen zum "Einsehen" in Tiere und ihre Zoo-Lebensräume).
3.

Tierkinder im Zoo

1.-4. Schj

ab Mai
 

Tierkinder bzw. Jungtiere werden aufgesucht, beschrieben und beobachtet auf ihre besondere Stellung innerhalb des Familienverbandes, auf Brutpflege, Kinderstube und Verstecke etc. wird eingegangen.
4.

Säugetiere im Zoo

3.-9. Schj

ganzjährig
 

a)  Schwerpunktmäßig einzelne, besonders faszinierende Arten und heimische Säugetiere (Schj. 3 bis 5)
b)  Typische Körpermerkmale und Verhaltensweisen, ausgewählte Beispiele aus der Klasse der Säugetiere (Beuteltiere, Herrentiere, Zahnarme, Hasenverwandte, Nagetiere, Raubtiere, Huftiere).
5.

Haustiere

3.-7. Schj

ganzjährig
 

Hühner, Enten, Gänse, Ziegen, Schweine, Kühe und Pferde können im Bauernhof- und Streichelzoobereich gezielt beobachtet, betrachtet sowie in ihrer Bedeutung als Nutz- und Arbeitstiere und ggf. Hobbytiere "begriffen" werden. Aussehen und Verhalten lassen sich auch an ausländischen Nutztieren studieren.
6.

Groß- und Kleinkatzen

4.-10. Schj

ganzjährig
 

  • Großkatzen (Schj. 4 bis 10)
    Im Vordergrund stehen Verhaltensbeobachtungen und besondere Gehegegestaltung; Fellmuster werden gezeichnet; einige Unterschiede zu Kleinkatzen werden erarbeitet.
  • Kleinkatzen (Schj. 4 bis 8)
    (Wie Punkt 6.1 'Großkatzen')
7.

Vögel

3.-10. Schj

ganzjährig
 

  • Diese Vögel lernen wir kennen (Schj. 3 bis 7)
    a) einheimische, europäische Vögel
    b) außereuropäische Vögel
  • Anpassung der Vögel an verschiedene Lebensräume (Schj. 5 bis 10)
  • Verhaltensbeobachtungen (Schj. 7 bis 10)
    Wir beobachten die Vögel bei ihren Tätigkeiten, wie sie schwimmen, tauchen, klettern, laufen, fliegen; wie sie werben, Nahrung suchen, aufnehmen und bearbeiten; wie sie sich pflegen...
8.

Afrika-Weg

4.-13. Schj

ganzjährig
 

Afrikanische Tiere werden aufgesucht und vorgestellt. Für höhere Jahrgänge kann der Unterrichtsgang entsprechend erweitert bzw. intensiviert werden (z.B. spezieller Vergleich verschiedener Antilopenarten, afrikanische Vogelwelt, morphologische und verhaltenskundliche Anpassung an den Lebensraum etc.).
9.

Südamerika-Weg
Amazonashaus

4.-13. Schj

ganzjährig
 

Der Südamerika-Parkteil sowie das Amazonashaus sind zoogeografische Zentren mit einer bemerkenswerten Gesellschaftshaltung südamerikanischer Tiere (z. B. Mähnenwolf, Flachlandtapir, Wasserschwein, Großer Ameisenbär, südamerikanische Vögel, Guanakos, Maras....); das Wissen über diese Tiere, ihr Verhalten und ihren Lebensraum soll erweitert werden.
10.

Bedrohte Tierarten

4.-10. Schj

ganzjährig
 

  • Bedrohte heimische Tierarten (Schj. 4 bis 10)
  • Bedrohte Tierarten in Afrika, Asien und Amerika (Schj. 5 bis 10)

Die Schüler erfahren etwas über die Lebensweise der vorgestellten bedrohten heimischen bzw. ausländischen Tiere, über die Ursachen ihrer Bedrohung, Überlebenschancen und mögliche Wiedereinbürgerungsprojekte.

11.

Ersatzlebensraum
Zoo

9.-13. Schj

ganzjährig
 

Spezielle Aspekte der Zootierhaltung (Habitatbedingungen) werden aufgezeigt und erörtert, dabei werden unterschiedliche Vernetzungen von Lebensraumbeziehungen und Verhaltensspektren der betreffenden (zu beobachtenden) Tierart (des Tierverbandes) erarbeitet und diskutiert.
12.

Beobachtungsübungen an Tieren: Fortbewegung

5.-10. Schj

ganzjährig
 

  • Fortbewegung auf der Erde

(gehen, laufen, springen, Sonderformen der Fortbewegung). Am Beispiel verschiedener Bewegungsarten sollen die Schüler durch Beobachtungsübungen einen Überblick über die unterschiedlichsten Fortbewegungsmöglichkeiten auf der Erde erhalten und Zusammenhänge zwischen Fortbewegung und Anpassung an den entsprechenden Lebensraum erkennen.

  • Fortbewegung im Lebensraum Wasser

(z.B. Seelöwen, Pinguine, Biber, Otter...) An den hier vorhandenen Tierbeispielen sollen die besonderen Merkmale von Körperform, Gliedmaßen, Körperbedeckung etc. in ihrer Funktion für den Lebensraum Wasser erarbeitet sowie für ihre Möglichkeit der zusätzlichen Bewegung an Land beobachtet werden.

13.

Beobachtungsübungen an Tieren: zum Verhalten, zur Morphologie und Evolution spez. Tiergruppen

5.-13. Schj

ganzjährig
 

Caniden (Hundeartige)
Hornträger
Huftiere
Giraffen
Ameisenbären
spezielle Vögel
Nagetiere
Schleichkatzen
Affen

Aufgrund der großen Präsenz unterschiedlichster Vertreter verschiedener Familien, Gattungen etc. kann exemplarisch für andere Ordnungen bzw. Familien hier durch Vergleich morphologischer und anatomischer Merkmale (z.B. Körperbau, Größe, Fellbeschaffenheit, Extremitätenvergleich...), von Lebensweise (Bau- und Leistungsverschränkung), Gangart, Verhaltensweisen etc. ein umfassender Überblick über die jeweilige Tiergruppe erarbeitet werden.

14.

Beobachtungsübungen
Forschungs-
orientiertes Arbeiten im Zoo

11.-13. Schj

ganzjährig
 

Forschungsorientiertes Arbeiten im Zoo. Beobachtungsübungen (vgl. Themen 12 u. 13) und Experimente (taktile, akustische, olfaktorische Signale, Auslösen ganz spezieller Reaktionen, spezielle Fütterungen...) zu Spezialaspekten der Ethologie.
15.

Sonderthemen

7.-13. Schj

ganzjährig
 

Es werden spezielle Themen sowie Vernetzungen von Themenbereichen (nach Absprache) behandelt, z.B.:
  • Unternehmen Zoo: Tierhaltung, Reviere, Fütterungen, Arbeitsplatz Zoo u.a.m.
  • Substitution von Lebensräumen: ökoethologische Aspekte der Tiergartenbiologie
  • Freilandbiologische (ethologische) Arbeitsweisen im Zoo
  • Tiergemeinschaften, spezielle Lebensgemeinschaften
  • Evolution der Wirbeltiere

Schwerpunktvorhaben zum Sek.II-Lehrplan

Pro Leitthema sieht der Sek.II-Lehrplan im Fach Biologie je ein Schwerpunktvorhaben vor, in Leistungskursen sogar zwei.
Als Serviceleistung dazu bietet das Schulbiologische Zentrum drei Angebote, die den Lehrplanintentionen entsprechen und zugleich recht ökonomisch in den Unterricht integrierbar sind, da sie einen erheblichen Teil obligatorischer Lerninhalte mitberücksichtigen.
(siehe auch die Seite Schwerpunktvorhaben zum Sek.II-Lehrplan und Grüne Schule)

 
16.

Angebot 2:
Ethologie im Zoo (vier- bis sechsstündiges Praktikum)

 

Das Leitthema „Evolution“ nimmt in zwei Themenfeldern explizit Bezug auf verhaltensbiologische Disziplinen (Ökethologie und Soziobiologie). Das Schulbiologische Zentrum bietet hierzu Übungen an, um verhaltensbiologische Methoden kennen und anwenden zu lernen. Es wird sich dabei überwiegend um deskriptive z.T. jedoch auch um experimentelle Verfahren handeln. Neben der fachgerechten Erhebung der Beobachtungsdaten gehören auch Datenanalyse, Ergebnisinterpretation und Methodenkritik zum Programm.
Eine vorhergehende thematische Absprache ist zu empfehlen.

Sollten Sie noch Fragen zum Unterrichtsverlauf oder zum Anmeldeverfahren haben, rufen Sie uns während der Sprechstunde bzw. der Bürozeit an!

Anmeldungen sind jederzeit möglich.